Schweiz
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Ist eine Vegi-Wurst eine Wurst? Jetzt mischt sich der Bund in den Sprachenstreit ein

Vegetarische und veganen Fleischalternativen zu Burgern, Steaks und Chicken Nuggets boomen derzeit. Auch Migros, Coop und Nestlé profitieren vom Trend. Doch nun droht Ungemach von der Politik.

benjamin weinmann / ch media



epa07851020 Vegan products are on display at the vegan sausage butcher shop L'herbivore in Berlin, Germany, 17 September 2019 (issued on 18 September 2019). The Sausage skin is made of a special type of plastic wrapping that is not edible but pose no harm when boiled. According to the media, Germany has one of the highest rates of vegans and vegetarians in the world. German politicians are considering raising taxes on meat, lifting the VAT from seven to 19 per cent, for animal welfare and human health as well as to fight climate change.  EPA/HAYOUNG JEON

Ein deutscher «Metzger» präsentiert seine veganen Produkte. Bild: EPA

Vieles hat die Corona-Pandemie diesen Sommer zerstört. Sei es die Openair-Musikfestivals oder die sorgenfreien Ferien im Ausland. Doch das Grillieren an einer Feuerstelle im Wald, zu Hause im Garten oder auf dem Balkon kennt keine Maskenpflicht. Und dennoch: Auch den Barbecue-Fans droht Ungemach, und zwar in Form eines Sprachenstreits.

In Frankreich ist dieser bereits in vollem Gange. Nun gewinnt er auch in der Schweiz an Bedeutung. Und zwar hat die «Grande Nation» kürzlich ein neues Gesetz zur transparenten Information von Lebensmitteln angekündigt. Im Kern geht es um die Absicht, dass Namen von Lebensmitteln, die mit tierischen Zutaten assoziiert werden, nicht verwendet werden dürfen, wenn die Produkte nicht aus solchen bestehen. Heisst übersetzt: Wird eine Wurst oder ein Burger statt mit Rindfleisch mit Randen hergestellt, darf das Produkt nicht als Wurst oder Burger bezeichnet werden. Auch die EU beschäftigt sich mit dem Thema. Erste Entscheide werden im Spätherbst erwartet.

Ruedi Hadorn, Direktor des Schweizer Fleisch-Fachverbandes, begrüsst das französische Vorhaben. «Es braucht eine äusserst strikte Auslegung für die Bezeichnung von Fleischalternativen, auch in der Schweiz.» Man setze sich seit längerem dafür ein, sowohl im Inland als auch über den europäischen Verband – bisher allerdings mit begrenztem Erfolg. «Die Debatte in Frankreich und auf EU-Ebene bestätigt uns nun aber in unseren Bestrebungen.»

Pflanzliches «Fleisch» wird zum Millionengeschäft

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Die Grafik zeigt den geschätzten Umsatz aus dem Jahr 2018 in Millionen US-Dollar. Demnach wurden in der Schweiz 13 Millionen Dollar für pflanzliches «Fleisch» ausgegeben. Im gleichen Jahr betrug der Umsatz für echtes Fleisch in der Schweiz aber fast 4,8 Milliarden Dollar.

Auch wenn der Verband die hiesige Fleischindustrie repräsentiere, habe man nichts gegen Fleischalternativen, die Konsumenten sollen die Wahlfreiheit haben. Ihn störe auch nicht, dass die Hersteller versuchen würden, die Vegi-Produkte bezüglich Textur und Geschmack so fleischähnlich wie möglich zu produzieren. «Uns geht es allein um den Namen», sagt Hadorn. Er spricht von einer «Täuschung der Konsumenten». Die Begriffsdefinitionen würden bis an die Grenzen und darüber hinaus ausgereizt. «Wenn man bei den Produkten schon innovativ sein will, wieso kreiert man dann nicht einfach eigene Begriffe, anstatt sich bei den etablierten Bezeichnungen zu bedienen, von denen man sich mit dem Verzicht auf Fleisch ja eben abheben will? Das ist ein Widerspruch sondergleichen.»

Darf eine vegetarische oder vegane Wurst «Wurst» heissen?

Der Bund will mitreden

Vor wenigen Tagen schaltete sich das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen in die Debatte ein. In einem überarbeiteten Informationsschreiben mit dem Titel «Vegane und vegetarische Alternativen zu Lebensmitteln tierischer Herkunft» äussert sich der Bund zum Sprachenstreit: «Es ist nicht immer leicht festzustellen, ob diese Bezeichnungen dem Lebensmittelrecht entsprechen oder ob sie als irreführend bzw. täuschend betrachtet werden müssen.»

Um für mehr Klarheit zu sorgen, hat das Amt eine Übersicht publiziert mit verschiedenen Begriffen, die aus Sicht des Bundes in Ordnung sind – und solche, die als täuschend eingestuft werden und somit nicht verwendet werden sollten (siehe Grafik). So sind beispielsweise umschriebene Bezeichnungen wie «veganer Fleischkäse» oder «vegetarischer Cervelat» nicht erlaubt. Stattdessen schlägt das Amt Formulierungen vor wie «vegane Alternative zu…». Auch das «vegane Rinderfilet» ist ein «No-Go». Die vegane oder vegetarische Bezeichnung ist hingegen erlaubt bei klassischen Begriffen wie «Geschnetzeltes», «Burger», «Steak», «Schnitzel» oder «Wurst».

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Allerdings: Bei der Liste des Bundes handelt es sich bestenfalls um einen Wegweiser. Denn das Schweizer Lebensmittelrecht regelt die Bezeichnungen für Fleischalternativen nicht abschliessend. Im Streitfall obliegt den Kantonschemikern die Durchsetzung der Regeln, wobei der Interpretationsraum gross ist.

Verbandsdirektor Ruedi Hadorn bezeichnet die Erläuterungen des Bundes als «Schritt in die richtige Richtung». Doch ihm gehen die hiesigen Regeln zu wenig weit: «Wenn Hersteller wie Nestlé eine ‘incredible Bratwurst’ bewerben, die komplett pflanzlich hergestellt wurde, ist das für mich grenzwertig und sehr störend.» Für ihn sei klar, dass auch die klassischen Begriffe wie «Burger», «Wurst» oder «Steak» auf die No-Go-Liste gehören.

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Die Juristen des Bundesamts kümmern sich derweil auch um Milch-Alternativprodukte – und nehmen es dabei sehr genau. Ein Name wie «Tschisi» mit ähnlicher Phonetik aber offensichtlich anderer Schreibweise als der englische Originalbegriff «Cheese» sei als «akzeptabel einzustufen». Doch mit der gleichen Phonetik und Schreibweise wie beim Original – wie zum Beispiel bei «Cheesi» - «ist der Begriff als irreführend zu betrachten, da die Konsumentinnen und Konsumenten dies als Tippfehler betrachten können (…).»

Das sagen Händler und Hersteller

Tatsächlich boomen die Fleisch-Alternativen in den Regalen der Supermärkte. Erst diese Woche gab die Migros eine Erweiterung ihres pflanzenbasierten, vegetarischen und veganen Portfolios bekannt. Dazu gibt es die neue Marke «V-Love». Das Sortiment soll laufend ausgebaut werden. Nebst Fleischersatzprodukten gehören dazu auch pflanzenbasierte Milch, Joghurt und Käse, Ei-Ersatz, Snacks, Fertiggerichte, Tiefkühlprodukte sowie Getränke.

Die aktualisierte Namenliste des Bundes habe man zur Kenntnis genommen, sagt eine Migros-Sprecherin. Man habe alle Produkte auf die neuen Weisungen hin geprüft und wo nötig angepasst. Eine Coop-Sprecherin sagt, man sei daran, das bestehende Sortiment diesbezüglich zu analysieren. Von Kunden, die aus Versehen einen Pflanzen- statt einen Rindsburger gekauft hätten, habe man keine Kenntnis. «Die Produkte sind im Regal klar abgetrennt.»

