Schweiz
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Christian Levrat, president du PS Suisse, parle aux 350 personnes qui manifestent a l'appel des syndicats et des partis de gauche fribourgeois pour une mobilisation contre la baisse de l'imposition des entreprises (RIE III) fribourgeoises ce mercredi 12 octobre 2016 a Fribourg. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Auf in den Klassenkampf: SP-Präsident Christian Levrat an einer Kundgebung gegen die Unternehmenssteuerreform III in Freiburg. Bild: KEYSTONE

Analyse

It's psychology, stupid! Warum Klassenkampf kein Rezept gegen den Trump-Effekt ist

Die SP Schweiz will den Vormarsch der Rechtspopulisten mit Wirtschaftsdemokratie bekämpfen. Dabei wird auch der Begriff Klassenkampf reanimiert – und das ist keine gute Idee.



Der Pulverdampf nach dem US-Wahlshowdown hat sich kaum verzogen. Während der neue Präsident Donald Trump und sein Team sich Mühe geben (und haben), sich auf die Übernahme der Regierungsverantwortung vorzubereiten, suchen Freund und Feind händeringend nach Erklärungen für den Wahlausgang, den kaum jemand erwartet hat.

Unzählige mehr oder weniger schlaue Analysen wurden ausgebrütet. Auf der Linken dominieren Ernüchterung und Schwarzmalerei. Der französische Premierminister Manuel Valls sagte am Donnerstag in Berlin, er höre das Brodeln, ausgelöst von der Wut der Völker, schon länger. Falls die Regierungen keine Antwort darauf fänden, drohe die grosse Vision der Nachkriegszeit zu zerbrechen. «Europa kann sterben», warnte Valls am Wirtschaftsgipfel der «Süddeutschen Zeitung».

epa05634827 French Prime Minister Manuel Valls speaks at the economy summit hosted by the German newspaper Sueddeutsche Zeitung in Berlin, Germany, 17 November 2016.  EPA/GREGOR FISCHER

Manuel Valls in Berlin: «Europa kann sterben.» Bild: EPA/DPA

Ganz anders die Gemütslage auf der anderen Seite des Spektrums. SVP-Nationalrat Roger Köppel fasst in der «Weltwoche» seine Glücksgefühle in blumige Worte: «Irgendwie geht die Sonne schöner auf. Sogar der Zürcher Herbstnebel fühlt sich freundlicher an.» In seiner Fantasie erheben sich die Völker Europas, um den arroganten, verkalkten Eliten mit dem Stimm- und Wahlzettel den Marsch zu blasen: «Frischluft strömt ins Pharaonengrab.»

Ratlose Eliten

Selbst giftigste Trump-Gegner seien «heimlich fasziniert», schwadroniert Köppel. Na ja. Ihre Gefühlslage dürfte eher dem besagten Zürcher Herbstnebel gleichen. Manuel Valls stiess mit seiner apokalyptischen Warnung vor dem Untergang Europas in Berlin auf beachtliche Resonanz. Mit welchen Mitteln aber kann man Trump und anderen Rechtspopulisten kontra geben? Vertreter der gescholtenen Eliten geben zu, dass sie es selbst nicht wissen.

Die SP Schweiz glaubt, ein Rezept gefunden zu haben. Es nennt sich «Wirtschaftsdemokratie», wird auf einer eigenen Website beworben und soll am Parteitag am 3. Dezember offiziell verabschiedet werden. Einiges darin tönt ganz vernünftig, etwa dass man Arbeitnehmende verstärkt an ihren Unternehmen und deren Erfolg beteiligen soll. Manches aber stammt eher aus dem Bereich der Utopien oder aus der sozialistischen Mottenkiste. Vertreter des rechten Parteiflügels wie Daniel Jositsch und Pascale Bruderer haben bereits Widerstand angekündigt.

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Es ist ohnehin mehr als fraglich, dass man allein mit einer «demokratischeren» Wirtschaft die Geister des Rechtspopulismus exorzieren kann. Bill Clinton konnte die Präsidentschaftswahl 1992 mit der Parole «It's the economy, stupid!» gewinnen. Für den Erfolg von Donald Trump hingegen müsste man eine abgewandelte Version bemühen: «It's psychology, stupid!»

A poster supporting Donald Trump, who was the U.S. Republican presidential nominee, is seen along a main street in Algonac, Michigan November 9, 2016. Picture taken November 9, 2016.    REUTERS/Rebecca Cook

«Wir wollen unser Land zurück!»: Trump-Transparent in Michigan. Bild: REBECCA COOK/REUTERS

Es trifft zu, dass der New Yorker Baulöwe bei den Amerikanern mit tiefen Einkommen gut abgeschnitten hat, also den realen Verlierern der Globalisierung. Aber er wurde auch von gut situierten Menschen gewählt, die ein ähnliches Schicksal fürchten. Ein verständlicher Reflex, wenn man bedenkt, dass in den USA seit 40 Jahren unzählige Mittelstands-Jobs verschwunden sind und die Einkommen stagnieren. Die Boomphasen unter den Präsidenten Reagan und Clinton haben diesen Trend kurzfristig gelindert, seit der Finanzkrise 2008 hat er sich weiter verstärkt.

«Bittere Nostalgie»

Potenziert wird die Abstiegsangst durch ein Gefühl des Identitätsverlustes. In den USA wird es genährt durch den demografischen Wandel, durch den die Nation in absehbarer Zeit nur noch aus Minderheiten bestehen wird. Die Zeit der weissen Vorherrschaft geht zu Ende. In Europa sind es die Migrationsströme, ausgelöst durch Personenfreizügigkeit und Flüchtlingsbewegungen, die Abwehrreflexe erzeugen. Rassismus ist ein wichtiges Element des Trump-Faktors.

Daraus entsteht ein Gefühl, dass früher alles besser war. Die Wirtschaft wuchs und schuf Jobs für alle, der weisse Mann hatte das Sagen, Ausländer wurden geduldet, mehr nicht. Der englische Historiker Paul Kennedy hat im Interview mit dem «Tages-Anzeiger» einen treffenden Ausdruck für diese Motivation genannt: «Bittere Nostalgie.» Beim Brexit-Votum in seiner Heimat konnte man oft hören, Britannien müsse «wieder Britannien sein». Auch dieses Votum war nur bedingt ein Aufstand von unten. «Beim Brexit haben Leute Ja gestimmt, die einen Jaguar fahren», so Kennedy.

Mit Klassenkampf gegen Rassismus

In Frankreich, der Heimat von Manuel Valls, ist diese «Morosité» ebenfalls weit verbreitet. Viele empfinden die Globalisierung als Bedrohung. Der Nachkriegsboom von 1945 bis 1975 wird nicht zufällig als «Les Trente Glorieuses», die glorreichen 30 Jahre, verherrlicht. Darum kommt Marine Le Pen, die Chefin des Front National, mit ihren protektionistischen Ideen und ihrer Beschwörung des «Made in France» so gut an. Und darum hat sie reelle Chancen, Präsidentin zu werden.

Trumps Amerika

Alles eine Frage der Psychologie. Das macht es schwierig, überzeugende Antworten auf den Rechtspopulismus zu finden. Es genügt eben nicht, was SP-Präsident Christian Levrat in der «SonntagsZeitung» ausgeführt hat: «Die Auseinandersetzung mit der populistischen Rechten gewinnt man nicht mit der Diskussion über deren Fremdenfeindlichkeit, sondern mit der Debatte über die soziale Frage. Kurz und provokativ: Die Antwort auf die Fremdenfeindlichkeit ist der Klassenkampf.»

Klassenkampf in der Arena

Die Kapitalismus-Kritik der SP ist Thema der SRF-«Arena» am Freitagabend. Neben Christian Levrat diskutieren FDP-Präsidentin Petra Gössi, der Ökonom und frühere Nationalrat Franz Jaeger und Niklaus Scherr (Alternative Liste).

Jeder will reich sein

Völker, hört die Signale? Die «kleinen Leute», die heute die SVP wählen, interpretieren den Klassenkampf gerade nicht als Unten gegen Oben, sondern Innen gegen Aussen. Wir gegen die Migranten. Während sie – oft gegen ihre eigenen Interessen – linke Umverteilungsinitiativen an der Urne ablehnen und dazu beitragen, dass die SP damit regelmässig auf die Nase fällt.

Warum? Im Sinne Levrats kurz und provokativ: Weil jeder reich, aber niemand Ausländer sein will.

Der amerikanische Krimiautor Donald Ray Pollock brachte es im «Tages Anzeiger» auf den Punkt: «Man arbeitet seit 25 Jahren im Walmart und glaubt immer noch, man könnte ein Donald Trump werden.» Derartige Denkweisen findet man nicht nur in der «Aufsteigergesellschaft» USA, sondern auch bei uns. Man weiss, dass man es niemals zum Villenbesitzer in Herrliberg bringen wird, hofft aber insgeheim darauf. Schliesslich kann sogar ein «Büezer» wie SVP-Idol Gölä zum Star werden.

