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Valieva erklärt positiven Doping-Test: Es waren Tropfen des Grossvaters

Kamila Valieva, of the Russian Olympic Committee, trains at the 2022 Winter Olympics, Monday, Feb. 14, 2022, in Beijing. (AP Photo/Bernat Armangue)
Kamila Valieva gab einen positiven Dopingtest ab – angeblich wegen der Medizin ihres Grossvaters.Bild: keystone

Valieva erklärt den positiven Doping-Test: Es waren die Tropfen des Grossvaters

15.02.2022, 09:2615.02.2022, 13:13

Die Medizin des Grossvaters soll nach Angaben der Anwälte von Eiskunstläuferin Kamila Valieva zum positiven Dopingtest vor Olympia geführt haben.

Es sei zu einer Verunreinigung mit einem Produkt gekommen, das ihr Grossvater eingenommen habe, sagte IOC-Mitglied Denis Oswald unter Berufung auf die Anwälte der jungen Russin.

Die abenteuerlich anmutende Erklärung sei Teil von Valievas Verteidigung im Eilverfahren des internationalen Sportgerichtshofs CAS über ihre Zulassung zum Frauen-Einzel gewesen, sagte Oswald, Vorsitzende der Disziplinarkommission des IOC.

Die CAS-Richter entschieden mit Blick auf Valievas Alter und die unzureichende Beweislage, die Starterlaubnis für den Einzelwettbewerb zu erteilen. Die Anwälte hätten «Gründe präsentiert, die Zweifel an ihrer Schuld» hinterliessen, sagte Oswald.

Offen liess der Schweizer, wie die Medizin des Grossvaters in Valievas Körper gelangt sein soll. Das Ganze tönt nach einer Rechtfertigung, wie sie von dopenden Spitzensportlern in Variationen oft verwendet wird.

Denis Oswald, Directeur CIES, lors du colloque scientifique a l'occasion des 20 ans du CIES (Centre International d'Etude du Sport) sur le theme "manipulation des competitions sportives ...
Denis Oswald, Vorsitzender der Disziplinarkommission des IOC.Bild: KEYSTONE

Das IOC hatte kurz nach dem CAS-Urteil entschieden, dass es im Falle eines weiteren Medaillengewinns von Valieva im Einzel keine Siegerehrung geben wird. Schon die Zeremonie für den Teamwettbewerb wurde abgesagt.

Oswald glaubt nicht an neues Staatsdoping

In der Doping-Affäre Valieva sieht das IOC indessen keine Fortsetzung des Skandals um Russlands organisierten Sportbetrug.

«Es scheint sich nicht um eine solche Situation zu handeln», sagte Denis Oswald. Auch wenn das IOC noch nicht alle Details rund um den positiven Test der jungen Europameisterin kenne, gehe man nicht von einer Verbindung zum russischen Dopingsystem vergangener Jahre aus.

epa09755495 A billboard showing Russia's Kamila Valieva reads ?Kamila, we are with you!? in Moscow, Russia, 14 February 2022. The 15-year-old Russian Olympic skater, who failed a pre-games drug t ...
«Kamila, wir sind mit dir!» Valieva hat Unterstützung aus Russland.Bild: keystone

Oswald präsidierte eine Kommission, die sich mit den Manipulationen der Russen bei den Winterspielen in Sotschi 2014 befasste. Wegen weiterer Verstösse ist Russland wie bei den Sommerspielen 2021 in Tokio auch bei den Winterspielen in Peking offiziell ausgeschlossen.

Schärfere Sanktionen lägen «nicht in den Händen des IOC», sondern seien Sache der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, sagte Oswald. Die WADA werde im Zug der Entwicklungen die Strafen gegen Russland prüfen und möglicherweise erweitern. (zap/sda)

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