Auch Nestlé sieht keinen Handlungsbedarf für strengere Regeln: «Wir weisen auf unseren auf der Verpackung darauf hin, dass die Produkte 100 Prozent ‹veggie›, ‹vegan› oder ‹aus Pflanzenproteinen› sind», sagt ein Sprecher. Gängige Begriffe wie Burger oder Steak würden den Konsumenten helfen. Denn der Name beziehe sich auf die Erscheinung eines Produktes, nicht auf die Herkunft der Zutaten.

Wie gesund sind die Fleischalternativen?

Die Hersteller der fleischlosen Fleischprodukte bewerben ihre Artikel gerne als tierfreundliche, gesunde Alternativen zu herkömmlichem Fleisch. Im ersten Punkt haben sie natürlich Recht: Für die erbsenprotein- und sojabasierten Erzeugnisse müssen keine Tiere sterben. Das ist gut fürs Klima: Ein Kilo Sojaprodukt belastet die Umwelt beispielsweise nur halb so stark wie ein Kilo Hühnchen.

Punkto Gesundheit sind die Versprechen jedoch mit Vorsicht zu geniessen. Für Sarah Pritz, diplomierte Ernährungsberaterin, ist der Begriff «Ersatzprodukt» irreführend: «Ich würde es eher ‹Nothelfprodukt› nennen», sagt sie. Für Veganer, die bei einer Grillparty nicht «nur eine Peperoni auf den Grill werfen möchten», seien die Fleisch-Alternativen eine Option. «Zur Grundernährung würde ich diese Erzeugnisse aber keinesfalls zählen.» Die Gründe dafür sind vielfältig wie es das Sortiment. Pauschale Aussage könne man nicht machen, dennoch gibt es einige Problempunkte: Hochverarbeitete Industrieprodukte gelten als ungesund. Beim wiederholten Erhitzen werden Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe zerstört.

Diese Verarbeitung durchlaufen viele der Fleisch-Alternativen. «Bei vielen veganen Fleisch-Alternativen ist die Energiedichte höher als beim originalen Produkt», sagt Pritz. Dadurch setzt die Sättigung erst später ein und man isst mehr. Zu viel Soja: Viele Fleisch-Alternativen basieren auf Soja. «Bei Soja gibt es aber hormonelle Unklarheiten», so Pritz. Die enthaltenen Östrogene könnten einen Einfluss auf den Hormonhaushalt haben. Dies sei jedoch noch nicht abschliessend geklärt. (df, watson)

So von wegen Essen: Weisst du, aus welchem Land diese «Delikatessen» stammen?

Quiz
1.Smalahove heisst diese Leckerei, die man unschwer als Schafskopf erkennen kann. Aus welchem Land stammt diese Delikatesse?
smalahove norwegen schafskopf lammkopf fleisch essen food https://de.wikipedia.org/wiki/Smalahove
wikicommons
Norwegen
Schweden
Finnland
Litauen
2.Was bekommt man, wenn man in Japan Basashi bestellt?
food essen basashi pferdefleisch sashimi roh japan asien essen food
shutterstock
Rohes Rindfleisch
Rohes Pferdefleisch
Rohes Schweinefleisch
Rohes Hundefleisch
3.Wie alt sind tausendjährige Eier wirklich?
food essen Tausendjährige Eier, Hundertjährige Eier oder Chinesische Eier (chinesisch 皮蛋, Pinyin pídàn ‚Leder-Eier‘ oder 松花蛋, sōnghuādàn ‚Kiefermuster-Eier‘) sind fermentierte Eier, eine Delikatesse der chinesischen Küche. Es handelt sich um durch aseptisch behütete Autolyse konservierte Eier.
shutterstock
1000 Jahre
100 Jahre
3 Jahre
3 Monate
4.Um was genau handelt es sich bei Balut?
Balut – Philippinen. https://www.instagram.com/dcannadc/
instagram/dcannadc
Ein angebrütetes Enten- oder Hühnerei.
Ein vergorenes Enten- oder Hühnerei.
Ein Krokodil-Ei.
5.Mmmh, Shirako! Doch was genau ist das eigentlich?
food essen shirako fischmilch Als Fischmilch oder -milcher, auch kurz Milch oder Melcher genannt, wird der Samen männlicher Fische, Weichtiere oder anderer im Wasser lebenden Arten bezeichnet. Diese Flüssigkeit wird während der Laichzeit auf den Rogen ausgeschieden, wodurch die Befruchtung erfolgt
shutterstock
Die Milz vom Tunfisch.
Das Hirn vom Hai.
Das Ejakulat vom Dorsch.
6.«Das folgende Rezept ist nichts für schwache Nerven!», schrieb der Kochbuchautor Paul Harris in einem seiner Kochbücher als Einleitung zu welchem Gericht?
food essen haggis schottladen schafsmagen innereien
shutterstock
Blood sausage.
Haggis.
Lamb and kidney pie.
7.Und was, bitte sehr, sind Butod?
food essen butod malaysien larve sagowurm insekten
shutterstock
Eine Schneckenart
Käferlarven
Gnocchi
Würmer
8.Cuy asado! Hmm ...
food essen
shutterstock
Das sind ja Ratten!
Nein, halb so wild – das sind Karnickel!
Halt, das sind glaub Meerschweinchen!
9.Was genau sind eigentlich Marmite und Vegemite, die in gewissen englischsprachigen Ländern als Brotaufstrich genossen werden?
vegemite marmite eingland grossbritannien australien hefeextrakt brotaufstrich toast essen food love it or hate it
shutterstock
Hefeextrakt
Fleischextrakt
Schokoaufstrich
10.Mmmh tacos de escamoles! Doch was genau sind Escamoles?
escamol tacos mexiko streetfood ameisen larven essen food insekten http://www.bugsfeed.com/escamol_ant_larva
Ameisenlarven
Termitenlarven
Scherzkeks – das sind reisähnliche Getreidekörner.
11.Riecht nach Füssen, sieht aus wie Alien-Hirn und heisst ... wie?
food essen
shutterstock
Pitaya
Feijoa
Durian
Jackfruit
Kiwano
Longan
12.Eine Spezialität aus Kanada! Wie nennt man sowas?
jellied moose nose kanada essen food sulz fleisch https://twitter.com/eveldick/status/855621076524703748
twitter
Jellied caribou scrotum
Jellied beaver snout
Jellied moose nose
Jellied seal flanks
13.Rocky Mountain oysters nennt man das hier in den USA. Oder prairie oysters. Auch cowboy caviar. Oder swinging beef. Langsam checkst du, um was es sich hier handelt, nicht?
prairie oysters rocky mountain oysters stierhoden essen food USA fleisch BALLS
shutterstock
Das sind Rindsnieren.
Das sind Pferdenieren.
Das sind Stierhoden.
Das sind Pferdehoden.
DANKE FÜR DIE ♥

