Das hat es mit dem Ritter auf sich, der beim Murtenlauf mitmarschiert ist
Beim 92. Murtenlauf am Sonntag gab es einen etwas aussergewöhnlichen Teilnehmer: Der französische Performancekünstler Abraham Poincheval absolvierte die 17,17 Kilometer in einer 34 Kilogramm schweren Rüstung. So hat das ausgesehen:
Poincheval wollte mit der Aktion an den Ursprung des traditionsreichen Laufes erinnern. Der älteste Strassenlauf der Schweiz gedenkt nämlich der Schlacht bei Murten. In dieser besiegten die Eidgenossen am 22. Juni 1476 die Armee von Karl dem Kühnen. Der Legende nach soll danach ein Bote mit einem Lindenzweig in der Hand nach Fribourg gelaufen sein, um die Botschaft zu verkünden. Jetzt – 550 Jahre später – tat es Poincheval ihm gleich. Ikonischerweise bekam er dafür sogar die Startnummer 550.
Poincheval ist um circa sieben Uhr morgens in Murten losgelaufen und hat die Ziellinie knapp fünf Stunden später in Fribourg überquert. Laut der offiziellen Rangliste hat er am längsten für die Strecke gebraucht.
Poincheval ist der «umherziehende Ritter»
Im Rahmen eines Kunstprojekts war Poincheval als «Chevalier errant» oder «umherziehender Ritter» bereits zuvor in seiner Rüstung unterwegs. Insgesamt soll er darin 250 Kilometer zu Fuss zurückgelegt haben – von der Rütliwiese bis nach Fribourg. Eine Ausstellung dazu findet aktuell im «Musée d'art et d'histoire» in Fribourg statt. (lzo)
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