Schweizer Teams begeistern europäisch – halbe Super-League-Runde muss verschoben werden
Thun und die Frage: Europa oder Conference League
Obwohl Thun das Rückspiel bei Vikingur Reykjavik mit 2:3 verlor, stehen die Berner Oberländer in den Playoffs der Europa League. In dieser trifft Thun auf Lech Posen (POLO oder Klaksvik (FRO). Das Rückspiel musste um einen Tag verschoben werden. Mit einer Leistung wie vor einer Woche zu Hause gegen Vikingur werden die Thuner gegen beide Gegner eine realistische Chance haben.
Setzt sich der amtierende Schweizer Meister gegen den kommenden Gegner durch, ist Thun erstmals seit 2013 für die Europa League qualifiziert – ansonsten müssen die Thuner mit der drittklassigen Conference League vorlieb nehmen. Als bisher einziges Schweizer Team ist Thun bereits sicher für eine Ligaphase qualifiziert.
St. Gallen und Lugano mit guten Karten in den Playoffs
Während St. Gallen das Rückspiel gegen Sheriff Tiraspol klar und deutlich gewinnen konnte, entging Lugano im Rückspiel auf den Färöer-Inseln einer Blamage nur knapp. Erst dank einer Steigerung in der Schlussphase konnten die Tessiner eine Verlängerung gegen NSI Runavik noch abwenden.
Für die beiden Teams, welche erfolgreich in die neue Saison gestartet sind, warten in den Conference-League-Playoffs durchaus machbare Aufgaben. Für St. Gallen steht am kommenden Donnerstag zuerst die Reise nach Dänemark an. Die Ostschweizer kämpfen gegen Nordsjaelland um einen Platz in der Ligaphase.
Lugano tritt im Hinspiel zunächst im heimischen Stadion auf, bevor eine komplizierte Auswärtsreise ansteht. Da Gegner Maccabi Tel Aviv aufgrund der politischen Lage nicht in Israel spielen darf, wird das Rückspiel an der Schwarzmeerküste im georgischen Batumi ausgetragen, das sich etwa 2600 Kilometer Luftlinie entfernt von Lugano befindet. Die Luganesi gehen trotzdem als Favorit in das Duell.
Amsterdam reist ins Wallis
Das deutlich schwierigste Los in den Playoffs hat der FC Sion erhalten. Mit dem niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam hat es die letzte Hürde vor der Ligaphase der Conference League in sich. In der jüngsten Vergangenheit waren die Niederländer zwar nicht mehr so stark und verpassten den Meistertitel viermal hintereinander.
In diesem Sommer hat sich der Champions-League-Sieger aus dem Jahr 1995 aber mit den deutschen Stars Julian Brandt und Marc-André ter Stegen verstärkt. Bisher zeigt Ajax aber noch keine berauschende Qualifikation und im Rückspiel gegen das irische Team Shelbourne United musste man sich mit einem 2:2-Unentschieden zufriedengeben.
Warum wird die halbe Super-League-Runde verschoben?
Super-League-Vertreter dürfen seit drei Jahren Spielverschiebungen beantragen, wenn sie sich für die Playoffs qualifizieren. Dadurch haben sie zwischen dem Hin- und Rückspiel keine Partie zu absolvieren. Am Samstag und Sonntag in einer Woche werden insgesamt nur drei Partien ausgetragen.
Thun gegen Servette, das am Samstag angesetzt war, und die Sonntagsspiele Lugano gegen St. Gallen und GC gegen Sion werden neu terminiert. Somit findet nach dem kommenden Cup-Wochenende in der Super League nur eine Mini-Runde statt.
Wie sieht es in der 5-Jahreswertung aus?
Die starke Qualifikation macht sich auch schon ein wenig in der Fünfjahreswertung der UEFA bemerkbar. Die Schweiz konnte den Rückstand auf den wichtigen 15. Platz bereits verkürzen. Durch einen Platz in den Top 15 können fünf Teams aus der Schweizer Liga am europäischen Wettbewerb teilnehmen.
🇦🇿 Azerbaijan overtakes 🇷🇺 Russia on 26th
— Football Meets Data (@fmeetsdata) August 13, 2026
🇸🇰 Slovakia overtakes 🇧🇬 Bulgaria on 28th
🇱🇻 Latvia overtakes 🇧🇦 BiH on 35th pic.twitter.com/kyNTKHvsD2
Die Schweiz liegt aktuell einen Platz hinter dem wichtigen Platz, hat aber einen grossen Rückstand auf Zypern. In der bisherigen Saison konnte das Polster aber bereits ein wenig verkleinert werden. Bei Zypern sind aber nur noch zwei Teams europäisch vertreten, somit hat die Schweiz eine bessere Chance, mehr Zähler zu sammeln.