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Die EU verbietet die Vegi-«Wurst»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Peter Vogel 16.07.2020 11:26
    Highlight Highlight Die Vegi-Produkte sind ganz ok, sollten aber klar von Fleischprodukten unterscheidbar sein. Insofern finde ich nicht, dass eine Vegi-Wurst eine echte Wurst ist. Es ist sowohl für Vegetarier als auch für Omnivoren von Nachteil wenn die Produkte nicht unterscheidbar sind.
  • Vegander 16.07.2020 08:10
    Highlight Highlight Soja hat keinen negativen Einfluss auf den Hormonhaushalt, wenn es in üblichen Mengen gegessen wird. Bei den Tierversuchen, von denen diese Behauptung abgeleitet wurde, sind Tieren isolierte Inhaltsstoffe aus Soja in hoher Konzentration verabreicht worden. Wäre Soja problematisch, müssten viele Asiaten Männertitten haben. Diese sind aber eher an Amerikanischen Stränden anzutreffen. Denn auch Tiere sind voll von Hormonen, auch wenn sie nicht damit gedopt wurden. Kuhmilch enthält z.B Schwangerschaftshormone, und Säugetierhormone haben viel mehr Einfluss auf uns als Phytohormone!
  • Hey3coasters 16.07.2020 02:07
    Highlight Highlight Es gibt auch keine anderen Probleme auf der Welt außer das vegane wurst vegane wurst heißen darf.
  • Altweibersommer 15.07.2020 18:46
    Highlight Highlight Ich nehme an, der Fleischkäse wird nun auch umbenannt, der enthält ja schliesslich keinen Käse.
  • Ichweissmeinennamennichtmehr 15.07.2020 17:56
    Highlight Highlight Danke Watson!
    Ich dachte Nr. 3 sei das schlimmste, bis Nr. 4 kam. 🤢🤮🤮🤮
    Dannach hab ich kein Lust mehr weiter zu lesen!
    Vielleicht lesen ich es morgen denn rest, aber erst nach dem frühstück!
  • Random Striker 15.07.2020 17:46
    Highlight Highlight Wenn sich der Bundesrat in die Sommerpause verabschiedet hat, kann die Verwaltung endlich mal die Sau rauslassen und das Subsidiaritätsprinzip auf den Kopf stellen
  • Sharkdiver 15.07.2020 17:31
    Highlight Highlight Ich bin Fleischesser, und dass Theater nervt mich. Solange eindeutig auf den ersten Blick ersichtlich, soll es VegiWurst was auch immer heissen. Sonst muss sofort Fleischkäse verboten werden
  • Projektionsfläche 15.07.2020 16:59
    Highlight Highlight Wenn sich der Schweizer Fleisch-Fachverband mit seiner völlig absurden Forderung durchsetzte, stellten sich meines Erachtens ganz schnell ganz wesentliche Anschlussfragen wie u.a.: Darf man eine Kackwurst weiterhin als solche bezeichnen, oder bloss noch dann, wenn sie aus der Verstoffwechselung eines Fleischproduktes hervorgegangen ist?
  • Barsukas 15.07.2020 15:54
    Highlight Highlight Ich finde, Vegetarier und Veganer sollten neue Begriffe erfinden und verwenden.
    Wäre doch witzig zu sehen, was es da für Kreationen geben würde.
    Aus Vegi-Metzg würd ich eine Vegeteria machen.
    • Vegander 16.07.2020 08:16
      Highlight Highlight Es sind übrigens nicht "die Vegetarier und Veganer", die solche Produkte in erster Linie kaufen, sondern neugierige "Flexetarier". Konsequente Veganer greifen eher selten zu Ersatzprodukten und kochen lieber frisch.
  • keplan 15.07.2020 15:50
    Highlight Highlight Wird dann Wurstsalat auch unbenannt?
    Weil Salat besteht normalerweise aus Salat und enthält kein Fleisch.
    Wo sprachlich der Unterschied zwischen einem Wurstsalat und einer Veganer-Wurst sein soll erschließt sich mir nicht.

    Aber am Schluss könnt ihr das Zeug nennen wie ihr wollt, der Fleischkonsum wird sowieso abnehmen, da viele Leute erkennen, dass ein zu hoher Fleischkonsum ungesund ist, irgendwann wird es die Mehrheit verstanden haben.
    Die Fleischindustrie befindet sich auf demselben Rückzugs-krieg, wie es die Tabakindustrie in den letzten Jahrzehnten war.
    • Ikarus 15.07.2020 17:35
      Highlight Highlight Ist der fleischkonsum ungesund oder ist es die produktion des fleisches dass es ungesund macht?

      Ich glaube kaum das ein produkt, dass es uns überhaupt ermöglichte soweit zu kommen, plötzlich schlecht für den körper ist, und bezweifel das es studien dazu gibt die sowas beweisen.
    • keplan 15.07.2020 17:54
      Highlight Highlight 1. ich habe nicht geschrieben,dass Fleischkonsum generell ungesund ist.
      Auch wenn ich es generell nicht abstreiten würde.

      2. gibt es Studien, welche zeigen, dass das z.b. Krebsrisiko mit dem Fleischkonsum steigt.
      Selbiges gilt für den Konsum von Milchprodukten. In Ländern wo nahezu keine Milchprodukte konsumiert werden (z.b. Japan) ist Osteoporose (Knochenschwund, Kalziummangel) praktisch unbekannt, im Gegansatz zu hier.
      Entgegrn dem was die Milchwerbung verspricht.
    • Garp 15.07.2020 17:55
      Highlight Highlight Nein, Salat kann man aus allen möglichen Zutaten machen, ist Futter an einer säuerlichen Sauce angemacht 😁 . Es muss kein grüner Salat sein. Karotten sind ja auch kein Blattsalat. Die richtige Bezeichnung des Grünzeugs, ist eben Blattsalat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nate Smith 15.07.2020 15:45
    Highlight Highlight Ich hoffe sie sind dann beim Wischen vor der eigenen Türe auch so konsequent dass eine Kalbfleischwurst nicht nur 50% Kalb enthalten muss.
    Die ganze Fleischbranche lebt sowas von Täuschen dass es schon fast unlauter ist.
  • Hans Jürg 15.07.2020 15:45
    Highlight Highlight Also böse Zungen behaupten ja, dass es reines Glück sei, wenn in einer Wurst tatsächlich auch Fleisch die Hauptzutat sei. Oft ist es ja nur zur Hauptsache verfestigtes Wasser.

    Wenn also der Direktor des Schweizer Fleisch-Fachverbandes nicht will, dass man vegetarische und vegane Würste nicht mehr Wurst nennen darf, könnte der Schuss auch nach hinten los gehen und auch sog. tierische Würste nicht mehr Wurst genannt werden, wenn das Verhältnis Fleisch/Wasser nicht stimmt...
  • El Vals del Obrero 15.07.2020 15:41
    Highlight Highlight Ein grösseres Problem ist meiner Meinung nach, dass Artikel immer öfter nur noch auf (besserenfalls) Englisch oder (schlechterenfalls) Denglisch benannt sind.

    Beispielsweise bei der passenden Grossverteiler-Werbung, die bei mir gerade beim Artikel steht:

    Bei "plant-based burger" als einzige grossflächige Beschriftung dürfte ja nur jedem, der einigermassen Englisch kann klar sein, dass kein Fleisch drin ist.
    • Liselote Meier 15.07.2020 18:02
      Highlight Highlight Na dann sollte man es aber konsequenter Weise auch nicht Burger nennen, das auch nicht Deutsch sein. Ein Rinds-Burger ist genau so Denglisch.

      Sondern Hacktätschli im Brot oder Hackbulette im Brot.

  • Altweibersommer 15.07.2020 14:50
    Highlight Highlight Das war schon bei der Milch lächerlich. Anstatt auf solch durchschaubares Marketing würde die Fleischindustrie mal lieber auf Qualität und Nachhaltigkeit setzen.
    • Hierundjetzt 15.07.2020 15:27
      Highlight Highlight Vegane Milch ist keine Milch 🙄
      Vegane Butter ist keine Butter 🙄
      Veganes Fondue hat kein Käse 🙄

      Alles besteht aus Soja mit sehr sehr viel Öl vorallem aber mit Chemie.

      (Schon mal veganer Mozarella gegessen? 🤢)
    • Barsukas 15.07.2020 15:55
      Highlight Highlight Ja, schon mal gegessen. Es hat mir auch nicht geschmeckt.
    • El Vals del Obrero 15.07.2020 16:38
      Highlight Highlight Für vegane Butter gäbe es doch schon einen etablierten Begriff: Margarine.
    Weitere Antworten anzeigen
  • CalibriLight 15.07.2020 14:48
    Highlight Highlight Ist doch so was von egal wie das Vegan-Essen heisst.
    Finde ich.
  • Tobi Totsch 15.07.2020 14:43
    Highlight Highlight Der liebe Fleisch-Fachverband will der Schweiz eine EU-Regelung aufdrücken?

