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Die Nati greift nach der Liga A und Amdouni hat grossen Anteil daran

Switzerland's Zeki Amdouni celebrates after scoring his side's third goal during the UEFA Nations League soccer match between Scotland and Switzerland at the Hampden Park in Glasgow, Scotlan ...
Zeki Amdouni (rechts) jubelt über sein Tor für die Schweiz gegen Schottland in der Nations League.Bild: keystone

Nach dem Kreuzbandriss zurück im Scheinwerferlicht: Amdouni führt die Nati Richtung Liga A

Der Aufstieg in die Liga A der Nations League ist für die Schweiz bereits nach der Hälfte des Pensums zum Greifen nahe. Grossen Anteil daran hat mit Zeki Amdouni einer, der eine lange Leidenszeit hinter sich hat.
06.10.2026, 14:1506.10.2026, 14:15

Die Schweiz steht nach drei Spielen in der Nations League mit dem Punktemaximum an der Spitze der Gruppe B1. Slowenien und Schottland liegen bereits fünf Punkte zurück, Nordmazedonien hat noch keinen Zähler auf dem Konto.

Die Schweiz könnte also bereits am Dienstagabend in Luzern den direkten Wiederaufstieg in die Liga A schaffen, nachdem das Team von Murat Yakin in der Saison 2024/25 in einer Gruppe mit Spanien, Dänemark und Serbien als Tabellenletzter abgestiegen war. Voraussetzung hierfür sind ein Heimsieg gegen Nordmazedonien und eine Punkteteilung zwischen Schottland und Slowenien.

Coach Murat Yakin from Switzerland at a press conference one day ahead of the UEFA Nations League B of Group 1 soccer match between Switzerland and North Macedonia at the Thermoplanarena in Luzern, Sw ...
Murat Yakin will mit der Nati in die Liga A zurückkehren.Bild: keystone

Yakin hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass der Wiederaufstieg das Ziel ist. Am Montag bekräftigte er noch einmal: «Wir wollen zurück auf die grosse Bühne. Die Spieler sind sich gewohnt, in der oberen Etage zu spielen.» Sie seien auf einem guten Weg, müssten ihre Aufgaben aber noch erledigen. Trotz aller Ambitionen ist sich der Nationaltrainer bewusst, dass der Abstieg vor zwei Jahren nicht nur Schattenseiten hatte: «In unserer Konstellation mit den neuen und jungen Spielern war es vorteilhaft, in der Liga B starten zu können.»

Zurück im Scheinwerferlicht

Einen Schritt zurück machen, um neuen Anlauf zu nehmen: Was in der Nations League auf das Schweizer Nationalteam zutrifft, passt auch zu Zeki Amdouni. Der Genfer Stürmer hat eine schwierige Zeit hinter sich. Im Juli 2025 zog er sich einen Kreuzbandriss zu, der ihn bis Mai dieses Jahres ausser Gefecht setzte. Den Abstieg mit Burnley aus der Premier League konnte er in den letzten vier Meisterschaftsspielen nicht mehr abwenden.

Player Zeki Amdouni from Switzerland at a press conference one day ahead of the UEFA Nations League B of Group 1 soccer match between Switzerland and North Macedonia at the Thermoplanarena in Luzern,  ...
Zeki Amdouni wird wohl nach der gestrigen Pressekonferenz in der Startelf stehen.Bild: keystone

Amdouni hielt dem Klub trotz Abstieg und Angeboten anderer Vereine die Treue. «Ich denke, dass es für mich ein guter Entscheid war, bei Burnley zu bleiben, weil es ein Verein ist, den ich kenne», sagte er an der Pressekonferenz vor dem Abschlusstraining. Das Wichtigste für ihn sei gewesen, nach seiner schweren Verletzung wieder Spielpraxis zu sammeln. Heute sehe man, dass dies der richtige Entscheid gewesen sei. «Ich kann jetzt Spiele aneinanderreihen und praktisch alle drei Tage 90 Minuten durchspielen.»

Auch am Dienstag gegen Nordmazedonien dürfte Amdouni in der Startelf stehen. Ob als Sturmspitze oder direkt dahinter, liess Yakin offen. «Da Zeki auch als hängende Spitze agieren kann, hätten wir die Möglichkeit, mit einem Stossstürmer zu spielen.» Angesprochen auf seine Lieblingsposition meinte der 25-Jährige selbst nicht die 10 oder die 9, sondern mit einem Schmunzeln «9 1⁄2». Er sei ein Spieler, der sehr gerne am Spielaufbau teilnehme und den Ball zwischen den Linien empfange.

Mehr als nur ein Torschütze

Mit vier Torbeteiligungen in den letzten drei Partien und insgesamt 14 Treffern in 36 Länderspielen hat Amdouni seinen Wert für das Nationalteam unter Beweis gestellt. Yakin weiss nicht nur die offensiven Stärken des Genfers zu schätzen, sondern insbesondere Amdounis Arbeitsmoral gegen den Ball. «Er hat sehr viele Steals, sehr viele Rebounds.» Was Yakin mit den Begrifflichkeiten aus dem Basketball meint: Amdouni erobert viele Bälle (zurück). «Er ist extrem schnell in der Umschaltphase», so Yakin.

Im Rückspiel in Luzern will Amdouni dort anknüpfen, wo er im Hinspiel aufgehört hat: Mit zwei Toren und einer Vorlage war der Vertreter von Breel Embolo beim 3:0 in Skopje an allen Schweizer Toren direkt beteiligt. Knüpft er an seine Leistungen der letzten Spiele an, ist der Wiederaufstieg nur eine Frage der Zeit – für die Schweiz, aber auch für ihn persönlich. (car/sda)

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