Nach Falklandinseln-Banner: FIFA-Vertreter des Weissen Hauses nimmt Argentinier in Schutz
Am Mittwoch setzten sich die Argentinier im zweiten WM-Halbfinal in einer hart umkämpften Partie gegen England mit 2:1 durch und treffen am heutigen Sonntag im Endspiel auf Spanien.
Als das Spiel gegen die Engländer zu Ende war, feierten die Argentinier mit ihren Fans und einem Banner, welches im Nachhinein für viele Diskussionen sorgte. Darauf stand auf Spanisch geschrieben: «Die Falklandinseln sind argentinisch.» Vor 44 Jahren gab es zwischen den beiden Ländern einen bewaffneten Konflikt, bei dem Hunderte Personen starben. Damals schaffte es das britische Militär, die argentinischen Angreifer zu vertreiben. Nach der Botschaft im Halbfinal äusserte sich auch die Regierung der Falklandinseln und forderte die FIFA zum Handeln auf.
Bei der Weltmeisterschaft ist es Spielern und Offiziellen nicht erlaubt, rund um die Partien politische Botschaften zu verbreiten. Unterstützt werden die Argentinier nun aber von Andrew Giuliani, FIFA-Beauftragtem des Weissen Hauses, welcher sagte: «Was die Möglichkeit betrifft, öffentliche Aussagen zu machen, haben sie das Recht, dies in den Vereinigten Staaten zu tun.»
Ob die argentinischen Spieler noch nach der WM mit Sanktionen rechnen müssen, ist aktuell noch unklar. Vor zwei Jahren skandierten die beiden spanischen Spieler Rodri und Alvaro Morata nach dem EM-Titel: «Spanien ist Gibraltar.» Sie wurden daraufhin von der UEFA für eine Partie gesperrt. (riz)
