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EM 2020: «Spread Love» – Goretzkas Jubel als Zeichen gegen Homophobie

Jubel Leon GORETZKA (GER) nach seinem Tor zum 2:2, v.l. Kevin VOLLAND (GER), Leon GORETZKA (GER), Leroy SANE (GER), Gruppenphase, Vorrunde Gruppe F, Spiel M36, Deutschland (GER) - Ungarn (HUN), am 23. ...
Auch als er von Teamkollege Kevin Volland im Freudentaumel zu Boden gerissen wird, zeigt Goretzka den ungarischen Fans das Herz als Zeichen gegen Homophobie.Bild: IMAGO / Sven Simon

«Spread Love» – Goretzkas Jubel als Zeichen gegen die rechtsextremen Ungarn-Fans

Durch das deutsche 2:2 kurz vor Schluss brachen in München alle Dämme. Die DFB-Elf rettete sich gerade so ins Achtelfinale. Der goldene Torschütze dabei war Leon Goretzka, der eine besondere Nachricht loswerden wollte.
24.06.2021, 06:3424.06.2021, 06:34
Ein Artikel von
t-online

Selten war ein EM-Spiel durch die Geschehnisse vor dem Anpfiff so geprägt wie bei der Partie zwischen Deutschland und Ungarn. Die Debatte um die verbotene Regenbogen-Beleuchtung der Allianz Arena heizte die Stimmung auf.

Während die Hymnen liefen, erregte ein Flitzer mit Regenbogenfahne die Aufmerksamkeit der Fans.

Die Nationalspieler selbst zeigten ein schlichtes Statement durch die Regenbogen-Kapitänsbinde von Manuel Neuer – und durch einen Torjubel.

«Spread Love» – eine klare Aussage

Als Leon Goretzka kurz vor Schluss das 2:2 erzielte, lief der Torschütze vor den ungarischen Fanblock hinter den Kasten von Péter Gulácsi und bildete aus seinen Händen ein Herz. Der Blick ging starr in die Menge. Selbst als Kevin Volland und Joshua Kimmich ihren Teamkollegen vor Ekstase umrissen, hatte Goretzka weiter den Blick auf die ungarischen Anhänger gerichtet. Denn dort im Block standen nicht irgendwelche Fans, dort stand die «Carpathian Brigade», eine rechtsextreme Vereinigung, die den homophoben Kurs der Orbán-Regierung unterstützt.

Nach dem Spiel postete Goretzka das Bild vom Torjubel und kommentierte es mit: «Spread Love» und einem Emoji der Regenbogen-Fahne. Binnen weniger Stunden gab es fast 170'000 Likes auf das Bild – und viel Zuspruch in den Kommentaren. Auch Bundesliga-Legende Naldo und Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg unterstützten Goretzka mit seinem Statement.

Es ist nicht das erste Mal, dass der 26-Jährige seine Stimme zu gesellschaftlichen oder politischen Stimmen erhebt. Immer wieder positioniert sich Goretzka klar gegen Rassismus oder Homophobie.

(t-online/BZU)

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