Der Aargauer Nationalrat Cédric Wermuth, der immer mehr zu einem Vordenker seiner Partei wird, hat nach der Wahl von Donald Trump zwei kluge Texte verfasst, einen als Antwort auf einen ebenfalls intelligenten Essay seines Parteikollegen, Ex-Preisüberwacher Rudolf Strahm (mit dem er sogar über weite Strecken einig ist). Vielleicht hat Wermuth die Kommentare auf seiner Website gelesen, dort findet er einige Denkanstösse:

Die moralische Selbstgerechtigkeit hat die Linke bei vielen entfremdet. Nur ein Beispiel: Wenn man sich kritisch zum Islam äussert (und dazu sagt, dass diese Kritik auch den anderen monotheistischen Religionen gilt), muss man sich von einigen Linken anhören, man sei «rassistisch». Diskussion beendet, moralische Überlegenheit demonstriert. Das ist tödlich.

Oder dieses Beispiel:

Lieber Genosse, ich warte noch immer darauf, dass die SP aufwacht und endlich aufhört, von Utopien zu träumen. Sie muss endlich beide Füsse auf den Boden kriegen, in die Dörfer und Städte gehen und den Menschen zuhören.

Die hiesige Linke muss sich zur Erkenntnis durchringen, dass man Probleme in Zusammenhang mit der Migration benennen darf, ohne gleich als Rassist abgestempelt zu werden. Man kann idiotische Ideen wie das Burkaverbot bekämpfen und gleichzeitig die Problematik des radikalen Islam benennen, nicht zuletzt seinen Umgang mit Frauen. Und man sollte offen aussprechen dürfen, dass die starke Zuwanderung unsere knappen Ressourcen belastet, ohne wie der grüne Nationalrat Bastien Girod durch das politische Fegefeuer gejagt zu werden.

«Die Politik hat Angst, die Dinge beim Namen zu nennen. Sie spricht eine tote Sprache», sagte Premierminister Manuel Valls am Donnerstag in Berlin. Es wäre zumindest ein Anfang, wenn man von dieser falsch verstandenen Political Correctness abrücken werden. Psychologie besteht auch darin, den Leuten das Gefühl zu geben, dass man sie versteht. Ohne ihnen deswegen nach dem Mund zu reden. Diese Disziplin darf man den Trumps dieser Welt überlassen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 21.11.2016 03:30
    Highlight Highlight Christian Levrat ist der glaubwürdigste Politiker der Schweiz. Der Klassenkampf ist heute aktueller denn je. Ihr lacht darüber, so wie ihr Linken über Trump gelacht habt. Das Lachen wird euch vergehen.
  • Angelo C. 19.11.2016 12:03
    Highlight Highlight Unter dem Strich eine gute Kritik Blunschis gegenüber der "neuen" Levrat-Strategie, die ich mir gestern bei der ARENA genauer angehört habe. Von den dortigen Teilnehmern ist mir, einmal mehr, Rudolf Strahm mit Abstand am Besten eingefahren, ein altgedienter Linker mit gutem Augenmass, viel oekonomischem und politischem Weitblick.

    Von Levrats Vorschlägen schien mir aber doch einer knapp bedenkenswert, auch wenn sie bei Gössi und Jäger naturgemäss auf Widerstand stiessen: In der heutigen digitaliserten Zeit wären Betriebsräte, wie in D seit Jahren üblich, auch hierzulande zumindest erwägenswert
  • Zeit_Genosse 19.11.2016 07:39
    Highlight Highlight Alte weisse Männer werden das Land nicht erneuern, sondern das bekämpfen, wovor sie Angst haben. Den Fortschritt. Alte Konzepte für alte Lösungen waren einmal. Jetzt braucht es neue Ideen, Mut und Tatendrang. Die USA muss 4 Jahre warten, in der Schweiz können wir stetig abstimmen und mitbestimmen. Vorausgesetzt, wir machen clevere Initiativen und Referenden, die nicht von alten weissen Männern domptiert werden.
    • stadtzuercher 19.11.2016 16:12
      Highlight Highlight Dein Rassen-Gender-Kampf ist noch um etliches peinlicher als der Klassenkampf von Levrat.
  • Skip Bo 19.11.2016 07:37
    Highlight Highlight Ich war noch nie so einig wie jetzt mit Herrn Blunschi.

    Mein Einwand, nicht jeden islamkritischen Post mit der Nazikeule zu erschlagen, hat mir bis vor einem Monat Faschismusvorwürfe gebracht. Jetzt wird sogar ein Genosse für die gleiche Aussage als klug bezeichnet. WOW.
    Eigentlich ist es ein Armutszeugnis, dass es einen Trump braucht, um zu merken das auch andere Meinungen ernst genommen werden sollten.
  • Juliet Bravo 19.11.2016 02:23
    Highlight Highlight Grosses Kompliment und herzlichen Dank für die mE grossartige Analyse, Peter Blunschi!
    It's psychology, stupid!
    Die Linke konzentriert sich stark auf jene Wählenden, die sie eh hat. Rein kommunikativ wäre es doch sinnvoll, die Breite nicht zu erschrecken und zu gewinnen. Da ist ein riesiges Potential in der Mitte, das man aus falschem Stolz scheut. Ein Valls vom Parti Socialiste hätte sicher Chancen, man hält aber an Hollande fest.
  • thompson 18.11.2016 20:43
    Highlight Highlight SP eh nicht mehr wichtig...
    Wir brauchen keine Leute die Geld ausgeben, sondern die es verdienen. Die SP hat die Arbeiterschicht verloren. Ein elitärer Club voller Streber will niemand.
    Eine Partei die auf Bruxelles hören will sollte eigentlich verboten werden.
    • R&B 18.11.2016 21:10
      Highlight Highlight Die SP ist nicht elitär. Die Reichen und CEOs sind elitär. Wir brauchen eine SP, die dafür sorgt, dass Arbeitnehmer für Ihren Job gut bezahlt werden und dass Reiche wieder Steuern bezahlen. Die Reichen und CEOs haben lange genug den Staat und die Arbeitnehmer abgezockt.
    • phreko 18.11.2016 21:27
      Highlight Highlight Wie kommt es, dass links regierte Städte eine ausgeglichene Rechnung präsentieren?
    • FrancoL 18.11.2016 23:51
      Highlight Highlight @Tompson; Im Gegensatz zur SP ist Ihr Kommentar tatsächlich unwichtig, mehr gibt es nicht zu sagen zu einem Null-Kommentar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jol Bear 18.11.2016 20:03
    Highlight Highlight Man sollte den radikalen Islam kritisieren dürfen, Zuwanderung hinsichtlich Ressourcenverbrauch kritisieren dürfen, soll Ängste der "Verlierer" ernst nemen usw. Und im Artikel schreibt Peter Blunschi aber trotzdem: "In Europa sind es die Migrationsströme, ausgelöst durch Personenfreizügigkeit und Flüchtlingsbewegungen, die Abwehrreflexe erzeugen. Rassismus ist ein wichtiges Element des Trump-Faktors." Also bleibt es wie gehabt? Eben doch alles Rassisten?
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 18.11.2016 23:56
      Highlight Highlight Wenn man den Selbstschutzinstinkt einer Nation als Rassismus betrachtet, dann sind alle Menschen Rassisten von Geburt an.
  • Moti_03 18.11.2016 19:06
    Highlight Highlight Liebe Leser, flankierende massnahmen sind gut und recht. Aber die Frage ist, was bedeutet das? Ich denke alle sind für gute Mindestlöhne, aber was passiert mit dem grossen, nächsten Brocken der Skala (Mittelstand) ? Die löhne stagnieren seit Jahren! Früher hast du bei einem jobwechsel mehr Lohn bekommen, heute musst du froh sein wenn du den gleichen Lohn erhältst ( gleiche Funktion beim Wechsel). Bsp Maler 2006: 6000 Fr. /Monat, 2016: 5800 im Monat (3 artbeitgeberwechsel in dieser Zeit). Monatliche fixkosten sind in 10 Jahren aber massiv gestiegen.
    • FrancoL 18.11.2016 20:33
      Highlight Highlight Es geht nicht nur um die untersten Löhne es geht um eine ausbalancierte Entlöhnungsstruktur die weit in den Mittelstand hineinreicht; Eben eine faire Lohnpolitik und diese MUSS politisch gestütz werden denn nur wenige Unternehmer werden diese unbedingt nötige Fairness aufbringen.
      Es gilt aber auch auf der Arbeitnehmerseite Fairness walten zu lassen. So wie es unfaire UN gibt, gibt es eine ganze Menge Arbeitnehmer die schlichtwegs nicht einmal ihren kleinen Lohn rechtfertigen können. Unfairness bei der Leistung ist auf beiden Seiten auszumachen.
    • Moti_03 18.11.2016 21:16
      Highlight Highlight Franco: dieses mal bin ich mit dir einig :-) ich wollte nur aufzeigen, dass das ganze mit der Nachfrage und Angebot zu tun hat, etwas alltägliches, ganz normales. Wenn du viel Auswahl hast, findest immer einen. Wenn aber die Kandidatenanzahl begrenzt ist, muss du als Arbeitgeber bessere Konditionen bieten, dass jemand zu dir kommt. Dies ist aber so nicht mehr gegeben. Auch von den linken habe ich für dieses Problem noch keine Lösung / Vorschlag gehört. Für das hätte auch die 1:12 leider nichts gebracht. Es kann auch mit regeln nichts geändert werden, da alle Berufe / Funktionen ngleich
    • FrancoL 18.11.2016 22:10
      Highlight Highlight @Moti; Es geht doch uns Linken nicht um klare Tabellen und haar genaue Schnittstellen und den ultimativen Lohnalgorithmus.
      Es geht doch um FAIRNESS oder eine demokratische Komponente in der Wirtschaft die es ermöglicht mit Arbeit ein Menschen würdiges Dasein zu fristen ohne dass man ständig sich finanzielle Sorgen machen muss wenn man eine dem Beruf entsprechende gute Leistung erbringt. Die Gleichmacherei ist schon lange aus den Köpfen der linken Mehrheit verschwunden. Ich hätte aber auf der Gegenseite mehr Solidarität, mehr Sinn für faire Entlöhnung erwartet, das ist aber nicht eingetroffen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • gnp286 18.11.2016 18:15
    Highlight Highlight Tjaah, wenn die Linke die Sorgen der Leute nicht beackert, dann macht es halt jemand anderes, aber halt auf seine Art und Weise.

