Im WM-Eröffnungsspiel regnete es Rote Karten – schon fast mehr Platzverweise als in Katar
Nach dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika stand vor allem Schiedsrichter Wilton Pereira Sampaio im Mittelpunkt. Der Brasilianer zückte beim 2:0-Sieg des Co-Gastgebers gleich dreimal die Rote Karte – ein Novum in einem WM-Auftaktspiel.
Letztmals hatte es vor 20 Jahren an der WM in Deutschland so viele Platzverweise in einer Partie gegeben. Im Achtelfinalspiel zwischen Portugal und den Niederlanden mussten damals sogar vier Spieler vorzeitig vom Feld. Die Partie ging als «Schlacht von Nürnberg» in die Geschichtsbücher ein.
Bei der vergangenen WM in Katar waren im gesamten Turnier lediglich vier Platzverweise ausgesprochen worden, darunter nur eine direkte Rote Karte. Ein Platzverweis wurde allerdings erst nach der Partie ausgesprochen, als der Niederländer Denzel Dumfries nach dem Elfmeterschiessen im WM-Viertelfinal gegen Argentinien noch für unsportliches Verhalten vom Platz gestellt wurde.
Zu einem weiteren kuriosen Platzverweis kam es im Vorrundenspiel zwischen Brasilien und Kamerun. Als Vincent Aboubakar in der Nachspielzeit die Kameruner in Führung schoss, zog er sein Trikot aus. Allerdings sah der Stürmer zuvor bereits die Gelbe Karte. Dem Unparteiischen blieb nichts anderes übrig, als Aboubakar vom Platz zu stellen.
Die meisten Rote Karten an einer Weltmeisterschaft gab es 2006. Insgesamt wurden in Deutschland 28 Spieler vom Platz gestellt. (riz/sda/dpa)