    Nimmt mich ja wunder, was die dem SFF nahestehende SVP dazu sagt...
    • Hierundjetzt 15.07.2020 16:34
      Highlight Highlight Das Schweizer Sportfernsehen SFF sendet normalerweise keine Nachrichten hehehe
    • Tobi Totsch 15.07.2020 19:48
      Highlight Highlight Du meinst wohl das Schweizer Fportfernsehen?
  • Chandrian 15.07.2020 14:38
    Highlight Highlight Ich werde nie verstehen, ab was sich Fleischesser stören können - man sollte erwarten, dass sie im Kühlregal zu unterscheiden wissen - sonst ist etwas anderes falsch gelaufen... Klarer Versuch der Fleischlobby diese Ernährungsform zu torpedieren.
    Und zu den Kommentaren, welche fragen wieso man eine ‚W(V)urst‘ essen muss als Veganer: es gibt verschiedene Gründe wieso man sich entschieden hat, sich so zu ernähren. Einige mögen zwischendurch etwas Hochverarbeitetes, wie auch Fleischesser. Und da ist es etwas bireweich zu verlangen, dass es urplötzlich eine andere Form haben muss, nicht?
  • Tobi Totsch 15.07.2020 14:27
    Highlight Highlight Ich persönliche halte ebenfalls nicht wirklich viel von diesen Vegi-Irgendwas-Begriffen. Ich möchte lieber wissen, was drin ist, als nur das Attribut, das mir anzeigt, obetwas Vegi ist. Also lieber z. B. Quinoa-Burger oder Soja-Burger statt Vegi-Burger.

    Die Begriffe Burger, Wurst etc. bezeichnen für mich dagegen eher die Art oder die Form, wie etwas daherkommt als den Inhalt.

    Oder wieso hat sich der liebe Fleisch-Fachverband bisher nie an Begriffen wie "Chicken-Burger" oder "Geflügel-Bratwurst" gestört, obwohl da auch kein Rind- bzw. Kalbfleisch drin ist?
  • Rethinking 15.07.2020 14:06
    Highlight Highlight „Er spricht von einer Täuschung der Konsumenten“

    Eine Täuschung der Konsumenten liegt weniger im Namen als viel mehr im Preis des Produktes vor...

    Vegi und Vegan sollte günstiger sein als Fleisch...

    Für Fleisch musste ein Tier sterben...
    • landre 15.07.2020 14:49
      Highlight Highlight @Rethinking

      Na ja, wenn man es nicht über den eigenen Tellerrand betrachtet, kann man es durchaus auch nur so sehen wie Du es gerade tust...

      In der kruden Realität hingegen, greift die vegane so wie die vegetarische (industrialisierte) Küche mittlerweile systemisch substanziell massiv auf "Intensivkulturen" zurück, welche eben keineswegs unbedingt Flora und Fauna(!) freundlich sind...
    • Gustav.s 15.07.2020 17:27
      Highlight Highlight Täuschung der Konsumenten liegt eher bei der Haltung. Auch bei den Labels.
  • Rethinking 15.07.2020 13:56
    Highlight Highlight Es ist aktuell ja nicht so dass Zuwenig Fleisch gegessen würde... Ganz im Gegenteil...

    Insofern wäre es kein Weltuntergang wenn gewisse Personen aus Versehen einen Vegi burger essen würden...
  • Levanah Roland 15.07.2020 13:48
    Highlight Highlight So so, gewisse Herrschaften halten also die Fleischesser für zu doof um zu merken, dass sie ein eindeutig als solches deklariertes Vegi-/Vegan-Produkt in der Hand halten. Meist sind die im Laden meterweit von den Fleischprodukten abgetrennt oder haben wenigstens ein eigenes Kühlregal, und sie tragen das Vegi-/Vegan-Logo. Wo bleibt da die in letzter Coronazeit so vehement beschworene Eigenverantwortung beim Einkaufen von irgendwelchen Würsten, Schnitzeln und Filets?
  • immerdar 15.07.2020 12:26
    Highlight Highlight Wenn Tiere ihr kurzes erbärmliches Dasein unter abartigsten Bedingungen fristen und unsere Erde bald nicht mehr für Menschen bewohnbar ist, ist das ja nicht so schlimm, wie wenn jemand ein Produkt auf pflanzlicher Basis auf den Markt bringt und es „vegane Wurst“ oder „Burger“ nennt. *ironie off*

    Was spricht gegen ein Produkt, das aussieht, wie Wurst/Burger, schmeckt wie Wurst/Burger, aber kein totes Tier enthält? 
    • Yummy 15.07.2020 12:46
      Highlight Highlight Immerdar, Zutatenliste spricht dagegen ;)
    • Neruda 15.07.2020 13:54
      Highlight Highlight Yummy, und trotzdem ist es eine Wurst. Ist ja nicht so, dass Fleischesser jetzt in die Wurst im WC beissen, nur weil man sie umgangssprachlich auch so nennen kann 😉
    • Yummy 15.07.2020 14:50
      Highlight Highlight Mit der Bezeichnung bin ich, war nicht erfreut, aber einverstanden. Wurst/Burger kann alles sein.

      Die Zutatenliste spricht komplett gegen solche Fleischersatzprodukte. Aber das spricht auch gegen viele andere Fertigprodukte.

      Die "normalen" Fertigprodukte werden seit Jahren von allen verteufelt, aber jetzt wenns eine Wurst nachahmt, kann plötzlich die Liste der E-Nummern und Geschmacksverstärker etc nicht lang genug sein.
  • Roboter 15.07.2020 12:20
    Highlight Highlight In der EU hatte die Fleischindustrie damit ja schon Erfolg, Wurst darf nicht mehr Veggie sein, dank Tönnies und Co weiss man ja auch, was deren "sauberes" Geschäftsmodell ist.

    Man sollte im Gegenzug die Fleischindustrie mit den eigenen Argumenten verklagen, den Begriff Wurst, bzw. deren Form und Variation, gab es schon lange vor dem Gebrauch als "Nahrungsmittel". Sogar die Herstellung mittels Darm wurde von denen einfach plagiiert.
  • 5ky5n1mt 15.07.2020 12:14
    Highlight Highlight Dann darf auch der Begriff 'Fleischkäse' in Frage gestellt werden...😌
    • Alienus 15.07.2020 13:34
      Highlight Highlight Ja.

      „Fleischkäs enthält tatsächlich kein Käse.

      Das entsprechende Brät wird in einer Form, Kasten uäm. gebrüht. Die Form ist wie ein Brot gestaltet.

      Also ist die Bezeichnung Fleisch im Kasten im Laufe der Zeit in eine sprachliche Verflachung gekommen und es wurde aus dem „Fleisch im Kasten“ eben der „Fleischkäs“.

      Fazit: Nix Käs im Fleischkäs!
    • 5ky5n1mt 15.07.2020 14:31
      Highlight Highlight Wieder etwas gelernt! Danke für den Input🙂👍
    • Barsukas 15.07.2020 15:57
      Highlight Highlight Also nennen wir es Fleischbrot!
  • landre 15.07.2020 11:32
    Highlight Highlight Momentan noch Luxus-Probleme...Auch wenn Sprach- und Form-Verkrüppelungen kurz-, mittel- und langfristig auch im Marketing und Handel zu massiven Qualität-Verluste führen kann.

    (Warum die industrialisierte vegane und vegetarische Küche so obsessiv, insistent, fast schon verzweifelt den Formen, Geschmäcker und Namen von Fleischprodukten hinterherhöselen, ist aber schon markant fragwürdig...)
    • eldorak 15.07.2020 12:13
      Highlight Highlight Welche Formen sollen die Veganen/Vegatrischen Alternativen denn haben? Sternförmig? Wurst mit 3 Enden und einer spitze?
    • landre 15.07.2020 12:25
      Highlight Highlight @eldorak

      Kreativität ist in der Küche nicht verboten und sollte auch nicht verpönt sein...