    Beispiel: Solange die Linke nicht auch die negativen Folgen der Zuwanderung beleuchtet, überlässt sie das Feld der SVP, welche *nur* die negativen Folgen beleuchtet.

    Sich nur mit seinen Themen in der Ecke einigeln und warten, bis die Leute in die Selbe Ecke kommen funktioniert halt nicht, auch wenn die Ideen gut und ethisch sind.
    • gelb 18.11.2016 19:11
      Highlight Highlight Die Sorgen der Leute werden sehr wohl ernst genommen. Sie haben es leider nicht geschafft, der «sorgenden» Bevölkerungsteile, klar zu machen das nicht der französische Grenzgänger, welcher für 3000.- arbeiten geht, an der wirtschaftlichen Misere Schuld ist. Sondern die bürgerliche und konservative Mehrheit in der Regierung.
    • gnp286 18.11.2016 19:27
      Highlight Highlight @gelb: Die bürgerliche Mehrheit ist Mehrheit weil sie ihren Wählern verkaufen kann, dass ihre Probleme ernst genommen werden. Die Linke hat das nicht geschafft. Es wird meistens auf Genderthemen, Rassismus et.al. herumgeritten. Klar sinds auch wichtige Themen aber die 'drücken' im Moment nicht so.

      Ich denke auch nicht, dass die meisten Leute mit der PFZ ein wirkliches Problem haben, sondern mit z.B. den Drogendealern aus Nordafrika oder Leuten aus Eritrea. Hier müsste man z.B. anfangen zu differenzieren, aber nicht mal das tut die Linke. Aber stattdessen: 'Mimimi die bürgerliche Mehrheit!'
    • FrancoL 18.11.2016 20:56
      Highlight Highlight @gnp286; Geht es im Leben und bei einer nachhaltigen Zukunft ums VERKAUFEN?
      Entschieden nein, denn es gibt nichts zu verkaufen sondern es geht um vernünftig und nachhaltig zu HANDELN um Verantwortung zu übernehmen und das hat wahrlich nichts mit verkaufen zu tun. Die Linken müssen solche "Verkäuferlis Spielerei" den Populisten überlassen, aber mit Nachdruck Programme an den Start bringen die das "Verkäuferlis-Spielen" als eine SPIEL entlarven.
      Die Linken müssen mehr als nur den täglichen Kampf gegen Rechts an den Start bringen, mehr Mut zu Forderungen wie Solidarität und Fairness zeigen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kookaburra 18.11.2016 18:06
    Highlight Highlight Natürlich ist Klassenkampf gut und nötig solange die Schere sich weiteröffnet.
    Aber wie der SP das noch gelingen soll, nachdem sie sich seit 20 Jahren immer mehr von der Arbeiterschicht entfernt hat, ist mir schleierhaft.
    Es wirkt eher höhnisch wie authentisch. Die SP Wähler sind (oft auf Kosten der Allgemeinheit) Heute gehobene Mittelschicht und nicht mehr Arbeiter.
    Wie soll noch jemand glauben, dass man Klassenkampf für "unten" macht, wo doch die Erfahrung gezeigt hat, dass die SP zuerst und am meisten für ihre Pfründe tut. (Sozialindustrie, Lehrer, Intellektuelle...)
    • gelb 18.11.2016 19:05
      Highlight Highlight Hier wird wieder mal mit populistischen Schlagwörter um sich geschossen. Keine andere Partei hat sich mehr für die Arbeiter eingesetzt als die SP. Nur ein paar Stichworte: Bekämpfung von der Schuldenbremse, AHV Plus, Mindestlohn, flankierende Massnahmen, Referendum USRII und III, Einheitskrankenkasse etc.
      Nur weil die Wähler zur oberen Mittelschicht gehört, heisst es nicht das sich die Partei nicht für die Unter- und Mittelschicht einsetzen darf. Weshalb sollte eine Partei der reichen Elite (SVP) für einen Arbeiter authentischer sein?
      Das mit den eigenen Pfründen musst du mir zuerst erklären.
    • Kookaburra 18.11.2016 19:28
      Highlight Highlight Klar kann sie es versuchen, aber ich nehms ihr nicht mehr ab.

      Die SP hat durch ihre Immigrationspolitik mehr gegen den Arbeitnehmer getan, wie es rechts je gekonnt hätte.

      Politik ist immer eine Wahl des kleineren Übels und der linke Anti-Protektionismus ist unterdessen das grössere Übel, wie die Heute nicht mehr mehr korrupte oder wirtschaftshörigere Rechte.

      Beide verarschen uns, aber rechts verkauft "nur" den Arbeiter und nicht auch noch das Land und die Zukunft.
  • Skeptischer Optimist 18.11.2016 18:05
    Highlight Highlight Leider bleibt Blunschi bei seinen Ueberlegungen in der Komfortzone des Kommentariats: Ein bisschen Xenophobie tolerieren, dann bleibt der Wutbürger am Ende brav. Ich selber denke dass es andere Ansätze bracht, auch wenn diese auf bereits bekannten Konzepten aufbauen. Levrat's Ansatz die SP kämpferischer aufzustellen ist stringenter als der Versuch den Rattenfängern der äusseren Rechten teilweise Sukkurs zu geben. Der Umstand, dass dies Politikern wie Jositsch und Bruderer nicht passt, spricht eher dafür als dagegen, sind diese doch das Aequivalent des Clinton Flügels. Wir brachen mehr Sanders.
  • Gurgelhals 18.11.2016 18:02
    Highlight Highlight Teil 2. Dass Linksliberale, die nicht mehr über Wirtschaft sprechen wollen und sich nur noch auf “weiche” kulturpolitische Fragen beschränken, als weltfremde Akademiker-Elite wahrgenommen werden und irgendwie auch gehörig nerven können, kann ich nur zu gut nachvollziehen. Trotzdem ist es nicht diese Elite, welche die Wirtschaftspolitik der letzten 30 Jahre zu verantworten hat. Es müsste doch möglich sein, eine zeitgemässe linke Politik irgendwo jenseits von verstaubt anmutenden, klassenkämpferischen “altlinken” und abgehobenen “kulturlinken” Positionen zu formulieren. Aber wie?
    • rodolofo 18.11.2016 20:52
      Highlight Highlight Die Sozialdemokratie gehört eigentlich zur Mitte, wird aber von den Bürgerlichen Mitte-Parteien nicht als solche wahrgenommen und akzeptiert.
      Viel lieber machen diese Bürgerlichen von der FDP und der CVP gemeinsame Sache mit den Rechtsnationalen von der SVP und rümpfen die Nasen, wenn Christian Levrat, oder sonst jemand von der SP etwas sagt.
      Die SP sitzt also sozusagen zwischen Stuhl und Bank, braucht sich aber deswegen nichts vorzuwerfen!
      Wenn FDP, CVP und SVP zusammen den Bürgerlichen Schulterschluss zelebrieren, dann wird die bünzlige Einfamilienhaus-Agglo-Idylle mit Zweitwagen Tatsache.
    • geissenpetrov 18.11.2016 23:26
      Highlight Highlight Einer der das ganz gut in Worte fassen kann ist Reiner Mausfeld. Guckst du hier:
      Play Icon

