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German players celebrate after the Euro 2020 soccer championship group F match between Germany and Hungary at the Allianz Arena in Munich, Germany,Wednesday, June 23, 2021. (Lukas Barth/Pool Photo via AP)

Mit einem blauen Auge davongekommen: Deutschland reichte gegen Ungarn ein Remis zum Achtelfinal-Einzug. Bild: keystone

Deutschland nach Zitter-Remis: «Vollblamage umgangen», aber das Team ist «eine Baustelle»



Am Mittwochabend hat Deutschland als letztes Team gemeinsam mit Portugal den Achtelfinal-Einzug sichergestellt. Besonders souverän meisterte die DFB-Elf die letzte Hürde Ungarn allerdings nicht: Bis zur 84. Minute lagen die Deutschen mit 1:2 zurück und standen so kurz vor dem überraschenden Out, ehe Leon Goretzka doch noch der Ausgleich gelang und sein Team in die K.o.-Phase schoss.

Entsprechend zwiespältig war nach dem Spiel die Reaktion der deutschen Presse auf den Auftritt des Teams von Joachim Löw. Einerseits herrscht Freude darüber, die Hammergruppe F überstanden zu haben – andererseits wird die Leistung gegen Aussenseiter Ungarn teilweise harsch kritisiert.

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«Der deutsche Fussball entgeht um Haaresbreite seiner nächsten Vollblamage! 2:2 gegen Ungarn. Als Gruppenzweiter qualifizieren wir uns für das Achtelfinale. Treffen am Dienstag (18 Uhr) auf England. In Wembley. In unserem Lieblingsstadion. Ein Klassiker. Doch da muss es besser werden. Viel besser. Sonst sehen wir gegen die bislang harmlosen Engländer alt aus …»

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Kicker

«Das erste Ziel ist erreicht. Die deutsche Elf hat sich ins EM-Achtelfinale gezittert. Doch Löws Entscheidungen geben Rätsel auf, seine Mannschaft bleibt eine Baustelle.»

«Was auf diesen Ausgleich folgte, war eine wilde, konfuse, zittrige Verteidigung dieses 2:2-Gleichstandes, der der deutschen Nationalmannschaft Platz zwei in der Gruppe F und damit die Zulassung zum Achtelfinale rettete. Da wurden die Bälle wie auf dem Dorfsportplatz in die Luft geschossen oder einfach nach vorne gebolzt, Hauptsache weg vom eigenen Kasten. Hauptsache weiterkommen, so die spürbare Parole. Der Erfolg heiligte die spröden Mittel.»

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Spiegel

«Fast wäre die Ära Löw in einem Fiasko geendet. Gegen Ungarn rettet sich die deutsche Elf kurz vor Schluss und trifft nun auf England. Aber es bleibt ein Team der Extreme – von dem man nie weiss, was man bekommt.»

«Nach dem furiosen 4:2 gegen Portugal am Samstag zeigte sich gegen Ungarn, wie schwer sich Löws Elf gegen tief stehende Gegner tut. Es war ein sehr enttäuschendes Spiel der deutschen Elf. Es bleibt wohl ein Team, das an guten Tagen gegen sehr gute Mannschaften gewinnen kann, aber an schlechten auch gegen viele vermeintlich schlechtere Gegner verlieren.»

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Eurosport

«Nach der 0:1-Auftaktniederlage waren die Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden der deutschen Mannschaft gering - zu statisch, inkonsequent und fehlerbehaftet war das Spiel der Löw-Elf. Mit einem Statement-Sieg gegen Portugal liess die Mannschaft anschliessend aufhorchen.»

«Doch diese deutsche Mannschaft zeigt: Es geht nur Schritt für Schritt voran, längst nicht alles klappt perfekt. Das System passt nicht kompatibel auf sämtliche gegnerische Taktiken – sondern ganz im Gegenteil – ist insgesamt noch nicht variabel genug. So war es ein Nervenspiel gegen Ungarn, bei dem die deutsche Mannschaft eher enttäuschte, denn überzeugte. Doch die gute Nachricht ist, dass die deutsche Mannschaft bereits bewiesen hat, zu was sie fähig ist. Vielleicht ist das Halbfinale drin, doch erst mal heisst nun der Gegner England – und das im Achtelfinale.»