      Seid doch einfach kreativ, ohne Euch in Form, Geschmack und Namen verbiegen zu müssen...
    • immerdar 15.07.2020 12:27
      Highlight Highlight Warum pressen Metzger Fleisch in Gurkenform und nennen es Wurst?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stefan Morgenthaler-Müller 15.07.2020 11:22
    Highlight Highlight Wurst ist ein Nahrungsmittel, das aus zerkleinertem Muskelfleisch, Speck, Salz und Gewürzen, bei bestimmten Sorten auch unter Verwendung von Blut und Innereien zubereitet wird.

    Warum vegetarische oder vegane Produkte einen Namen nehmen, das ihr Produkt schlechter macht, verstehe ich nicht.
    • T@Bern 15.07.2020 11:30
      Highlight Highlight Na weil man einem Elektro-Auto auch weiterhin Auto sagt ...
    • ma vaff... 15.07.2020 12:08
      Highlight Highlight also bei uns auf dem Bau gibt es Dichtstoff (Silikon, Hybrid ect) in 600ml Würsten. 🤷🏽‍♂️
      E guete
    • Yunnan 15.07.2020 12:11
      Highlight Highlight Ganz einfach: man kann den Geschmack und die Textur von Fleisch mögen, dessen Konsum aber aus ethischen und Gründen der Nachhaltigkeit ablehnen.
  • Barracuda 15.07.2020 11:14
    Highlight Highlight Finde die Regelung vernünftig und nachvollziehbar. Dass man bei veganen (!) Alternativen sogar noch das Tier in den Namen packt, ist sowieso an Absurdität nicht zu überbieten (vegane Kalbsbratwurst, Fischstäbchen, etc.). Bei allgemeinen Begriffen wie vegane Wurst, Geschnetzeltes, etc. sehe ich hingegen auch kein Problem. Passt!
    • Relativist 15.07.2020 11:49
      Highlight Highlight Naja. Wenn ich folgendes im Kühlregal sehen:
      - vegane Kalbsbratwurst
      - vegane Schweinsbratwurst

      Dann beschreibt das (hoffentlich) einen Unterschied in Mundgefühl. Dieser Unterschied ist auch allen welche die jeweils tierischen Versionen gegessen haben sofort klar. Somit ist die Beschreibung m.E. absolut legitim.

      Das selbe gilt übrigens für das vegane Fischstäbchen. Es beschreibt die Textur. Ansonst schaue ich mir ein Stück paniertes Etwas im Kühlregal an und habe keine Ahnung was ich kaufe.
    • Martel 15.07.2020 12:28
      Highlight Highlight „ Ansonst schaue ich mir ein Stück paniertes Etwas im Kühlregal an und habe keine Ahnung was ich kaufe.“

      Genau das sind diese veganen Alternativen ja auch.
    • Relativist 15.07.2020 14:02
      Highlight Highlight Klar. Fischstäbchen sind natürlich kulinarische Hochkost. Die müssen unbedingt qualitativ von den minderwertigen Alternativen geschützt werden.

      Also manchmal frage ich mich schon, warum Menschen das Gefühl haben, sie müssen jeden Abfall nur aus Prinzip verteidigen.
      https://www.ktipp.ch/tests/produktetests/detail/artikeldetail/test-fischstaebchen-enthalten-immer-weniger-fisch/
  • BullyMcTravish 15.07.2020 11:05
    Highlight Highlight Müssen dann Würste in Zukunft länglich aussehendes Innereien und Fett Gedöns genannt werden? Da ist ja selten "reines" Fleisch drin. - Bin auch der Meinung das Wurst lediglich die Form bedeutet und der Zusatz den Inhalt vermittelt, also eine vegetarische Wurst würde mir total ausreichen als Bezeichnung.
    • Barracuda 15.07.2020 11:31
      Highlight Highlight Was soll die künstliche Empörung? Vegetarische Wurst ist ja erlaubt. Und Fleisch/Wurst enthält ja immer Fett, warum also dein absurdes Beispiel?
  • Pollo Loco 15.07.2020 10:49
    Highlight Highlight Veggie- Wurst, sorry wenn für die Veggies alles ohne Fleisch sein muss aber optisch halt ein Fleischklassiker dargestellt wird, ist dies ja nicht sinnvoll. Würste kommen ursprünglich daher, das Darm mit Fleisch resp. Innereien gefüllt werden. So verwertet man das Tier. Warum brauchts aber bei der Veggiwurst eine künstliche Einfassung? Da darf man etwas kreativer sein.
    Beim Burger gehts ja noch, da Paddies geformt werden und dies kann man ja mit Beliebigem machen.
    • aglio e olio 15.07.2020 12:05
      Highlight Highlight „ Warum brauchts aber bei der Veggiwurst eine künstliche Einfassung?“
      Damit man die zu verarbeitende Masse, bei Fleisch Brät genannt, eben verarbeiten kann. Egal woraus die Masse besteht.
      Zum brühen und räuchern ist die Wurstform bestens geeignet. Unabhängig vom Inhalt.
    • Pollo Loco 15.07.2020 12:45
      Highlight Highlight Aglio e olio
      Schon klar, aber viele Veggies möchten aus Tierliebe oder ökologischen Gründen auf Fleisch verzichten. Wieso nimmt man sich trotzdem die Fleischprodukte als Vorbild? Hauptsache künstlich ekn Fleischersatz schaffen, welche noch möglichst nach Fleisch aussieht und schmeckt. Ich bezweifle das dies ökologisch sinnvoll ist.
    • Neruda 15.07.2020 14:00
      Highlight Highlight Viele Fleischwürste haben aber auch eine künstliche Einfassung und keinen Darm drumrum.
  • Bihu 15.07.2020 10:49
    Highlight Highlight Es gibt auch Erbswurst, ist auch kein Fleisch drin ;)
    Ansonsten ist mir als Vegetarier ziemlich egal, wie das Ding nun heisst. Solange klar draufsteht, dass sie vegetarisch ist, sehe ich das Problem nicht. Da finde ich Bezeichnungen wie "vegetarische Fischsstäbchen" viel bescheuerter.
  • Toni.Stark 15.07.2020 10:09
    Highlight Highlight Glückselig das Land, das sich mit solchen Anliegen beschäftigen kann.
    • Martel 15.07.2020 12:31
      Highlight Highlight Ist doch gut! Oder wünschst du dir lieber echte Probleme?
  • Leider Geil 15.07.2020 10:00
    Highlight Highlight Wurst, die

    Bedeutungen (2):

    1. Nahrungsmittel aus zerkleinertem Fleisch [mit Innereien, Blut] und Gewürzen, das in [künstliche] Därme (2) gefüllt wird

    2. etwas, was wie eine Wurst aussieht, die Form einer länglichen Rolle hat

    Quelle: Duden
    --
    Damit dürfte doch alles klar sein?
  • kerisma 15.07.2020 10:00
    Highlight Highlight "Der Name beziehe sich auf die Erscheinung des Produkts, nicht auf die Herkunft der Zutaten."

    Echt jetzt?

    Für mich klingt das nach "So-tun-als-ob". Aus meiner Sicht ist das nicht OK & ich finde es sogar seltsam, dass darüber überhaupt diskutiert wird, ob das OK sein könnte.