      Ab 11' zum Thema "Elite" und "Neoliberalismus"
  • Gurgelhals 18.11.2016 18:02
    Highlight Highlight Teil 1. Die Krux ist doch, dass die Linke, wenn sie sich wirtschaftspolitisch konsequent links positioniert, als ewiggestrige Kommunisten und damit als sowieso unwählbar abqualifiziert wird (s. Linkspartei in DE oder Labour in GB). Wenn sie sich hingegen linksliberal positioniert, d.h. neoliberal-globalisierte Wirtschaftspolitik nicht per se ablehnt, aber sie immerhin sozialdemokratisch etwas abfedern möchte, wird sie von links als Verräter gebrandmarkt und von rechts in perverser Weise als Hauptverantwortlicher für die negativen Folgen einer *von rechts* bestimmten Politik verunglimpft.
    • FrancoL 19.11.2016 00:04
      Highlight Highlight Was heisst wirtschaftspolitisch sich konsequent links positionieren? Du scheinst der Meinung zu sein dass ein UN mit einer etwas ausgeglichener Lohnstruktur offensichtlich sich nicht am Markt behaupten kann. Dem ist nicht so, es ist eher umgekehrt; Ein Unternehmer mit etwas ausgeglicheneren Lohnstruktur bringt dem Markt mehr weil die einzelnen Lohnnehmern mehr am Markt sind und zudem die Anfälligkeit der Lohnnehmer durch die Maschen zu fallen und den Staat zu belasten geringer ist. Konsequente linke Wirtschaftspolitik basiert sich auf sozialer Verantwortung und dies auch bei globalem Handeln.
  • Richu 18.11.2016 17:37
    Highlight Highlight Bin überrascht, dass dem Journalisten Peter Blutschi gar nicht bekannt ist, dass die ursprüngliche Heimat des französischen Premierminister Manuel Valls gar nicht Frankreich ist. Valls wurde in Spanien geboren (Vater Spanier, Mutter Tessinerin) und hat sich später in Frankreich eingebürgert!
  • gecko25 18.11.2016 17:15
    Highlight Highlight solange gute und zuverlässige Arbeit nicht für den Lebensunterhalt ausreichen, solange ist ein Klassenkampf bitternötig.
  • geissenpetrov 18.11.2016 17:12
    Highlight Highlight Dem Artikel muss ich als Linker widersprechen.
    Es braucht die Utopie des Klassenkampfs. Es sind die Utopien, die das Progressive, das Linkssein, überhaupt erst ausmachen. Sich auf die Argumente der Rechten einzulassen, wonach Menschen in ihrem Wesen nicht gleichwertig sind, wäre am Ende eine Bankrotterklärung, im Kampf um eine gerechtere Welt.
    Man muss ja nicht mit Utopien versuchen einen Wahlkampf zu gewinnen. Stattdessen könnte man den Klassenkampf anders und einfacher versuchen zu erklären (Sender/Empfänger). Meines Erachtens eine grosse aber nicht unlösbare Aufgabe.
    • Richu 18.11.2016 18:34
      Highlight Highlight Man hat es beispielsweise bei der Abstimmung für ein bedingungsloses Einkommen gesehen, wie linke Anliegen von einer grossen Mehrheit der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger abgelehnt werden (im Aargau stimmten 81% mit NEIN dagegen).
    • rodolofo 18.11.2016 20:43
      Highlight Highlight Wobei in das Bedingungslose Grundeinkommen auch innerhalb der "Linken" sehr umstritten war.
      Es wurde nur von einem Teil der Linken unterstützt.
      Die anderen wollen lieber das bestehende Sozialsystem verbessern und ausbauen.
    • geissenpetrov 18.11.2016 23:03
      Highlight Highlight Dazu Sahra Wagenknecht:
      Play Icon

      Etwas ausführlicher in ihrem Buch "Reichtum ohne Gier"
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 18.11.2016 16:57
    Highlight Highlight An Meister Blunschi:
    ich lese gerne Ihre Artikel und finde Ihre Rückschlüsse zum grösseren Teil treffend.
    Darum meine einfache Bitte könnten Sie nicht einmal die Geschichte rund um die SP und dass sie (die SP) die Zuwanderung forciert etwas ausleuchten, den vielen die diesem Irrglauben folgen und den auch x-fach zu Besten geben könnte eine sauber Aufarbeitung der SP-Idee mit den flankierenden Massnahmen und das Abwürgen der flankierenden Massnahmen durch die Bürgerlichen ein wenig die Augen öffnen. Es wird sonst etwas trist immer diesen Unsinn zu den Linken und der Zuwanderung zu lesen.
    • Peter 18.11.2016 17:28
      Highlight Highlight Die SP "forciert" die Zuwanderung keineswegs. Dieses Märchen wird von Anhängern der SVP gerne verbreitet. Allerdings fällt es der SP sehr schwer, die negativen Folgen der Zuwanderung kritisch zu betrachten, um es vorsichtig zu formulieren. Es geht dabei nicht nur um den Arbeits- und Wohnungsmarkt, sondern auch um kulturelle Herausforderungen. Hier steht den Linken ihr Multikulti-Denken im Weg. Etwas mehr Realitätssinn wäre gefragt.
    • gecko25 18.11.2016 17:41
      Highlight Highlight @Peter. Dieser Antwort stimme ich vollumfänglich zu. Wieso jedoch nicht zu einem Klassenkampf aufgefordert werden darf, welche endlich faire, zeitgerechte Arbeitsverhältnisse herstellen würde, erschliesst sich mir hierbei nicht.
    • FrancoL 18.11.2016 17:52
      Highlight Highlight @Peter; Ja da hast Du recht mit einem dicken ABER:
      Wären die flankierten Massnahmen durchgesetzt worden, das Dumping bekämpft worden und einiges mehr was die SP forderte dann hätten wir weniger Zuwanderung und das Multi-Kulte-Denken hätte den nötigen Platz gehabt.
      Deine Begründung erinnert mich an eine Fussballmannschaft bei er der Präsident 20 zusätzliche Spieler verpflichtet und der Trainer dann den Zwist in der Garderobe schlichten muss. Gekündigt wird bei Misserfolg dem Trainer und nicht dem Präsidenten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 18.11.2016 16:38
    Highlight Highlight Mir bleibt manchmal ab solchen Sätzen nur das Kopfschütteln, weil sie alles andere als den Nagel auf den Kopf treffen:
    "Völker, hört die Signale? Die «kleinen Leute», die heute die SVP wählen, interpretieren den Klassenkampf gerade nicht als Unten gegen Oben, sondern Innen gegen Aussen"
    Woher nimmt man eine solche Sicht? ich weiss es nicht. Was ich feststelle und ich habe täglich mit vielen "kleinen Leuten" zu tun ist dass es IMMER noch ein Unten gegen Oben ist nur dass man heute der SVP mehr Kompetenz zuschreibt diesen Kampf zu führen. Ich höre ständig diese "Bonzen" und das von SVP-Büezern

