Nach Sturzdrama zu Gold: Audrey Werros verrückte 24 Stunden
Von der Aussenbahn 9 aus, auf die sie durch den kurzfristigen Final-Einzug per Rekurs gerutscht war, lief die Schweizerin zu Gold – für die Schweiz einer derbisher emotionalsten Momente dieser Titelkämpfe.
Nach dem Rennen zog Werro Bilanz über die turbulenten Stunden seit ihrem Sturz im Halbfinal. Körperlich gehe es ihr deutlich besser als noch am Vortag, sagte sie – auch wenn sie jetzt erst einmal Schlaf und Ruhe brauche, um alles zu verarbeiten, was passiert sei. Vor allem aber sei sie überglücklich.
Rückblickend beschreibt Werro die Zeit zwischen ihrem Sturz und dem Final als wohl die verrücktesten 24 Stunden ihres Lebens. Mental sei die Situation nicht einfach gewesen, weil ihr eine reguläre Qualifikation für den Final gefehlt habe – dieser Umstand habe sie beschäftigt. Sie habe aber gewusst, dass sie sich ihren Platz im Final verdient habe, und daran habe sie sich festgehalten.
Auch äusserlich unterschied sich ihr Final-Rennen von allem, was sie bisher erlebt hatte: Auf Bahn 9 sei sie noch nie zuvor gelaufen. Ein Problem sei das für sie aber überhaupt nicht gewesen, betonte Werro.
Taktisch ging die 22-Jährige das Rennen mit viel Selbstvertrauen an. Sie habe sich entschieden, konstant schneller und schneller zu werden – und am Ende noch über genügend Reserven verfügt, um das Tempo nochmals anzuziehen. Genau dieser Schlussspurt sollte ihr am Ende zur Goldmedaille verhelfen.
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