Schweiz
Winter

Der erste Schnee im Flachland ist da – Vorsicht auf den Strassen

Schnee-Chaos: Verspätungen am Genfer Flughafen

09.12.2022, 06:2409.12.2022, 16:16

Weisse Strassen und Trottoirs: Der erste Schnee hat es bis ins Flachland geschafft.

Das Schweizer Mittelland ist in der Nacht auf Freitag von Westen her mit einer feinen, weissen Schicht überzuckert worden. Viel Schnee ist zwar nicht gefallen, womit auch nicht mit grösseren Behinderungen im öffentlichen und privaten Verkehr zu rechnen ist. Dennoch fällt damit der dritte Advent weiss aus.

Die grössten Schneemengen fielen im Westen. So wurden in Genf 6 Zentimeter Neuschnee gemessen, in Freiburg waren es laut dem Wetterdienst sogar 15 Zentimeter. Generell gab es die grössten Neuschneemengen in den Kantonen Freiburg und Waadt. Östlich von Zürich blieben die Schneemengen aber meist sehr bescheiden, in Glarus und Chur wurde gar kein Schnee gemessen. Tagsüber steige die Schneefallgrenze auf 800 bis 1000 Meter, twitterte SRF Meteo.

In Bern rechnen die Meteorologen mit 5 bis 10 cm Neuschnee, so beispielsweise auch in der Bundeshauptstadt – in Bern. Mit mehr Schnee ist in den westlichen Voralpen und Alpen sowie im südlichen Jura zu rechnen: Hier dürften rund 20 bis 30 cm Neuschnee fallen.

Teilweise führte der Schnee auf den Strassen auch zu Problemen im Morgenverkehr. Alleine im Kanton Bern kam es bis 8.00 Uhr zu über fünfzig Unfällen im Strassenverkehr. Eine Person hat sich dabei in Vinelz am Bielersee leicht verletzt, wie die Kantonspolizei Bern der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

In Roggliswil kam ein Lieferwagen von der schneebedeckten Fahrbahn ab und schlitterte rund 20 Meter über einen Abhang hinunter. Fahrer und Beifahrer kamen ohne grössere Verletzungen davon.

Der erste Schnee im Flachland:

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Der erste Schnee im Flachland
Von Westen her erreichte der erste Schnee der Saison das Mittelland. Im Bild: Lausanne.
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Am Samstag fallen nördlich der Alpen immer wieder Schneeschauer, schrieb SRF weiter. In den Alpentälern sei am Vormittag auch noch Regen oder Schneeregen möglich. Am Sonntag gehen im Osten letzte Schneeschauer nieder, danach werde es sonniger.

Ab Sonntag müsse mit Eistagen gerechnet werden. Ob sich zur Wochenmitte wieder milderes Wetter durchsetze, sei noch offen, so SRF Meteo weiter. Im Süden sei es am Wochenende meist trocken. Am Sonntag steigen dort die Temperaturen mit teilweise stürmischem Nordföhn bis auf 10 Grad.

Zuletzt hatte es am vergangenen Wochenende im Süden kräftig geschneit. Stellenweise wurden im Tessin und in Südbünden bis gut ein Meter Neuschnee gemessen.

Entsprechend kam es auch auf den alpenquerenden Schnellstrassen wie dem Gotthard oder San Bernardino zeitweise zu längeren Verkehrsbehinderungen aufgrund des Schneefalls. Und auch die Lawinengefahr war im Oberwallis, in der Zentral- und Südschweiz zeitweise massiv angestiegen.

Die Frage aller Fragen: Reicht es auch für «weisse Weihnachten»?
Jedes Jahr die bange Frage: Wird es über die anstehenden Festtage Schnee geben oder am Ende doch wieder grün bleiben? Gut zwei Wochen im Voraus sind Wetterprognosen zwar noch äusserst ungewiss. Ein Blick in die Statistik verrät jedoch, wo Schnee an den Festtagen im Flachland am wahrscheinlichsten ist.

Wie «MeteoNews» am Donnerstag auf seiner Internetseite schreibt, spricht man von weissen Weihnachten, wenn am 24., 25. oder 26. Dezember bei der jeweiligen offiziellen Schneemessung um 7 Uhr mindestens ein Zentimeter Weiss liegt.

Insgesamt neun Schweizer Städte schaut «MeteoNews» für seine Flockdown-Hitparade seit über zwanzig Jahren an. Dabei liegt St. Gallen seit Jahren mit zwölf «weissen Weihnachten» in den vergangenen zwei Jahrzehnten eindeutig an der Spitze. Mit je sieben weissen Festtagen auf Platz zwei liegen Chur und Zürich gefolgt von Bern (sechs «weisse Weihnachten»).

Richtiggehend Ausnahmen waren «weisse Weihnachten» in diesem Zeitraum dagegen in Genf, Luzern und Aarau: In der Zentralschweizer Stadt wie auch am Genfersee waren die Strassen seit 2001 gerade zweimal beflockt, Im Aargau immerhin noch drei Mal. (sat/chm)

(mlu/chm)

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