    • Peter 18.11.2016 17:32
      Highlight Highlight Genau darum geht es: Diese Leute glauben, die SVP vertrete die Interessen der "kleinen Leute", während sie in Wirklichkeit Politik für die Reichen macht. Sie kommt damit durch, weil sie Ressentiments gegen Ausländer ausschlachtet. So lange die Linke darauf nur mit Empörung antwortet, statt sich konkret mit dieser Befindlichkeit auseinanderzusetzen, wird diese verzerrte Wahrnehmung nicht verschwinden.
    • FrancoL 18.11.2016 17:43
      Highlight Highlight Un wie genau sollte sie reagieren? Mehr als die flankierenden Massagen konnte die Linke in der krassen Minderheit nicht stützen. Und dies hätte auch gut interpretiert voll auf genügt um die Zuwanderung seit Jahren tiefer zu gestalten. Aber es ist eben ein Markenzeichen der Rechten ALLE linken Massnahmen abzuwimmeln und dann noch die Frechheit zu haben die Schuld den Linken in die Schuhe schieben zu wollen. Was die SP tat war doch nicht mehr als zu fordern dass man mit Menschlichkeit den Fremden gegenüberreagiert und nicht diese für die Schweizer Wirtschaftslogik verantwortlich macht.
    • FrancoL 18.11.2016 17:48
      Highlight Highlight @Peter; Ich frage mich manchmal auch welche Befindlichkeiten man da berücksichtigen soll. Die Befindlichkeiten von Büetzern die die SVP wählen und von denen nach Strich und Faden belogen und hintergangen werden.
      Nein Danke solche Befindlichkeiten brauche ich wirklich nicht zu spüren oder gar zu berücksichtigen. Und wenn diese Leute glauben dann sollen sie doch einmal den Glauben hinterfragen und das Handeln der Unternehmer einmal unter die Lupe nehmen, ist ja heute nicht so schwer wo alles ordentlich gut lesbar (damit meine ich nicht den Blick) auf dem Tisch liegt.
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  • gelb 18.11.2016 16:18
    Highlight Highlight Analyse von Volker Pispers
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    • gecko25 18.11.2016 17:04
      Highlight Highlight besser kann man es nicht formulieren. Dass der gute Herr Blunschi den Klassenkampf ablehnt und nicht die Hand beisst die ihn füttert, ist jedoch auch verständlich, aber nicht minder erbärmlich.
  • dracului 18.11.2016 16:16
    Highlight Highlight Für scheint die Sonne heller und es gibt sogar einen Regenbogen, wenn ich solche Artikel lese! ☺️ Schöner Einblick, wie die SP funktionieren könnte. Ich frage mich, ob die SP noch in Kontakt mit dem Arbeitsmarkt steht? Die Unternehmer können beliebig ins Ausland und inländische Jobs an Ausländer vergeben, sogar Bundesbetriebe bauen ab, die Ü50 werden diskriminiert, Frauen verdienen noch immer weniger, die Unia-Führung sextingt, AHV ungelöst, KK-Beiträge explodieren etc. Wo zum Teufel ist die SP bloss hin? Ein paar fragwürdige Juso-Aktion und Tweets von Wermuth reichen einfach nicht mehr!
    • pun 18.11.2016 17:16
      Highlight Highlight Flankierende Massnahmen werden von bürgerlichen Kantonen nicht oder zu wenig kontrollierte und ein Ausbau im Parlament blockiert, AHV+ und einheitskrankenkasse abgelehnt, rentenalter 65 für alle trotz widerstand der sp mit dem Lohnungleicheitsargument. Die SP kann bei diesen Mehrheitsverhältnissen auch nicht zaubern. ;-)
  • blabla.. 18.11.2016 16:15
    Highlight Highlight Ich finde es sehr verwunderlich, dass die Linke als "die Elite" angesehen wird. Die rechts-bürgerlich Mehrheit welche wir in der Schweiz schon immer haben ist für die aktuelle schieflage der Gesellschft verantwortlich. Das die Linke immer auf die negativen Konsequenzen hingewiesen haben und Massnahmen dagegen gefordert haben( Flankierende Massnahmen bei der PFZ) wird Vergessen. Diese wurden von SVP ind FDP abgelent. Links-Grün betreibt eine Politik für eine Nachhaltige und Gerechte Gesellschaft überall. Die Rechte kämpft für den erhalt der Privilegien der Elite von welcher sie ein Teil sind.
    • R&B 18.11.2016 16:22
      Highlight Highlight @blabal...: Toller Kommentar. Sehe ich auch so.
    • rodolofo 18.11.2016 16:48
      Highlight Highlight Natürlich gibt es auch "linke Seilschaften", oder "grünen Filz", denn das alles hat auch mit Sozialleben und Netzwerken zu tun.
      Und auch innerhalb der "linken" Biotope gibt es Persönlichkeiten und Charakteren, die sich gut vertragen und ergänzen und solche, die sich überhaupt nicht vertragen und die deswegen Intrigen spinnen und "missliebige Elemente" rausekeln!
      Im Verlauf meiner "Alternativen Kariere" habe ich sehr vieles erlebt.
      So wie's jetzt aussieht, hat meine Lebensgeschichte ein Happy End, weshalb ich versöhnlich und lachend zurück schaue auf all die Dramas und Knörze.
      So ist das Leben!
    • geissenpetrov 18.11.2016 17:14
      Highlight Highlight Ich denke auch, dass das eigentliche Zentrum der Macht bei den wirtschaftlichen Eliten liegt. Diese Elite ist alles andere als Links.
  • gelb 18.11.2016 16:14
    Highlight Highlight Teil 1:
    Das dies den linksliberalen Personen nicht zusagt war ja klar. Dabei ist sie mitschuldig am Erfolg der Rechtsnationalisten. Es gibt hunderte Gründe weshalb die Rechtspopulisten Erfolg an Erfolg buchen. Aber meiner Meinung nach gibt es zwei Hauptgründe weshalb das so ist. Seit den 80er, der Beginn als die Neoliberalen in den USA und GB an die Macht kamen, erodiert der Mittelstand und eine Egokultur wurde aufgebaut. Der ökonomische Abstieg der Mittelschicht war auch die Hauptursache für den Brexit und die Trump Wahl. Der zweite Hauptgrund ist die Empfänglichkeit von einfachen Lösungen.
  • gelb 18.11.2016 16:14
    Highlight Highlight Teil 2:
    Die Populisten sind Rattenfänger die mit ihrem schwarz, weiss Denken einfache Lösungen präsentieren, in einer Welt die sehr komplex ist.Weshalb sind die linksliberalen Parteien mitschuldig?Viele Sozialdemokratische Parteien,in Europa,haben sich zur Mitte verschoben, deshalb kamen diese Ende der 90er an die Macht. Sie haben die neoliberale Agenda mitgetragen, ausgebaut, haben in illegalen Kriegen mitgewirkt und einen Überwachungsstaat aufgebaut. Aber der Klassenkampf war nie Tot, im Gegenteil. Seit dem neoliberalen Zeitalter und nach der Finanzkrise, braucht es ihn dringender denn je.
    • Amboss 18.11.2016 17:15
      Highlight Highlight Trump und die europäischen Populisten versprechen nicht die "einfachsten Lösungen".
      Sie versprechen folgendes: Dass die Politik wieder die Wirtschaft lenkt, und nicht umgekehrt."
      Und das muss gerade linken Parteien schon zu denken geben. So vieles, ist heute "alternativlos", aber ist für die Bevölkerung nicht unbedingt positiv - die linken Parteien sind da voll mit drin.
      Beispiele: Euro, Freihandel, Zuwanderung. Alles fremdbestimmt. Die Wirtschaft bestimmt, nicht die Politik sagt, was oder wieviel gut ist.

      Trump und co versprechen, aus dieser Handlungsunfähigkeit auszubrechen.
    • Daniel Caduff 18.11.2016 18:21
      Highlight Highlight @Amboss

      Ich wäre 200% dafür, wieder der Politik die Deutungsmacht über die Wirtschaft zu geben. In der CH war der Tiefpunkt diesbezüglich mit der Rettung der UBS erreicht. Innert kürzester Zeit konnten Milliarden bereitgestellt werden und Verfassung u. Gesetze ausser Kraft gesetzt werden. Ohne Referendum, ohne Abstimmung...

      Mehr Kontrolle geht aber nur mit mehr int. Kooperation, da die Unternehmen sonst die Nationalstaaten immer weiter gegeneinander ausspielen.

      Die Frage ist doch: Wieso glaubt man Wirtschaftsvertretern (Trump, Blocher...) dass sie daran ein Interesse hätten?
    • Amboss 18.11.2016 20:41
      Highlight Highlight @caduff: Wenn du mit "Kooperation" die EU meinst, dann liegst du falsch. Die Wirtschaftsverteter müssen dank der EU nur an einer Stelle lobbyieren statt bei 30 Regierungen. Und können dennoch die Staaten gegeneinander ausspielen.

      Figgi und Mühli für die Wirtschaft!!

      Es wäre gerade für die Linke an der Zeit, sich von der naiven "EU ist ein Friedensprojekt" -Romantik zu verabschieden und die EU zu sehen als das, was die wirklich ist: Eine vom Kapital regierte, undemokratische Institution.
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  • Kookaburra 18.11.2016 15:57
    Highlight Highlight Links sollte sich zuerst einmal all der systemischen Widrigkeiten ihrer Ideologie bewusst werden. Und herausfinden, wieso sie von so vielen als die eigentlichen "Faschisten" empfunden werden.
    • Daniel Caduff 18.11.2016 16:04
      Highlight Highlight Klär uns auf bitte.
    • Platon 18.11.2016 16:12
      Highlight Highlight Und wie immer stellt sich mir die Frage: Woher habt ihr diesen Stuss her? Den Linken vorzuwerfen sie seien die Elite (wie au immer bei knapp 30%) und dann auch noch systemische Widrigkeiten. Bevor ihr uns kritisiert, seid doch so lieb und schaut euch mal an was und auf welchem Weg wir es wollen. Ich verspreche es ist alles konsistent. Im Gegenzug versuchen wir uns dann alle Mühe zu geben, euch zu verstehen. Vielleicht legen sich dann bei mir eure viel gravierenderen systemischen Widrigkeiten.
    • Kookaburra 18.11.2016 16:31
      Highlight Highlight Widrigkeiten:

      SP sagt sie sei für Arbeiter und gegen die Wirtschaft, aber sie tut alles für das Wirtschaftsgebilde EU und durch die bedingungslose Zuwanderung gegen die Arbeiterschicht.

