«Ehrliche, solide und integre Haltung vermitteln» – dieser Japaner will Infantino ablösen
Noch hat Gianni Infantino keinen offiziellen Gegenkandidaten. Aber der Widerstand gegen den Walliser ist gross und im Hintergrund formiert er sich weiter. Nun hat sich ein möglicher Kandidat aus der Deckung gewagt: Kozo Tashima. Der Ehrenpräsident des japanischen Fussballverbands will Amtsinhaber Infantino im kommenden März bei der Wahl für das Amt des FIFA-Präsidenten herausfordern.
«Es geht nicht darum, zu gewinnen oder zu verlieren, sondern der Welt die ehrliche, solide und integre Haltung zu vermitteln, die der japanische Fussball entwickelt hat», erklärte der 68-Jährige der Zeitung Sports Nippon. «Ich habe mich zur Kandidatur entschieden, um diese Botschaft in die Welt zu tragen.»
Für die offizielle Zulassung einer Kandidatur wird die schriftliche Unterstützung von fünf der 211 FIFA-Mitgliedsverbände benötigt. Diejenige seiner Heimat hat Tashima eigenen Angaben zufolge. «Ich bin dankbar, dass ich diese Ankündigung mit der uneingeschränkten Unterstützung des japanischen Fussballverbands machen kann», sagte er. Der Funktionär kennt den Weltverband gut: Seit 2015 sitzt er als einer der asiatischen Vertreter im FIFA-Rat.
Die Frist für die Bewerbung anderer Kandidaten endet am 18. November. Ebenfalls antreten möchte Ramon Vega, einstiger Verteidiger der Schweizer Fussball-Nati. Ob er die notwendige Unterstützung erhält, ist fraglich. Bereits 2019 war Vega mit einer Kandidatur gescheitert, weil er den notwendigen Support nicht auf die Beine stellen konnte. (ram/sda/apa)
