Hitzesommer hat die Schweiz 2,1 Milliarden Franken gekostet
Wer in der Hitze malochen muss, arbeitet weniger effektiv, ermüdet schneller, schläft schlechter. Das ist nicht nur auf individueller Ebene verheerend – es hat auch drastische wirtschaftliche Folgen.
So hat die Schweiz während des Hitzesommers 2026 über 2 Milliarden Franken verloren. Das rechnet eine Studie des Städteverbands vor, aus der die «NZZ am Sonntag» zitiert.
«Die Menschen konnten schlicht weniger gut arbeiten, mit klaren Folgen für die Wirtschaftsleistung», sagt Hanspeter Hilfiker, der Präsident des Städteverbands.
Kleine Städte besonders betroffen
Die Studie des Städteverbands berechnete, wie stark die Temperaturen in den Sommermonaten Juni, Juli und August einen Einfluss auf die Arbeitsleistung der Bevölkerung hatten. Grundlage ist eine ETH-Analyse aus dem Jahr 2022. Sie bezifferte den Verlust noch auf knapp 700 Millionen Franken – nun sind es dreimal so viel.
Besonders betroffen sind gemäss Städteverband kleinere Städte und die Agglomeration. Hilfiker argumentiert, dass in den grossen Städten Bürogebäude besser gekühlt seien. Der Städteverband fordert deshalb auch mehr für den Hitzeschutz; dieser sei auf Ebene Bund unterfinanziert.
«Die Resultate sind ein Aufruf, jetzt zu handeln und in den Hitzeschutz zu investieren», sagt Hilfiker gegenüber der «NZZ am Sonntag».
(her)