      SP sagt sie sei für Nachhaltigkeit, macht aber durch die Zuwanderung wegen der Erschaffung der Sozialsysteme als Schneeballsysteme das Gegenteil.

      SP will bessere Bildung aber ohne den Anteil Migranten und Ausländer, hätten wir schon längst doppelt so viel Lehrpersonen zur Verfügung.

      Für jeden Schritt nach vorne, zwingt uns die Linke Ideologie zwei zurück auf...
    Weitere Antworten anzeigen
  • R&B 18.11.2016 15:09
    Highlight Highlight Der Trump-Schock hat einige aufgerüttelt und ich hoffe, dass dies nun endlich zu einer Wende führt. Ich finde auch, dass der Grund der Unzufriedenheit in der schlechten Entlöhnung für Arbeit und immer grössere Steuerlast des Mittelstandes zu finden ist. Die Verursacher, die Reichen, wollen dies nicht ändern. Ich hoffe, dass das Positionspapier der SP Früchte trägt und sich die SP nicht intern zerfleischt, weil der superlinke Flügel realitätsfremd ist. Slogans wie "Lohnerhöhung nicht nur für die GL" oder "Auch Reiche sollen Steuern zahlen" funktionieren vielleicht besser, als "Klassenkampf".
  • Rabbi Jussuf 18.11.2016 15:06
    Highlight Highlight Das sind ja sehr späte Einsichten der Linken.
    Dabei hätte ein Umdenken schon vor Jahren, wenn nicht Jahrzehnten stattfinden müssen.
    Jetzt fehlen noch die Grünen. Dauert es da noch ein Jahrzehnt länger????

    Klassenkampf? Bitte, das ist unterste Schublade der Mottenkiste. DIESE Klasse gibt es spätestens seit den 90ern des letzten Jahrtausends nicht mehr.
    Und Marx ist auch schon lange tot...
    • http://bit.ly/2mQDTjX 18.11.2016 15:54
    • rodolofo 18.11.2016 15:59
      Highlight Highlight Da muss ich Dir leider widersprechen.
      Geh mal in irgendein "3.Welt-Land"!
      Dann wirst Du auf den Klassenkampf treffen und auf die äusserst brutalen Methoden, mit denen die dortigen Régimes auf Versuche Gewerkschaftlicher Organisation reagieren!
      Wegen der brutalen Unterdrückung von NGO's und Gewerkschaften haben sich militante Guerillas gebildet, die mit der Zeit Mafia-ähnliche Strukturen und Praktiken entwickeln.
      Wenn die Herrschende Klasse die Mehrheit der Bevölkerung übervorteilt und ausschliesst, dann muss sie sich "einbunkern" weil dann die Kriminalität und der Terrorismus Oberhand nehmen.
    • Maracuja 18.11.2016 16:00
      Highlight Highlight Marx ist tot, die Arbeiterklasse hierzulande weitgehend verschwunden (in Ländern wie Bangladesh aber immer noch lebendig, auch wenn schweizerische Konsumenten nicht wahr haben wollen, wie ihre Textilien produziert werden). Und trotzdem gibt es auch in der Schweiz immer noch soziale Konflikte. Eine Linke, die diesen Konflikten ausweicht (Ökologie und gesellschaftliche Liberalisierung sind dankbarere Felder) oder auf gestrige Klassenkampfrhetorik zurückgereift, wird keine Zukunft haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Samy Kulturattentat D 18.11.2016 14:53
    Highlight Highlight Eben nicht. Die Welt hat kaum eine aktive Linke aber eine sehr aktive Rechtsaussen. Nur wenn sich die Bandbreite auch gegen Links öffnet gibt es eine wirkliche Mitte. Man soll den Leuten erklären dass die Banken und Bonzen die Kriege geführt und Menschen unterdrückt haben und damit das Chaos ausgelöst haben. Nicht die Migranten sind schuld wenn du deine KK nicht bezahlen kannst sondern der Arsch der sich in der Chefetage de Wanst voll schlägt. Es ist ein Krieg Reich gegen Arm nur haben es die Armen noch nicht realisiert und bekämpfen sich gegenseitig. Zeit für Klassenkampf!
    • rodolofo 18.11.2016 15:08
      Highlight Highlight Was passiert, wenn alle Bienen gemeinsam auf den Imker losgehen und ihn zu Tode stechen?
      Das Bienenhaus wird mit der Zeit verlottern.
      Die Varroa-Milbe wird sich massenhaft vermehren, da sie nicht mehr vom Imker bekämpft wird.
      Dafür können die Bienenvölker, welche trotzdem überleben, ihre Honigvorräte für den Winter behalten und müssen nicht den billigen Zuckersirup schlürfen, den ihnen der Imker im Herbst jeweils als Ersatznahrung für die abgeräumten Honigwaben spendiert...
      Vor- und Nachteile einer Revolution der Bienen.
      Sollen sie den grossmäuligen Drohnen-Revolutionären wirklich folgen?
    • Shlomo 18.11.2016 15:23
      Highlight Highlight Ach Stipps, vielleicht geht es den Asylbewerbern nicht zu gut sondern dir zu schlecht, mal darüber nachgedacht? Und warum geht es dir zu schlecht?
    • bokl 18.11.2016 15:30
      Highlight Highlight "Es ist ein Krieg Reich gegen Arm ..."

      Weltweit gesehen gehören aber 99% von USA und Europa zu Lager "Reich".
    Weitere Antworten anzeigen
  • Luca Brasi 18.11.2016 14:49
    Highlight Highlight Ein bekannter Politiker hat einst gesagt: "Der Revolutionär muss sich durch die Volksmassen bewegen, wie ein Fisch im Wasser."
    • Maracuja 18.11.2016 15:12
      Highlight Highlight Hoffentlich wollen Sie damit nicht antönen, dass die Linke das rote Büchlein aus der Rumpelkammer wieder hervorholen soll. Mao hat die Volksmassen benützt, verachtet und ihnen Leid zugefügt.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 18.11.2016 15:23
      Highlight Highlight „Der Revolutionär schwimmt im Volk wie ein Fisch im Wasser“
      - Mao Zedong.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Guerilla#Merkmale

      Die modernen Guerillas beziehen diesen Spruch allerdings mehr auf ihre Tarnung als auf ihre Daseinsberechtigung.

      Dazu passend ein anderes chinesisches Sprichwort:

      "Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom."
  • rodolofo 18.11.2016 14:46
    Highlight Highlight Ich sehe einen Dritten Weg zwischen Casino-Raubtierkapitalismus und Staatskapitalismus, nämlich die Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft, für die sich sowohl das "Linke Lager", als auch das "Mitte-Lager" einsetzen.
    Während "Rot-Grün" vor allem auf staatliche Regulierungen und Förderungen mit Bonus/Malus-Systemen setzt, verlässt sich "Schwarz-Dunkelgrün-Gelb" auf freiwillige Privat-Initiativen.
    Beide Wege haben das selbe Ziel: Nachhaltigkeit!
    Und sie haben als Grund-Voraussetzung das Vorhandensein von Menschen, denen es nicht egal ist, was für eine Welt sie ihren Kindern hinterlassen.
  • pachnota 18.11.2016 14:43
    Highlight Highlight Eigentlich hätten sich ja besonders die Linken, gegen das Wirtschaftsprojekt EU wehren müssen. Das Gegenteil war der Fall. Noch heute möchte mehr als die Hälfte der SP Mitglieder dringend in diesen Club.
    Die Personenfreizügikeit ist ein Alptraum für jeden Stellensuchenden, und ein Grund zum Jubeln für jeden Chef. Die SP ist, (besonders unverständlich) dafür. Die Genossen verraten damit ihre auf,s gröbste, ihre Wähler.
    Die fast gespenstig anmutende Unterwerfung, dem Islam gegenüber (auch von Feministinnen) macht die Situation noch dramatischer.
    Die SP ist heute (leider) eine kaputte Partei.
    • rodolofo 18.11.2016 17:48
      Highlight Highlight Die "Linken" sind von DIESER EU alles Andere als begeistert!
      Ähnlich wie die Schweiz, welche eine Art "Miniatur-Europa" ist, sind in der Europäischen Union EU-finanzierte Rechtsnationale Kräfte daran, die Hand, welche sie füttert, zu beissen und die Politischen Prozesse wo immer möglich durch destruktive Sabotage lahmzulegen und zu schädigen.
      Wir haben es hier mit einer sehr perfiden Art von "Sozialschmarotzern" zu tun, die wir auch in der Schweiz sehr gut kennen.
      ...


