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CAS-Urteil ist da: Valieva darf in Peking zum Einzel-Wettkampf starten

Kamila Valieva, of the Russian Olympic Committee, trains at the 2022 Winter Olympics, Saturday, Feb. 12, 2022, in Beijing. (AP Photo/Bernat Armangue)
Für Kamila Valieva gehen die Spiele trotz positivem Doping-Befund weiter.Bild: keystone

CAS-Urteil ist da – Valieva darf in Peking zum Einzel-Wettkampf starten

14.02.2022, 07:2614.02.2022, 11:45

Die russische Eiskunstläuferin Kamila Valieva darf trotz eines vor den Olympischen Spielen festgestellten Dopingvergehens in Peking weiterhin an den Start gehen. Die 15-Jährige, die zu Beginn dieser Winterspiele mit dem russischen Team die Goldmedaille gewonnen hat, gehört auch in der Einzelkonkurrenz zu den Top-Anwärterinnen auf den Olympiasieg.

Als einen der Gründe für den Entscheid nannte das CAS das Alter der 15-Jährigen, die als Minderjährige eine «geschützte Person» unter dem Code der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) sei. Zudem wäre es angesichts der unklaren Beweislage und der Verzögerungen bei der Auswertung des Dopingtests unfair, der Russin eine Teilnahme am Einzel zu verwehren.

In der Doping-Affäre um das Eiskunstlauf-Ausnahmetalent geht es nicht nur um sauberen Sport bei den Spielen in Peking. Auch der seit dem Staatsdoping-Skandal beschädigte Ruf Russlands steht wieder auf dem Prüfstand.

Die Ad-hoc-Kammer des Sportgerichtshofs musste darüber befinden, ob die russische Anti-Doping-Agentur (Rusada) eine vorläufige Sperre der Europameisterin wieder aufheben durfte. Den Dopingtest hatte die derzeit wohl weltbeste Eiskunstläuferin bereits im Dezember bei den russischen Meisterschaften abgegeben.

Der positive Befund auf das verbotene Herzmittel Trimetazidin sei vom Dopinglabor in Stockholm aber erst am 7. Februar übermittelt worden, hatte die Rusada mitgeteilt.

Die Highlights von Valievas Kür im Teamwettkampf.Video: YouTube/One Sports

Einen Tag später und damit nach Abschluss des Team-Wettbewerbs bei den Winterspielen sprach die Rusada gegen Valieva eine Sperre aus. Mit dem Team hatte das Supertalent vorher Gold gewonnen. Nach einem Einspruch hob die Rusada die Suspendierung aber nach nur einem Tag wieder auf.

Deshalb schalteten IOC, die WADA und der Eislauf-Weltverband das Schnellgericht des CAS in Peking ein. Unter dem Vorsitz des Italieners Fabio Iudica gab es am Sonntag eine mehr als fünfstündige Anhörung der Verfahrensbeteiligten per Videoschaltung. Auch Valieva selbst sagte vor den Sportjuristen aus.

Keine Medaillenfeier für Valieva in Peking

Im Fall eines weiteren Medaillengewinns der Russin im Einzel wird es in Peking keine Siegerehrung geben. Dies entschied das IOC am Montagabend Ortszeit. Es sei unpassend, mit einer in der A-Probe positiv auf Doping getesteten Sportlerin, deren Vergehen aber noch nicht endgültig festgestellt sei, eine Medaillenzeremonie abzuhalten.

Die Medaillenzeremonien sollen laut IOC auf würdevolle Art nachgeholt werden, sobald das sportrechtliche Verfahren um Valieva abgeschlossen ist. (dab/pre/sda/dpa)

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