«Jeder will Cristiano zurück»: Verband überrascht mit Aussage zum Fall Ronaldo
Portugals Verbandspräsident Pedro Proenca hat sich trotz einer vorläufigen Sperre klar für eine Rückkehr von Cristiano Ronaldo in die Nationalmannschaft ausgesprochen. Die portugiesische Zeitung «A Bola» hatte zuvor berichtet, der Verband habe Ronaldo vorläufig gesperrt. Ein endgültiges Urteil der Disziplinarkommission steht noch aus.
Bei einer Stadioneinweihung in Porto äusserte sich Proenca am Samstag versöhnlich. «Der Verband, der Trainer, alle Teamkollegen sind sich einig: Jeder will Cristiano zurück. Ich erwarte ihn bereits während der internationalen Pause im November», sagte er vor Journalisten. Wann die Disziplinarkommission über ein mögliches Strafmass entscheidet, liess Proenca offen: «Das hängt allein von der Disziplinarkommission ab, die als autonomes Gremium die Arbeit erledigen wird.»
Auslöser des Konflikts war Ronaldos vorzeitige Abreise aus dem Quartier der portugiesischen Nationalmannschaft. Der Stürmer war beim 2:1-Sieg im Nations-League-Hinspiel in Norwegen nicht eingesetzt worden. Danach warf er Trainer Jorge Jesus öffentlich Wortbruch vor. Seine Zukunft im Nationalteam ist seitdem offen.
Ronaldo rechnet mit Sperre
Ronaldo selbst hatte in einer Stellungnahme angedeutet, mit einer Sperre zu rechnen. Danach stehe er dem Team aber wieder zur Verfügung, liess er wissen.
Ungeachtet des Streits bleibt Ronaldo Rekordhalter: In 234 Länderspielen für Portugal erzielte der frühere Stürmer von Real Madrid, Manchester United und Juventus Turin 146 Tore. Beide Marken sind internationale Bestleistungen. Portugal selbst gewann in den vergangenen zwei Wochen alle vier Nations-League-Spiele und steht vorzeitig im Viertelfinale. (riz/tonline)