    • rodolofo 18.11.2016 18:32
      Highlight Highlight ...
      Da die heutigen Gross-Probleme, wie der Klimawandel, oder der Terrorismus, nicht mehr national gelöst werden können, braucht es aber die Internationalen Institutionen.
      Sie werden umso besser zusammenarbeiten, je weniger "Rechtsnationale" in ihnen mitwirken.
      Dass wir darauf hoffen, aber nicht wetten können, beweisen der Putsch von Erdogan's AKP nach dem merkwürdigen "Putschversuch" und dem überraschenden Wahlerfolg von Trump.
      Die Hoffnung stirbt zuletzt, kurz nach der Europäischen Union...
  • MacB 18.11.2016 14:32
    Highlight Highlight I love Blunschi!
  • Schneider Alex 18.11.2016 14:32
    Highlight Highlight SP-Papier zum Wechsel des Wirtschaftssystems: Visionen schrecken auf!

    Wenn die SP-Linke den courant normal der Schweizer Politik stört und über Grundsätzliches nach- und über die nächsten Wahlen hinausdenkt, erzeugt dies bei den konventionellen Medien Alarmstimmung. Den Jungen gibt das aber Hoffnung, mit der Politik auch grössere Brocken bewegen zu können. Allerdings sollte die Partei auch über ihren sturen Internationalismus nachdenken, der ihnen in den letzten Jahren zu diversen Abstimmungs- und Wahlniederlagen verholfen hat.
  • winglet55 18.11.2016 14:25
    Highlight Highlight Die Linke Politik hat Angst die Dinge beim Namen zu nennen. Man ist zu stark auf Geschlechterspezifische Themen beschränkt, man verlangt nach Quoten in Vorständen, Firmenleitungen usw. Nur im richtigen Leben brauchen wir keine Quoten, sondern Leute die ihren Job verstehen! Kriminelle Ausländer gehören ausgeschafft, auch wenn ihr Leben in ihrem Heimatland bedroht ist, sonst verkommt unser Rechtssystem zur Lachnummer! Während die Rechte erfolgreich die Ängste der Leute bedient, mit Messer-/Schaf-/Marschstiefel Inseraten, ist die Linke in der Weichspühlabteilung unterwegs.
    • Alex_Steiner 18.11.2016 14:46
      Highlight Highlight @winglet55: Lustig das du von unserem Rechtssystem sprichst ohne eine Ahnung davon zu haben. Unser Rechtssystem basiert auf Vergebung und Reintegration. Nachdem die Strafe abgesessen ist, ist man wieder frei.

      Wenn du davon ausgehst, dass jeder Verbrecher wieder ein Verbrechen begeht – warum lässt man sie dann wieder raus? Warum nicht gleich alle erschiessen? Geht es vielleicht gar nicht um Verbrecher - sondern nur darum möglichst viele Ausländer auszuschaffen?
    • PenPen 18.11.2016 14:55
      Highlight Highlight ach Alex. Du wiederspiegelst genau die Idiologie welche den rechten in die Hände spielt.
    • Alex_Steiner 18.11.2016 15:03
      Highlight Highlight @PenPen: Willst du das etwas genauer ausführen? Oder willst du mir sagen, dass die Allgemeineheit will das man alle Verbrecher umbringt?
      Da gabs mal so einen der etwas von Sünden vergeben gefasselt hat. Wer war das nochmal? Ach... sicher niemand wichtiges.
    Weitere Antworten anzeigen
  • D(r)ummer 18.11.2016 14:17
    Highlight Highlight Sehr treffend. Vielen Dank. Leider aber wird "Innen gegen Aussen" Medial sehr ausgiebig gepflegt (Politiker-geschwafel, "Asylkrise"), während das "Unten gegen Oben" noch keine massentaugliche Eckpunkte (z.B. Aktionäre/Investoren = "Systemrelevante" Schmarotzer?) überzeugend hervorheben konnte.
    Das leicht beglückbare Gemüt eines SVP-Wählers wird in seinen analytischen Fähigkeiten unterschätzt. Man weiss ja was es heute braucht... Einen Erklärer oder ein Ereigniss, das "Unten gegen Oben" dem "Innen gegen Aussen" locker überordnen kann. Selbstreflexion gibt es bei Rechten, leider selten.


  • Maracuja 18.11.2016 14:12
    Highlight Highlight Interessant wie sich Linke jetzt den Kopf zerbrechen, was sie alles anders machen müssten. Gleichzeitig hört man nichts dergleichen von den (Neo)liberalen, obwohl HC ihre Kandidatin war und ihre Ideologie hauptsächlich dafür verantwortlich ist, dass sich so viele Menschen zu den Globalisierungsverlierern zählen. Die Liberalen quält kein schlechtes Gewissen, im Gegenteil sie fordern in Foren noch mehr von ihrer bitteren Medizin. In diesem Sinn finde ich es gut, wenn sich die Linke endlich wieder von den Liberalen absetzen, die sozialen Fragen werden in nächsten Jahren dringender.
  • rodolofo 18.11.2016 14:08
    Highlight Highlight ...
    Die Genossenschaftliche Struktur kann nur dann funktionieren, wenn sich die Genossenschafter aus dem Tagesgeschäft heraushalten und wenn die MitarbeiterInnen professionell arbeiten und entlöhnt werden.
    Auch der linke Traum von der Selbstverwaltung scheiterte also am "Alten Menschen" und seinem äffischen Theater.
    Wo aber die Demokratie hingehört, und zwar von der Gemeinde-Basis bis zu den Internationalen Institutionen, soll diskutiert und debattiert werden und müssen mehrheitsfähige Lösungen gefunden werden!
    Regulierungen, die einen ökologischen und sozialen Standard fördern, sind sinnvoll.
  • Prof. Dr. Dr. D. Trump 18.11.2016 14:04
    Highlight Highlight Ich zähle zum Mittelstand die Mehrheit der Mitbürger, die weder von den Zinsen ihres Kapitals, noch vom Sozialgeld leben, sondern von den Früchten ihrer Arbeit.
    Dieser Mittelstand ist dank neoliberaler Abzockerpolitik , und ebenso dank hyperhumanitärer Multikultijuhuipolitik in existenzbedrohende Bedrängnis geraten. Der Mittelstand kann nicht auswandern, das Kapital kann aber auswandern und die illegalen Einwanderer können per Asylantrag einwandern.
    Das führt zu unerträglichem Kosten- und Lohndruck. Starke Grenzen behielten das Geld drinnen und die Fremden draussen, was dem Mittelstand hülfe.
    • bokl 18.11.2016 14:26
      Highlight Highlight @Prof. Dr. Dr. D. Troll: Und wenn soll der Mittelstand nun wählen? Die Linken, welche die Grenzen für Menschen offen halten oder die Rechten, welche die Grenzen für das Kapital offen halten wollen?
    • Shlomo 18.11.2016 14:52
      Highlight Highlight Ach so ein f...ing bullshit. Kein Asylbewerber nimmt dir den Job weg. Der Job wird dem Mittelstand durch "hochqualifizierte" europäische Ausländer streitig gemacht die von der "bürgerlichen" Wirtschaft rekrutiert werden. Und gerade die Blochers (sowohl Vater als auch seine Kinder) sind das beste Beispiel. Sowohl bei der EMS als auch bei der Dotikon wird lieber der günstige ausländische Arbeitnehmer eingestellt als der teurere Schweizer.
    • bokl 18.11.2016 15:08
      Highlight Highlight "Kein Asylbewerber nimmt dir den Job weg"

      Wenn kein Asylbewerber jemandem den Job wegnimmt, hat es entweder sehr viele unbesetzte Jobs oder alle Asylbewerber werden Sozialhilfeempfänger...

      Es spielt keine Rolle ob PFZ-Zuzüger oder Asylbewerber. Jeder Kandidat mehr auf dem Arbeitsmarkt erhöht die Konkurrenz. Und Konkurrenz ist auch nicht per se schlecht. Ohne Konkurrenz gibt sich (fast) niemand mehr Mühe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 18.11.2016 14:02
    Highlight Highlight ...
    Alle historischen Erfahrungen der "Linken" mit Revolutionen sind also schlecht bis katastrophal.
    Und darum hat sich die Sozialdemokratie auch vom Kommunismus getrennt und einen "Weg der kleinen Schritte" in die Richtung einer "Sozialen und Ökologischen Marktwirtschaft" (mit Staatlicher Regulierung) entschieden, der auf die Menschliche Natur, wie sie nun mal ist, gebührend Rücksicht nimmt.
    Mehr Demokratie und Mitbestimmung in der Wirtschaft ist möglich und wünschbar, stösst aber insbesondere bei grossen und sehr grossen Betrieben rasch an Grenzen.
    ...
    • Griffin 18.11.2016 15:03
      Highlight Highlight Demokratie in den Betrieben meint, wenn von links gefordert, nicht das 'Zensus'-Wahlrecht der Aktionären, sondern, dass jeder Mitarbeiter des Betriebs einen gleichwertigen Anteilsschein & eine Stimme in seinem Betrieb besitzt. Ausserdem werden, ausser in sog. Konsumentengenossenschaften, keine Anteilshaber, die nicht im Betrieb arbeiten, zugelassen.
    • rodolofo 18.11.2016 16:33
      Highlight Highlight Dass eine Firma ihren MitarbeiterInnen gehört, ist möglich und funktioniert auch sehr gut, wie die Firma Spatz Camping AG in Zürich beweist.
      Jährlich erhalten MitarbeiterInnen zusätzliche Anteilscheine an ihrer Firma und haben dementsprechend immer mehr zu sagen als Aktionäre.
      Wenn sie den Betrieb verlassen, oder in Pension gehen, geben sie die Anteilscheine an die Stiftung zurück, die das Betriebsvermögen verwaltet und erhalten dann den Geldbetrag, den die Aktie dann wert ist.
      Dass diese Firma selbstverwaltet funktioniert, merke ich als Kunde daran, dass die Angestellten sehr motiviert sind.
    • Griffin 18.11.2016 17:15
      Highlight Highlight @andi Nun ich weiss nicht wie die SP diese Forderung durchsetzen will, die Variante mit der Enteignung der Aktionären wäre sicher der schnellste Weg, im aktuellen politischen Klima aber fast unmöglich.