    Ich finde halt, dass auf einem Produkt, für das ich bezahle, das drauf stehen sollte, was drin ist & nicht etwas anderes, das es auch gibt, nur halt woanders & nicht in dieser Verpackung.
    • Yunnan 15.07.2020 12:16
      Highlight Highlight Es steht ja drauf, was drin ist, eben veganes Irgendwas.
  • _andreas 15.07.2020 09:41
    Highlight Highlight Ich wär erstmal dafür das Fleisch auch richtig deklariert wird. "Schweizer Fleisch" von wegen, als ob die Schweiz soviel Fleisch produzieren könnte. Sicher 50% davon kommt von Ausland und die Tiere haben keinen einzigen Schweizer Grashalm in ihrem leben gesehen. Das Problem ist, wenn ein Tier in der Schweiz geschlachtet wird darf man es Schweizer Fleisch nennen egal wo das Tier vorher gelebt hat. Ich finde das einfach eine riesen Irreführung. Ob jetzt eine Vegiwurst auch Wurst heisst ist doch scheiss egal, solange man erkennt dass es sich um ein Fleisch-oder Fleischloses-Produkt handelt.
    • Platonismo 15.07.2020 13:32
      Highlight Highlight Nein, das ist nicht richtig. Bei tierischen Produkten muss das Herkunftsland angegeben werden gemäss CH-Lebensmittelrecht.
    • aye 15.07.2020 14:18
      Highlight Highlight "Wenn ein Tier in der Schweiz geschlachtet wird darf man es Schweizer Fleisch nennen egal wo das Tier vorher gelebt hat."

      Hast du dafür eine Quelle?
    • aye 15.07.2020 14:28
      Highlight Highlight Habe jetzt selbst nachgesehen. Laut Schweizer Markenschutzgesetz (Art. 48a1 - Naturprodukte) wäre die von dir beschriebene Vorgehensweise klar illegal:
      "Die Herkunft [entspricht] für Fleisch dem Ort, an dem die Tiere den überwiegenden Teil ihres Lebens verbracht haben."

      Vielleicht solltest du das nächste mal deine Informationsquellen überprüfen, bevor du voller Überzeugung solchen Unsinn weiterverbreitest.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 15.07.2020 09:40
    Highlight Highlight In letzter Zeit scheints in Europa immer mehr Sprachpolizisten zu geben...
    Sucht euch ein Hobby!
    • Martel 15.07.2020 12:34
      Highlight Highlight @James Smith: die Verwendung des Gender-Sternchens würde bedeuten, dass man dieses ganze Gendergschmeuss akzeptiert und gutheisst.
    • DieFeuerlilie 15.07.2020 17:16
      Highlight Highlight Liebe Martel
      Ich freue mich immer über kritische Kommentarschreiberinnen!

      Falls du ein Mann sein solltest: dann fühl‘ dich bitte mitgemeint. 😊
  • sikki_nix 15.07.2020 09:37
    Highlight Highlight Was für ein Gejammere. Dann aber bitte auch Würste nicht als solche bezeichnen, die nur aus gepressten Knochen, Wasser und Verdickungsmitteln bestehen.
  • 6030ebikon 15.07.2020 09:23
    Highlight Highlight Was wird als Nächstes diskutiert ?? Ob die Vegi-Würste in die Gemüseabteilung gehören oder ob es doch beim Fleischzeugs angeboten werden darf ?!?
    • Das etwas 15.07.2020 11:25
      Highlight Highlight das muss man doch nicht diskutieren vegi-dingsda die ausehen wie würste gehören nicht in die nähe des fleisches.

      stell dir vor der arme veganer muss sonst stetig die geschlachteten tieren ansehen und bekommt einen blutsturz dabei begünstigt durch den b12 mangel den seine ernährungsweise mitsichbringt ;P
    • salliona 15.07.2020 11:46
      Highlight Highlight @Das etwas: Dir ist schon klar, dass man Tieren heute B12 gibt, damit wiederum Fleischesser B12 aufnehmen? Per Natur würden Tiere sonst zu wenig aufnehmen.
    • Martel 15.07.2020 12:35
      Highlight Highlight @Das etwas: wieso so missionarisch? Lass die Menschen doch essen was sie wollen, kann dir dich wurscht sein...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chris W 15.07.2020 09:21
    Highlight Highlight Kann mir mal jemand erklären warum es nötig ist Fleischerzeugnisse zu imitieren? Ich versuche doch auch nicht mein Gehacktes wie ein Salatblatt aussehen zu lassen. Stehen die Leute nicht dazu, dass sie kein Fleisch essen oder warum muss das Gemüsetätschli aussehen wie eine Bratwurst?

    • Ritiker K. 15.07.2020 10:59
      Highlight Highlight Die Fleischersatz-Produkte zielen in erster Linie auf Fleischesser um denen eine fleischlose Alternative zu bieten, die aber nicht zu weit von Fleisch entfernt ist.

      Die meisten Vegis und Veganer brauchen keine Burger und Würste die sie Konsistenz und den Geschmack von Würsten haben.






    • Liselote Meier 15.07.2020 11:01
      Highlight Highlight Das gibt es bei Fleischgerichte genau so. Fondue Chinoise z.B. Fondue => fondue => geschmolzen.

      Fondue Chinoise hat aber nichts mit schmelzen zu tun. Sprich es ist genau so dem Wortwörtlichen Fondue (Käse) nachempfunden.

    • MahatmaBamby 15.07.2020 11:13
      Highlight Highlight Und warum muss dein Fleisch unbedingt die Form eines Phallus haben?
      Ist ja auch ein konstruiertes Produkt
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kopold 15.07.2020 09:17
    Highlight Highlight Ist auch mega wichtig dass Soja-, Mandel-, Kokos- und Hafermilch auf keinen Fall als solche bezeichnet werden, sondern mit dem unsäglichen 'Drink' deklariert.

    Genauso wie in den Bergen der Gletscherdrink fliesst,
    Latex aus dem Drinksaft aus den Drinkröhren von Wolfsdrinkgewächsen hergestellt wird,
    und wir nachts zur Drinkstrasse hochschauen.
    • El Vals del Obrero 15.07.2020 09:35
      Highlight Highlight Leider gibt es genügend Menschen, die meinen Pflanzenmilch sei physiologisch mit Kuhmilch vergleichbar und meinen, sie könnte z.B. als 1:1-Ersatz für kleine Kinder angewendet werden.

      Und "Milch" ist ja explizit nicht nur eine Form- oder Farbbezeichnung wie "Wurst".

      Von dem her finde ich es in diesem Fall eher gut, wenn die Bezeichnung "Milch" nicht verwendet werden darf und es ist nicht ganz mit "Wurst" vergleichbar.
    • bytheway 15.07.2020 10:16
      Highlight Highlight Deshalb sollten dringend auch Begriffe wie 'Sonnenmilch' oder 'Gesichtsmilch' überdacht werden. Es besteht die latente Gefahr, dass jemand den physiologischen Unterschied zur Kuhmilch nicht erkennt.
    • ingmarbergman 15.07.2020 10:37
      Highlight Highlight Babys sollten keine Kuhmilch trinken. Und kleine Kinder auch nur in sehr kleinen Mengen.

      Die ungesunde Menge Milchprodukte, die wir in der Schweiz zu uns nehmen, liegt daran, dass es nach dem 2. WK eine massive Überproduktion gab und anstatt die Produktion zu reduzieren, hat man eine Propagandaoffensive gefahren. Die Fussball spielende Kuh ist ein Beispiel davon.

      Hier geht es nur um Geld, nicht darum, was Gesund wäre.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Autokorrektur 15.07.2020 09:15
    Highlight Highlight Wieso "Steak" erlaubt und "Cervelat" verboten ist enzieht sich mir vollumfänglich. Letztlich ist Cervelat keine eindeutige Produktebezeichnung einer Marke, die geschützt werden kann, sondern bezeichnet einfach ein Produkt. Viel lieber wär mir, endlich zu wissen woher genau das Fleisch in der Packung ist (wie beim Gemüse) und vor allem, welche Teile vom Tier verwendet wurden für den Fleischkäse.
    • P. Meier 15.07.2020 12:46
      Highlight Highlight Cervelat ist in den Grundzutaten genau definiert. Auch die Form ist gegeben. Ich habe noch nie einen Cervelat in der Form einer Kalbsbratwurst gesehen. Warum Steak möglich sein soll, verstehe ich auch nicht.
    • Balikc 15.07.2020 14:25
      Highlight Highlight Der Name Cervelat leitet sich aus einer ursprünglichen Hauptzutat ab, dem lateinischen cerebellum, der Verkleinerungsform von cerebrum (=Gehirn).
  • El Vals del Obrero 15.07.2020 09:13
    Highlight Highlight Das in Fleischkäse kein Käse drin ist oder im Osterhasen kein Hasenfleisch wird dafür einfach ignoriert!

