Im Zürichsee ist wegen der Trockenheit eine neue kleine Insel aufgetaucht
In der Nacht auf Freitag hat es im Kanton Zürich mal wieder ziemlich stark geregnet. Davor war es lange heiss und trocken – so sehr, dass sich im Zürichsee eine neue kleine Insel bildete, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt.
Diese Insel bildete sich um den sogenannten Stäfner Stein, der knapp 400 Meter von Stäfa entfernt liegt. Hierbei handelt es sich um einen Felsen, der auch bei normalem Pegel aus dem Wasser ragt. Das Gelände um den Stein liegt üblicherweise unter Wasser – etwa so tief, dass man darauf stehen kann und der halbe Körper dabei aus dem Wasser ragt.
Am Donnerstagnachmittag lag der Pegel aber zwischenzeitlich auf einem Rekordtief von 405,43 Meter über Meer. So ragte ein Teil der Untiefe plötzlich aus dem Wasser. Ein weiterer, um einiges grösserer Teil lag derweil noch knapp unter Wasser, war aber von der Oberfläche aus gut sichtbar.
Dass plötzlich ein neues Inselchen im Zürichsee auftaucht, ist zwar ungewohnt, aber kein Novum. Wie der «Tages-Anzeiger» schreibt, lag die Fläche um den Stäfner Stein im Jahr 1909 schon einmal frei. Damals lag der Zürichsee auf noch tieferen 405,24 Meter über Meer. Der Wert fliesst in heutige Statistiken nicht mehr ein, weil erst seit 1951 das Kraftwerk Letten umgebaut ist und der Wasserstand des Sees reguliert und systematisch gemessen wird.
Durch die Regenfälle am Donnerstag und Freitag hat sich der Zürichsee mittlerweile wieder etwas gefüllt. Am Freitag um 13 Uhr lag der Pegel wieder bei 405,51 Meter. (dab)
