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7 Länder drohen mit Russland-Boykott an Hockey-WM – SIHF wartet ab

Switzerland's Nico Hischier, left, fights against Russia`s Alexander Ovechkin during the game between Switzerland and Russia, at the IIHF 2019 World Ice Hockey Championships, at the Ondrej Nepela ...
Swiss Ice Hockey schliesst sich dem Russland-Boykott anderer Länder noch nicht an.Bild: KEYSTONE

7 Länder drohen mit Russland-Boykott an der Hockey-WM – Schweiz wartet ab

03.11.2026, 15:2003.11.2026, 23:24

Die mögliche Rückkehr von Russland an Eishockey-Weltmeisterschaften sorgt weiterhin für Schlagzeilen. Im Laufe des Dienstags haben mehrere nationale Eishockeyverbände erklärt, an den kommenden Weltmeisterschaften im Mai 2027 in Deutschland nicht gegen die russische Nati anzutreten, sollte diese tatsächlich ins Teilnehmerfeld aufgenommen werden.

Den Stein ins Rollen brachte der finnische Eishockeyverband bereits gestern Abend, der ankündigte, zwar an der WM teilzunehmen, aber ein allfälliges Spiel gegen Russland boykottieren zu wollen. Dies habe man so auch dem Council des Internationalen Eishockeyverbands (IIHF) mitgeteilt.

Bald schlossen sich auch Dänemark, Schweden, Norwegen und später auch noch Tschechien dieser Bewegung an und kündigten ebenfalls einen Russland-Boykott an. Lettischen Mannschaften sowie Einzelsportlern ist es derweil gar gesetzlich untersagt, gegen russische Gegner anzutreten. Lettlands Verband hat heute aber ebenfalls noch einmal bekräftigt, dass seine Nationalteams gegen Russland nicht auflaufen würden.

Der Schweizerische Eishockeyverband (SIHF) scheint den Boykott-Drohungen der anderen Länder nicht zu folgen. «Swiss Ice Hockey hat den Entscheid des Internationalen Sportgerichtshofs CAS zur Wiederzulassung russischer Nationalteams zu den internationalen Wettbewerben zur Kenntnis genommen. Die weiteren Schritte zur Umsetzung des Urteils liegen nun in der Zuständigkeit des Internationalen Eishockeyverbands IIHF», heisst es auf Anfrage von watson. Als einer von 16 teilnehmenden Verbänden an der Weltmeisterschaft werde man die weiteren Entwicklungen aufmerksam verfolgen und die Entscheidungen der IIHF abwarten.

Als erster deutschsprachiger Verband kündigte auch Österreich einen Russland-Boykott an. Alexander Helwig, Geschäftsführer des österreichischen Eishockeyverbands, sagte am Dienstag in der ORF-Sendung «Sport 20»: «Unsere Position ist relativ klar: Solange Krieg geführt wird, lehnen wir ganz klar ab, dass Russland an internationalen Eishockeyturnieren teilnimmt.» Stand jetzt werde Österreich, das mit Roger Bader von einem Schweizer gecoacht wird, auf keinen Fall gegen Russland spielen.

U20-WM in Gefahr und nächster Sponsor droht

Bereits gestern wurde bekannt, dass sich die finnische Stadt Turku als Austragungsort der U20-WM 2028 zurückziehen würde, wenn Russland tatsächlich zurückkehrt. Nun hat Co-Gastgeber Tampere Gleiches beschlossen. Noch deutlicher wurde der kanadische Premierminister Mark Carney. Er sagte, dass die russischen Athleten für die U20-WM, die im Dezember in den kanadischen Städten Edmonton und Red Deer beginnt, nicht teilnehmen dürfen.

Auch Deutschland als Ausrichter der Herren-WM 2027 hat schon eine Rückgabe des Turniers ins Auge gefasst.

Zudem erfährt die IIHF noch mehr Druck von Sponsoren. Der finnische Reifenhersteller Nokian Tyres droht, sein Sponsoring für die Eishockey-WM zurückzuziehen, falls Russland am Turnier teilnimmt. Gestern hat der tschechische Wettanbieter Tipsport bereits Gleiches angedroht.

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne hat am Freitag entschieden, dass der Internationale Eishockeyverband (IIHF) Russland wieder zu den Weltmeisterschaftsturnieren zulassen muss. Im CAS-Urteil ist festgehalten, dass die von der IIHF angeführten Gründe für die Verbannung Russlands – die Sicherheit der Teilnehmer, Zuschauer und freiwilligen Helfer – nicht ausreichend für einen solchen Entscheid seien.

Nach dem CAS-Entscheid müssten die russischen Teams bereits in dieser Saison wieder zu den jeweiligen Weltmeisterschaften zugelassen werden – als Erstes bei der U20-WM der Männer Ende Dezember. Aber auch die U18-WM der Frauen im Januar oder die A-WM der Männer im Mai in Deutschland wären betroffen. (abu)

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Die besten Bilder der Eishockey-WM in Zürich und Fribourg
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Die Schweizer Nati wird vom Publikum an der Heim-WM mit viel Liebe verabschiedet.

quelle: keystone / andreas becker
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