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Wer hier anlegt, betritt die steuergünstigste Gemeinde des Kantons Zürich.
Wer hier anlegt, betritt die steuergünstigste Gemeinde des Kantons Zürich.Bild: Shutterstock

12 Gewinner, 27 Verlierer: Das sind die Steuerfüsse aller Zürcher Gemeinden

Sind das doch die Auswirkungen der Coronapandemie? 27 Gemeinden im Kanton Zürich heben ihre Steuern an. Im letzten Jahr waren es nur deren 15. Immerhin gibt es auch zwölf Gemeinden, welche reduzierten (2021: 9). Das sind die aktuellen Steuerfüsse.
20.01.2022, 16:3621.01.2022, 13:59
Reto Fehr
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Das Corona-Jahr 2020 brachte die Budgetplanungen der Gemeinden durcheinander. So verzichteten einige der 162 Zürcher Gemeinden sogar auf die gewohnte Gemeindeversammlung im November/Dezember. 2021 ist alles wieder normaler. Alle Steuerfüsse im Kanton sind fix.

Notbudgets braucht es also keine mehr. Letztes Jahr war dies noch da und dort für einige Wochen nötig. Von den 162 Gemeinden verzeichneten 39 eine Steuerfussänderung. Meist geht es da um einen oder zwei Prozentpunkte. Eigentlich nicht so dramatisch, wenn ein Steuerfuss-Prozentpunkt des statistischen Durchschnittsverdieners nur rund 33 Franken ausmacht.

Aber schauen wir uns die Veränderungen der Steuerfüsse im Kanton Zürich an:

Gemeindesteuern ohne Kirchensteuer.

In 12 Gemeinden wurde der Steuerfuss gesenkt (blau), im letzten Jahr waren es noch deren 15. Erhöht wurde der Steuerfuss dagegen in 27 Gemeinden (2021: 15). Wobei einzig Dietlikon zweimal in Serie erhöhte. Bei den restlichen Gemeinden blieb der Steuerfuss gleich. Auffallend: Bei denjenigen, welche erhöhten, wurde auch hier und dort die Coronapandemie als Grund dafür genannt.

Die Einwohner von Dietlikon mussten in diesem Jahr eine Steuerfuss-Erhöhung von 4 Prozentpunkten hinnehmen, im letzten Jahr waren es auch schon deren 6 Prozentpunkte.
Die Einwohner von Dietlikon mussten in diesem Jahr eine Steuerfuss-Erhöhung von 4 Prozentpunkten hinnehmen, im letzten Jahr waren es auch schon deren 6 Prozentpunkte. Bild: Shutterstock

Mit Weisslingen erhöhte eine Zürcher Gemeinde den Steuerfuss um 10 Prozentpunkte. Trotz der saftigen Erhöhung verlief die Gemeindeversammlung ruhig und kurz. Vor einem Jahr wurde eine Zunahme von fünf Prozentpunkten noch abgelehnt. Warum jetzt die Wende? Der Gemeinderat hätte bei einer erneuten Ablehnung kein Budget mehr vorgelegt, der Kanton hätte dann die Gemeindefinanzen verwaltet. Das wollten die Wisligerinnen und Wisliger dann doch nicht und stimmten den 116 Prozent zu. Gemäss unserer Beispielsrechnung oben zahlt der Durchschnittsverdiener jetzt also rund 330 Franken mehr Gemeindesteuern.

Gelegentliche Hochwasser, wie hier im Sommer 2021, bereiten Stäfa eher Sorgen als der Steuerfuss.
Gelegentliche Hochwasser, wie hier im Sommer 2021, bereiten Stäfa eher Sorgen als der Steuerfuss.Bild: keystone

Über die grösste Abnahme des Steuerfusses darf sich derweil Stäfa freuen. Acht Prozentpunkte ist im ganzen Kanton die grösste Senkung. Dahinter folgen Stammheim (5%), sowie Zumikon, Marthalen und Hüttikon mit einer Abnahme von je vier Prozentpunkten.

Gemeindesteuern ohne Kirchensteuer. Teilweise sind die Budgets noch nicht definitiv.

Stäfa (80%) rückt damit vom kantonalen Rang 19 auf Platz 8 der steuergünstigsten Gemeinden. Ganz vorne gibt es allerdings keine Veränderung. Am Steuergünstigsten lebt man im Kanton Zürich weiterhin in Kilchberg (72%).

Bei den anderen Gemeinden in den Top 10 gab es kleine Veränderungen. Nicht mehr dabei ist Meilen (Rang 12). Dank einer Reduzierung des Steuerfusses um 2 Prozentpunkte liegt Küsnacht jetzt zusammen mit Rüschlikon auf Rang 2. Weiterhin steuergünstig locken Winkel und Neerach (Rang 4), Herrliberg (6.), Erlenbach (6.), Uitikon (8.) und Zumikon (10.).

Am anderen Ende liegt neu Maschwanden (130%, Bezirk Affoltern) alleine auf dem letzten Rang. Die Gemeinde musste um einen Prozentpunkt rauf. Wila und Wildberg (je 129%) aus dem Zürcher Oberland sind «nur» noch zweitletzte.

Winterthur lohnt sich mit Ausnahme der Steuern durchaus:

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46 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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James McNew
20.01.2022 19:29registriert Februar 2014
Naja, „Gewinner“ sind ja auch nur diejenigen Einwohner:innen, welche nicht auf Leistungen von Gemeinden angewiesen sind, die möglichst die Steuern tiefhalten und dafür bei der Infrastruktur wie Hallenbäder oder Schulen oder beim Sozialen sparen…
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Znünichlauer
20.01.2022 20:15registriert Mai 2021
Ob ich jetzt einige Bazen mehr oder weniger bezahle, ist mir quadratisch ( so lang wie breit).
Was wir hierzulande an Infrastruktur und Sicherheit bekommen, ist einmalig.

Und ja, die Lebensqualität, die lieben Mitbewonber unseres Dorfes, das gute Wasser, die gute Luft, die Aussicht ins Grüne, der blaue Himmel, hei, was soll ich mir da Gedanken über einige zerquetschte Blech münzen oder farbig bedrucktes Papier mit Zahlen drauf machen!
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