      Ein anderer Weg kann sein, dass Genossenschaften ab bspw. 2018 die einzig erlaubte Organisierungsform von Betrieben ist &wer die Vorgaben nicht erfüllt wird staatlich, auch längere Übergangszeit möglich.

      Auch durch Regulierungen &erhöhte Steuern gegen AGs &GmbHs können Betriebe zum Handeln gezwungen werden. Wie die SP sich das aber vorstellt weiss ich nicht &bin gespannt auf ihren Vorschlag.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 18.11.2016 13:54
    Highlight Highlight Den Klassenkampf können wir getrost den Rechtsnationalen mit den Milliardären an der Spitze überlassen!
    Nach der Russischen Revolution wurden Klassenfeinde zum Strassenkehren abkommandiert, während grobschlächtige Partei-Offiziere in die Villen der enteigneten Grossgrundbesitzer einzogen.
    Pol Pots Khmer Rouge trieb die Stadtbevölkerung aufs Land hinaus...
    Solch Klassenkämpferisches Umpflügen der Verhältnisse führte dazu, dass alle am falschen Platz waren.
    Die Strassenkehrer waren überqualifiziert und die neuen Manager waren unterqualifiziert.
    Und die Städter verhungerten auf dem Land.
    ...
    • Griffin 18.11.2016 15:09
      Highlight Highlight Es verwirrt mich wenn von rechtem Klassenkampf gesprochen wird, denn der erste Rechte der fordert, dass die Kapitalisten enteignet werden sollen muss ich erst noch sehen.
      Was meint rechter 'Klassenkampf' somit? Klassenkampf gegen unten? Das ist rechte Politik sowieso schon...
      Klassenkampf gegen Ausländer? Ergibt wenig Sinn, da Ausländer wie auch Schweizer nicht nur einer Klasse angehören.
    • rodolofo 18.11.2016 15:16
      Highlight Highlight @ Stipps
      Da hier um das Thema "Linke" und ihre zukünftige Politik geht, habe ich historische Erfahrungen mit linken Revolutionen erwähnt.
      Ich hätte ebenso viele abschreckende Beispiele "Rechter" Revolutionen nennen können, als Paradebeispiel Hitlers Nationalsozialismus, der die halbe Welt in ein höllisches Inferno verwandelte, ergänzt und assistiert von anderen Faschisten in allen Ländern.
      Extremistische "Lösungen" beheben einen Missstand und kreieren gleichzeitig hundert neue Missstände.
    • rodolofo 18.11.2016 15:40
      Highlight Highlight Der rechte Klassenkampf, der von Milliardären angeführt wird, scheint auf den ersten Blick tatsächlich absurd.
      Auf den zweiten Blick sehen wir aber, worum's in Wirklichkeit geht:
      Einem bestimmten TEIL der Classe Politique wird der Kampf angesagt und ebenso einem bestimmten Teil der Arbeiterschaft, nämlich den Ausländern und jenen SchweizerInnen, die im politischen Raster als Mitte-Links erscheinen.
      Dieser Teil der Bevölkerung wird als "Unschweizerisch" diffamiert, ausgegrenzt und verdrängt, und zwar in einer Art Salamitaktik: Zuerst die Ausländer, dann die Linken und schliesslich die "Netten".
  • Gigle 18.11.2016 13:54
    Highlight Highlight Dass viele Menschen denken, sie werden irgendwann eben auch reich sein und daher so abstimmen denke ich schon seit einiger Zeit, endlich sehe ich das mal geschrieben.
    • Griffin 18.11.2016 15:28
      Highlight Highlight Ja, das wären nun die beiden meistgenutzten Begründungen, wieso Menschen gegen ihr Klasseninteresse stimmen, trickle-down-economics & der Traum: vom Tellerwäscher zum Millionär. Die erste Theorie hat eine extrem schlechte Bilanz über die letzten 30 Jahre & für die zweite können sich hoffentlich die meisten selber ausrechnen wie verschwindend klein ihre Chance ist auf den 'amerikanischen Traum' ist. Trotzdem beherschen diese Erklärungen den Diskurs, da die Linke sich aktuell leider zu schwach und zu wenig überzeugend präsentiert.
  • bokl 18.11.2016 13:42
    Highlight Highlight Am besten ganz auf "Political Correctness" verzichten. Denn sie ist nutzlos. Die Leute hören wegen "Political Correctness" nicht auf zu denken, was sie denken. Sie hören nur auf zu sagen, was sie denken.
    • FancyFish - Stoppt Zensur! 18.11.2016 22:39
      Highlight Highlight Besser erklären kann man diesen Schwachsinn nicht.
      Danke vielmals
  • N. Y. P. D. 18.11.2016 13:40
    Highlight Highlight Mir ist es lieber, wenn ein Christian Levrat mal einen (unausgegorenen) Pflock einschlägt und aufrüttelt, statt immer den moralischen Zeigefingern seiner Partei zuzuhören.
    So, und jetzt noch das Klischee bedienen :
    Beim nächsten Cüplitreffen ladet doch ein paar Büezer ein, die nicht in der Partei sind. Hört ihnen zu und macht Notizen.
    Es ist einfach Schade, dass ihr nicht imstande seid, mehr einfache Leute zu erreichen.
  • Brian 18.11.2016 13:37
    Highlight Highlight Seht guter Artikel, Kompliment! Das erklärt auch wieso praktisch keine Handwerker, Arbeiter usw. nicht mehr bei der SP sind sondern nur noch elitäre Akademiker mit Ausnahmen wie Jositsch, Strahm usw. Ja vor über 20 Jahren war es bei SP total anders!
    • Ohniznachtisbett 18.11.2016 13:54
      Highlight Highlight Jositsch und Strahm mögen zwar sehr sympathische Zeitgenossen sein. Auch würde ich sie definitiv zum pragmatischen Flügel der SP zählen und ja, ich glaube auch, dass beide um 9 Uhr im Leuen mit den Büezern plaudern könnten ohne elitär zu wirken. Doch studiert sind auch diese beiden: Jositisch ist Rechtsprofessor, Strahm studierter Ökonome.

      Gebe dir also insofern recht, dass die beiden nicht elitär wirken, aber die Aussage, sie seien keine Akademiker wäre falsch, hättest du dies gemeint.
    • bokl 18.11.2016 14:11
      Highlight Highlight "... keine Handwerker ... nicht mehr bei er SP sind ..."

      Ich nehme mal an, die doppelte Verneinung war nicht gewollt. Oder doppelte Verneinung ist die generell zu akademisch :).
  • DinoW 18.11.2016 13:30
    Highlight Highlight Und wo schliesst das nun Klassenkampf aus? Trump und co sind Auswüchse des Kapitalismus, sozusagen die Schattenseite. Langfristig verhindern kann man sie nur mit Klassenkampf. Man kann gegen den Kapitalismus zu Felde ziehen UND gleichzeitig die Probleme des radikalen Islamismus diskutieren...
    • supremewash 18.11.2016 13:49
      Highlight Highlight Wahrscheinlich weil auch bei uns die im Artikel genannte Einstellung, man könnte ja selbst einmal zu den Reichen gehören, weit verbreitet ist.
    • R&B 18.11.2016 14:59
      Highlight Highlight @Dino: Das Wort Klassenkampf ist ein altes Wort, das auch mit Sozialismus beladen ist.
      Die SP muss nun eine Sprache finden, die auch den Mittelstand erreicht. Z.b. "Lohnerhöhung nicht nur für die GL". "Auch Reiche sollen Steuern zahlen"
    • ostpol76 18.11.2016 15:25
      Highlight Highlight Da kommt mir nur der Satz eines Lokal - Politiker in den Sinn:

      Die SP ist nicht elitär, der gemeine Bürger sei nur zu doof um die komplexen Zusammenhänge der zukunftsweisenden linken Politik zu verstehen.
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