Er ist der grosse Katar-Star und sorgte bereits einmal für eine «Katarstrophe»
Afif wird auf der linken Seite lanciert, zieht allein auf Yvon Mvogo los, umdribbelt ihn und trifft. Es ist an jenem Novemberabend vor acht Jahren der aus Schweizer Sicht bittere Schlusspunkt eines zähen Spiels. Auf der Gegenseite feiert Katar dank Afif einen schönen Prestigesieg.
Zu jener Zeit steht Afif bei Villarreal unter Vertrag und ist damit der erste katarische Fussballer überhaupt, der den Sprung zu einem Verein der höchsten spanischen Liga geschafft hat. Sein La-Liga-Debüt gibt er allerdings für Sporting Gijon, an das er kurz nach seinem Transfer ausgeliehen wird. In der folgenden Saison spielt er leihweise für den belgischen Klub Eupen. Sein Traum, für Villarreal aufzulaufen, erfüllt sich nie.
Tore und Assists am Laufmeter
Stattdessen kehrt Afif in seine Heimat zurück und wird bei Al-Sadd mit mittlerweile fünf Meistertiteln zum gefeierten Star. Gemäss dem Portal «Transfermarkt» kommt der 29-Jährige derzeit auf 257 Einsätze für den Klub aus der Hauptstadt Doha, in denen er 162 Tore erzielt und 126 weitere vorbereitet hat.
Weil er auch im Nationalteam brilliert und Katar bei den Asienmeisterschaften 2019 und 2024 zum Titelgewinn führt, wird er gleich zweimal als Asiens bester Fussballer ausgezeichnet.
Auch im vergangenen Oktober, als Katar gegen die Vereinigten Arabischen Emirate einen Sieg benötigt, um sich für die WM zu qualifizieren, übernimmt Afif eine Hauptrolle. Beim 2:1-Erfolg liefert er beide entscheidenden Flanken. Kein Wunder, geniesst er in Katar längst den Status eines Volkshelden. Nationaltrainer Julen Lopetegui richtet das Spiel seiner Mannschaft denn auch stark auf ihn aus.
Vor vier Jahren am Druck zerbrochen
«Ich habe schon viel erreicht, aber ich will noch mehr», sagt der Flügelspieler in einem Interview mit der FIFA. Dazu gehört auch der erste Punktgewinn an einer Weltmeisterschaft.
Vor vier Jahren, als Katar das Turnier im eigenen Land ausrichtete, zerbrach Afif wie die gesamte Mannschaft am öffentlichen Druck. Diesmal wird nach der mühevollen Qualifikation kaum etwas vom Team erwartet.
Eine Torbeteiligung bei einer Weltmeisterschaft fehlt Afif bislang noch. Nun trifft er am Samstag auf die Schweiz, die vor den Qualitäten des wirbligen und dribbelstarken Offensivspielers gewarnt ist. (riz/sda)