    Aber im Ernst sollte doch einfach zwischen Bezeichnungen für eine Form (Wurst, Gehacktes, Burger etc.) und Bezeichnungen für eine bestimmte Fleischart (Rinderfilet, Blutwurst) unterschieden werden.
    • Grave 15.07.2020 09:31
      Highlight Highlight Wie da ist kein hase drinn ? Und was ist mit den schokochläusen und den mozartkugeln ? 🤨
    • MunggmitBart 15.07.2020 09:57
      Highlight Highlight Beim Fleischkäse kommt die Bezeichnung doch eben auch von der Form und nicht vom Inhalt :)
    • Kopold 15.07.2020 10:01
      Highlight Highlight Ich hätte aso Babypuder auch lieber vegan...
    Weitere Antworten anzeigen
  • blueberry muffin 15.07.2020 09:13
    Highlight Highlight Mimimi Veganer sind so böse und warum überhaupt Fleischersatz Mimimi. Schnell Wörter verbieten, Mohrenkopf muss aus Menschenfleisch bestehen mimimi.

    So die Diskussionen in diesem Sommer bisher. Gut wenn man keine anderen Probleme ...

    Ah doch, Klimawandel, Pandemi und Rassismus. Hey, wie wärs mit Fleisch verbieten, Autos verbieten, Schulen verbessern, Hilfe für sozial Schwache ausbauen, Jobs schaffen durch Ausbau von ÖV, Green Energy vorantreiben, ...
  • MoistVonLipwig 15.07.2020 09:09
    Highlight Highlight Wurst, Burger und Steak umschreiben für mich eher Form als Inhalt.
    Der Inhalt wird ja auch beim Fleisch genauer definiert. Sei es die Schweinswurst, Hirschwurst, Rindsburger etc.
    Nach ihrer Begründug dürfe es nur DIE Wurst geben und alle anderen Würste müssten bereits eine andere Bezeichnung bekommen.
    Die Cervelat ist ja zBsp klar definiert.
  • das Otzelot 15.07.2020 09:07
    Highlight Highlight Ich finde den ganzen Ansatz diese Produkte zu verkaufen falsch. Statt "als Ersatz für" sollte mehr auf "Alternative zu" gesetzt werden.
    Ich als Fleischesser habe schon etliche dieser Produkte probiert. Im Kopf vergleiche ich eine Wurst/Burger/Nugget aus diesem Grund IMMER mit dem Original. Und bei alles Liebe, dass Original ist halt einfach besser. Wird mir dies aber nicht als Vegi-Meatball sondern als Gemüsekugel beworben, gehe ich anders an die Sache ran und das Ding schmeckt plötzlich gar nicht übel und wird gekauft.
  • Nelson Muntz 15.07.2020 09:02
    Highlight Highlight ist doch wurst, solange der Käufer klar sieht obs eine Fleisch- oder Vegiwurst ist
  • Izak 15.07.2020 09:01
    Highlight Highlight Ist das Produkt meiner morgendlichen Defäkation dann keine Wurst mehr? Oder nur, wenn sie aus "Fleisch" "hergestellt" wurde?
  • Trixi9 15.07.2020 09:01
    Highlight Highlight Wenn ein "Fleischi" mal ungewollt was fleischloses erwischt, wirds ihm ja wohl kaum schaden ,-).
    Und wenn wir schon beim Thema sind:
    Was ist mit den Katzenzüngen, den Ostereiern, der Bodenmilch (die gibts wirklich!), Käseschmiere, Hamburger und die eine Wurst die jeder von sich gibt... Liegen hier nicht auch Verwechslungsgefahren vor?
    Übrigens können aus wenigen Zutaten ganz leicht selbstgemachte Fleischalternativen gemacht werden, wer die industriell und überteuerten nicht kaufen möchte.
  • Glenn Quagmire 15.07.2020 09:00
    Highlight Highlight
    Play Icon
  • Rundlauf 15.07.2020 08:58
    Highlight Highlight Manchmal ist es tatsächlich schwierig zu erkennen, ob das jetzt einfach "Ökofleisch" oder veganes "Fleisch" ist. Bin da für einfache und transparente Bezeichnungen.

    Wenn ich bewusst konsumieren möchte, muss ich auch bewusst für/gegen etwas entscheiden können. Mit irreführenden Bezeichnungen unterstellt man dem Konsumenten mehr oder weniger direkt mangelndes Urteilsvermögen.

    Und das mit der Irreführung gibt es in beide Richtungen.
    • Autokorrektur 15.07.2020 09:11
      Highlight Highlight Die veganen Produkte sind in jedem Laden in dem ich bisher war, in einer anderen Ecke als die Fleischprodukte. Manchmal steht "bewusst einkaufen" halt auch einfach für "ich sehe, wo ich stehe". 🙄
    • blueberry muffin 15.07.2020 09:18
      Highlight Highlight Als bewusster Konsument schaust du dir die Zutatenliste an. Wie sonst triffst du bewusste Entscheidungen? Anhand des Verpackungsdesign? Das freut die Marketingabteilung.
    • Arthur Philip Dent 15.07.2020 09:52
      Highlight Highlight "mit irreführenden Bezeichnungen unterstellt man dem Konsumenten mehr oder weniger direkt mangelndes Urteilsvermögen."