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Welt

«Die deutsche Mannschaft ist so glücklich wie selten in die K.o-Runde eines grossen Turniers eingezogen. Erleichterung und Freude im Tross des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) sind berechtigt und nachvollziehbar, doch dass das Team so lange zittern musste, war erschreckend. Das 2:2 im letzten Vorrundenspiel der Europameisterschaft gegen Ungarn hat vor allem auch die Schwächen der Mannschaft aufgezeigt. Einmal mehr.»

«Das Team lässt weiterhin die defensive Stabilität vermissen, wie bereits in den Monaten vor der EM. Erneut fiel ein Gegentor nach einem Konter, das zweite direkt nach dem Ausgleich. Das darf auf diesem Niveau nicht passieren. Es bedarf einer klaren Analyse. Deutschland hat noch nicht richtig in das Turnier gefunden. Das Achtelfinale im Wembley-Stadion ist ein echter Härtetest für diese Mannschaft. Oder ihr Ende.›»

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Mit grossem Interesse verfolgten derweil auch die englischen Medien das Spiel in München. Da neben dem Deutschland-Spiel auch die Partie zwischen Frankreich und Portugal unentschieden endete, kommt es im Achtelfinal zum Duell zwischen den Deutschen und den «Three Lions», welche ihre Gruppe gewannen. Ein Kracher, vor welchem die Engländer Respekt zeigen – aber aufgrund des bescheidenen Auftritts der Deutschen dennoch Ambitionen auf einen Viertelfinal-Einzug haben dürfen.

Mirror

«Deutschland sah lange so aus, als würde es aus dem Turnier ausscheiden, da es gegen die wenig beachteten Ungarn zweimal im Rückstand lag, bis der eingewechselte Leon Goretzka zum Ausgleich traf und dem Team von Joachim Löw den Punkt sicherte, welchen es benötigt hatte.»

«Der Achtelfinal-Kracher wird das nächste Duell einer langen Reihe zwischen England und Deutschland, welches sowohl an der WM 1990 als auch bei der EURO 96 im Penaltyschiessen gewann, sein. [...] Für Gareth Southgate persönlich wird es eine spezielle Gelegenheit sein, sich für eine der schlechtesten Erfahrungen seiner Spielerkarriere revanchieren zu können. Es war sein Fehler im Penaltyschiessen im Halbfinal der EURO 96, welcher England den Platz im Final kostete.»

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The Guardian

«Einerseits wird Gareth Southgate zufrieden sein, aber andererseits wird er Gründe zur Sorge finden. Sicherlich werden die Deutschen besser sein, wenn sie am Dienstag im Wembley auf England treffen – etwas, das während langer Zeit in dieser chaotischen Nacht unmöglich schien. [...] Die Deutschen waren sechs Minuten davon entfernt, die Gruppe F als Letzter abzuschliessen, und dieses Ergebnis war ein Affront gegen eine verbissene, clevere ungarische Mannschaft, die kurz davor war, einen Schock für die Ewigkeit zu landen.»

«Deutschland war am Samstag gegen Portugal unwiderstehlich, aber gegen einen Gegner, der dazu entschlossen war, keine Geschenke zu verteilen, tat man sich während eines Grossteils des Abends schwer. Sie wirkten ziemlich wacklig hinten und beide Tore Ungarns werden, auch wenn sie gut herausgespielt waren, die Hoffnung wecken, dass Englands schussscheuer Angriff nicht hungern muss.»

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The Sun

«England trifft im Viertelfinale der EURO 2020 auf seinen erbitterten Rivalen Deutschland. Die beiden Teams trafen im vielleicht denkwürdigsten Spiel im altehrwürdigen Wembley aufeinander, als England Deutschland im WM-Final 1966 bezwang. Nun wird Gareth Southgates Mannnschaft die Chance haben, im bekannten Stadion erneut Geschichte zu schreiben.»

«England hat bisher einen guten Eindruck in der Defensive gemacht, indem man zum ersten Mal seit der WM 1966 eine Gruppenphase ohne Gegentreffer überstanden hat. Nun wartet aber der bislang härteste Test, wenn Spieler wie Serge Gnabry, Leroy Sané oder Thomas Müller kommen. Sollte man weiterkommen, könnte der Weg in den Final ein einfacher sein.»

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(dab)

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