Rekordtemperaturen in Buchs AG und Delsberg JU
Das Thermometer steigt weiter an und bis zum Ende der Hitzewelle dauert es noch an. In zwei Schweizer Ortschaften sind am Sonntag neue Hitzerekorde für den Monat Juni gemessen worden.
In Buchs AG kletterte das Thermometer am Sonntag auf 36,1 Grad. Im Juni lag der bisherige Rekord dort bei 35,9 Grad, wie ein Sprecher des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie Meteoschweiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.
Auch in Delsberg JU wurde mit 35,4 Grad ein neuer Höchststand erreicht. Laut Meteoschweiz lag dort der Rekord für den Monat Juni bisher bei 35,0 Grad.
Wegen der aufziehenden Gewitterwolken gegen Abend sei für Sonntag mit keinen weiteren Temperaturrekorden zu rechnen, hiess es weiter.
Hitzewarnung bleibt bestehen
Wegen der anhaltenden Hitze hat der Bund für die Nordwestschweiz eine Hitzewarnung der Stufe 4 von 5 («grosse Gefahr») herausgegeben. Diese gilt vorerst bis zum 27. Juni. Für die Niederungen der Alpennordseite, das Wallis sowie die Alpensüdseite gilt die Warnstufe 3 («erhebliche Gefahr»). Die Warnungen betreffen Gebiete unterhalb von 800 Metern im Norden und 600 Metern im Süden.
Die Hitzewelle dauert laut Prognosen mit hoher Wahrscheinlichkeit bis mindestens zum nächsten Wochenende an. Die Temperaturen sollen ab Dienstag nochmals leicht ansteigen und in der zweiten Wochenhälfte ihren Höhepunkt erreichen. Meteoschweiz schliesst nicht aus, dass die Warnung der Stufe 4 auf weitere Gebiete ausgedehnt wird. Tagsüber werden verbreitet Temperaturen zwischen 34 und 37 Grad erwartet.
Auch die Nächte bringen nur wenig Abkühlung. Die Tiefstwerte sinken auf 16 bis 22 Grad. In städtischen Gebieten bleiben die Temperaturen aufgrund des Wärmeinsel-Effekts tendenziell höher als in ländlichen Regionen.
Gewitter brachten kurze Abkühlung
Bereits am Freitag und Samstag wurden in den Niederungen verbreitet Höchsttemperaturen zwischen 31 und 35 Grad gemessen. Der Freitag war in den nördlichen Landesteilen mit bis zu 36 Grad der bislang heisseste Tag des Jahres. Schauer und Gewitter sorgten am Freitagnachmittag und am Samstag gebietsweise für eine vorübergehende Abkühlung.
Verantwortlich für die aktuelle Wetterlage ist ein beständiges Hochdruckgebiet über Mittel- und Südeuropa. (sda)