      Hä?! Das Gegenteil ist doch der Fall. Wenn man den Konsumenten nicht zutraut bei einer "vegi-wurst" zu merken, dass da kein Fleisch drin ist, spricht man ihm sein Urteilsvermögen ab..?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chromosom 15.07.2020 08:57
    Highlight Highlight Hat die Politik wirklich keine wichtigeren Sachen zu besprechen?
    Ob nun die Wurst aus Schwein, Rind oder Soja besteht macht doch keinen Unterschied darin, dass es eine Wurst ist. Ob Nuggets aus Chicken, Tofu oder Tintenfisch bestehen, ändert nicht an der Tatsache, das es Nuggets sind. Oder dürfen Chicken Nuggets nicht mehr Nuggets heissen, weil der Name vom Goldnugget kommt?
  • Snorlax 15.07.2020 08:55
    Highlight Highlight Eine Wurst ist eine Zubereitungsform. Vermicelles kommmen oft auch als Wurst in der Packung.
    Dasselbe gilt für Nuggets. Nuggets beschreibt eine Form. Gibt ja auch Goldnuggets.
    Für mich macht es Sinn, wenn es heisst: Vegane Wurst, oder Nuggets aus Quorn, o.ä.
    Was ich sinnlos finde, sind Vegane Chicken Nuggets, oder Vegane Kalbsbratwurst.
  • Cirrum 15.07.2020 08:53
    Highlight Highlight Ich würde viel Wichtiger finden, dass beim Fleisch deklariert wird, wie die Tiere gehalten werden und man so nicht in die Irre geführt wird!
    • Hierundjetzt 15.07.2020 09:10
      Highlight Highlight Steht ha auch 🙄😉 -> Label beachten
    • Autokorrektur 15.07.2020 09:11
      Highlight Highlight Oder was genau vom Tier drin ist. Stichwort Gelatine...
    • Hardy18 15.07.2020 09:18
      Highlight Highlight Die werden nicht gehalten, die stehen alleine.
    Weitere Antworten anzeigen
  • who cares? 15.07.2020 08:48
    Highlight Highlight Veganer Fleischkäse ist unzulässig, aber Fleischkäse darf Fleischkäse heissen, obwohl kein Käse drin ist? Es handelt sich ja auch um ein Produkt (Fleisch) in Form eines anderen (Käse). Genau mein Humor😂
    • P. Meier 15.07.2020 12:53
      Highlight Highlight Fleischkäse ist so gesehen schon grenzwertig. Veganer Fleischkäse ist aber wohl Ironie, denn weder Fleisch noch Käse kann vegan sein.
  • Dr no 15.07.2020 08:47
    Highlight Highlight Ich werde nie verstehen warum man die fleischprodukte kopieren muss. Warum muss es wie ein burger aussehen und so heissen? Ein vegiburger der sogar „blutet“, das ist weired.
    • Bits_and_More 15.07.2020 10:41
      Highlight Highlight Immer die gleiche Aussage...
      Weils einfach geil schmeckt. Es gibt tatsächlich Menschen, die gerne in einen saftige Burger beissen, aber nicht wollen, dass ein Tier dafür getötet wird.
  • helmutx 15.07.2020 08:37
    Highlight Highlight So ein Quatsch... warum soll man nicht „vegane Salami“ beschriften dürfen? Da ist ja jedem klar was es ist. Und es hilft, dass man ungefähr eine Ahnung hat, woran sich das Produkt geschmacklich orientiert. Die sollen viel eher endlich die Deklarationspflichten verbessern, damit zB auf Tomatenmark aus „Italien“ steht, dass die Tomaten grösstenteils aus China kommen. Das ist eine Täuschung der Konsumenten!
    • P. Meier 15.07.2020 12:56
      Highlight Highlight Salami ist eine recht genau definierte Herstellung zur Haltbarkeitsmachung von Fleisch. Darum ist ein veganer Salami irreführend.
  • Seth 15.07.2020 08:36
    Highlight Highlight Der Begriff 'Wurst' beschreibt mMn doch einfach eine Form. Gibt ja noch andere 'Würste' in unserem Sprachgebrauch...
    Ich weiss ja auch nicht was die von Ihren Kunden denken, wenn sie annehmen es würde jemand getäuscht, steht ja immer drauf woraus es gemacht wurde...

    Im schlimmsten fall: Stell dir mal vor du kaufst eine Wurst, isst sie, sie schmeckt dir eventuell und dann findest du raus das kein Tier dafür gestorben ist? Wahnsinn, eine Täuschung sondergleichen... 🙄
    • leu84 15.07.2020 09:13
      Highlight Highlight Täuschung bleibt Täuschung. Wenn statt Rindfleisch billiges Pferdefleisch verwendet wurde ;)
    • Hierundjetzt 15.07.2020 09:13
      Highlight Highlight Sooo funktioniert das Lebensmittelgesetz gerade nicht.

      Nach 30 Jahre Kampf, machen eir das jetzt nicht rückgängig, gäll 😉

      Was draufsteht muss drin sein.

      Wenn Du Coca Cola kaufst, willst Du keinen schwarzen Sirup.

      Wenn Du Schwarzwäldertorte kaufst, willst Du keine Birnenwähe mit Schlagrahm

      Wenn ich eine Bratwurst kaufe, will ich Schweinefleisch und keine Rande
    • El Vals del Obrero 15.07.2020 09:19
      Highlight Highlight Bei der Bratwurst einverstanden, da diese traditionell ein ganz bestimmtes fleischhaltiges Rezept bezeichnet.

      Aber das Cola-Beispiel passt nicht. Klar, wenn Cola draufsteht muss Cola drin sein.

      Wenn aber nur "Flasche" steht (damit ist "Wurst" vergleichbar) kann irgendwas näher bezeichnetes drin sein, Cola hat den Begriff "Flasche" nicht gepachtet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 15.07.2020 08:31
    Highlight Highlight Es sieht aus wie eine Wurst, also ist es eine Wurst.
    Halt einfach eine ohne Fleisch.
    Ist doch nicht so schwer.
  • Bits_and_More 15.07.2020 08:29
    Highlight Highlight Für mich ein Klares Nicht-Problem das nur am Existenzmaximum auftreten kann.

    Zudem sind in den Detailhändler die Vegi-Produkte so gut wie immer in einem separaten Kühlschrank und gut getrennt vom Fleisch. Die Verpackung ist anders gestaltet. Und schlussendlich, wer kauft schon einfach eine Wurst, ohne überhaupt zu schauen was für eine das ist?
  • Erklärbart. 15.07.2020 08:24
    Highlight Highlight Anfangs fand ich es schon schräg von einer Wurst oder einem Burger zu sprechen, der gar nicht aus Fleisch ist. Ich fragte mich immer: wieso muss man etwas erfinden, dass nach Fleisch "riecht", wie Fleisch aussieht, aber nicht aus Fleisch ist und es trotzdem wie ein Fleischprodukt benennen?

    Mittlerweile muss ich sagen: Wurst ist Wurst. Ein Oberbegriff oder Gattung oder was auch immer. Egal ob sie aus Erbsen oder echtem Fleisch ist. Man muss sich das Leben nicht unnötig schwer machen.
  • Kiro Striked 15.07.2020 08:23
    Highlight Highlight Oh man... sind wir wirklich immernoch nicht weiter als "darf man das als Wurst bezeichnen oder nicht"...

    Die Fleischindustrie ist lächerlich, sorry. bin selber gelegentlicher Fleischesser (max. 1-2x im Monat) aber ist doch egal wie man das nennt, solange klar ist, dass es kein Fleisch enthält. Es sieht nunmal aus wie eine Wurst.

    Mein einziges Problem mit diesen Produkten ist der abartig hohe Wucherpreis. Bei mir gibts viel Gemüse, so hoch raffiniertes und verarbeitetes Essen ist nicht so meins.
    • Hierundjetzt 15.07.2020 08:36
      Highlight Highlight Wenn Du vegan essen möchtest, sei Dir das unbenommen.

      Warum vegane Chicken Nuggets aber *Chicken* Nuggets heissen müssen kann mir niemand erklären. Auch vegetarische Wurst (?), Beyound Börger (??) etc.

      Das ist reine Verkaufsförderung um Nicht-Vegetearische Marktsegmente zu erschliessen (Der Teilmarkt Vegetarier ist viel zu klein, als das er im industriellen Massstab rentiert).
    • skisandtrail 15.07.2020 08:36
      Highlight Highlight Genau dasselbe beim Mohrenkopf ;-).

      Leider ist das ganze schon sehr irreführend. Hatte ne Wurst gekauft und als ich die dann Essen wollte fast das Würgen gekriegt (schmeckte halt einfach nicht wie ne Wurst), bis ich rausfand, dass die nicht abgelaufen war, sondern dass es eine vegane Wurst war.

      Lebensmittel in der Schweiz sind grundsätzlich zu günstig (oder zumindest geht das Geld zu den falschen - also nicht zum Produzenten).
    • Kiro Striked 15.07.2020 09:04
      Highlight Highlight @Hierundjetzt

      Chicken!!! Nuggets. Ja. Da ist der Name wirklich doof.

      Wurst? Nein. Es hat die Form einer Wurst. Wurst definiert ja noch keinen Inhalt.

      Wurst kann dick, dünn, lang, kurz, mit dicker Haut, mit dünner Haut, mit Schwein, Rind, Huhn, Pute, Gemüse, oder sonst was gefüllt sein. Wenn es nun "Schweinsbratwurst Vegan" heisst, wäre ich auch skeptisch.

      Auch bei Beyond Burger. Ich sehe nirgends die Definition dass bei einem "Burger" das Patty nur aus Rindfleisch sein darf. "Ham" Burger, da schon. Burger, da nicht, es definiert nicht den Inhalt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Joel Isele (1) 15.07.2020 08:20
    Highlight Highlight Haben wir keine anderen / wichtigeren Probleme?

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