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«Wir brauchen Valon Behrami in den nächsten Spielen»

Die Szene, die Behrami Schmerzen verursacht hat.
Die Szene, die Behrami Schmerzen verursacht hat.bild: srf

Sorgen um den «Krieger»:  «Wir brauchen Behrami in den nächsten Spielen»

Beim 1:1 zum WM-Start gegen Brasilien war Valon Behrami der auffälligste Schweizer. Der aggressive Tessiner schränkte die Kreise von Superstar Neymar oft erfolgreich ein. Doch seine weiteren Einsätze stehen auf der Kippe.
18.06.2018, 08:3718.06.2018, 09:06

Der Schockmoment kommt kurz nach der grossen Freude über Steven Zubers Tor zum 1:1. Valon Behrami bleibt auf dem Rasen liegen, hält sich das linke Knie. Muss der in der Vergangenheit so häufig verletzte Mittelfeldspieler etwa ausgewechselt werden? Ausgerechnet in einem Spiel, dem er mit seinem Kampfgeist den Stempel aufdrückt?

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Wieder mal ist Neymar am «täubelen»: Behrami hat den PSG-Star im Griff.Bild: KEYSTONE

Nein, es geht weiter. Behrami beisst auf die Zähne. Erst, als er eine Gelbe Karte sieht, wird er ausgewechselt. Nicht damit er, geschwächt, in einem Zweikampf allenfalls zu spät kommt und mit Gelb-Rot vom Platz fliegt. «Ich denke, ich bin gerade noch rechtzeitig vom Feld gegangen», sagt Behrami hinterher. Für ihn kommt in der 70. Minute Denis Zakaria.

«Neymar hatte am Duell mit Behrami sicher keinen Spass.»
Yann Sommer, Schweizer Goalie

Wie es um sein linkes Bein steht, konnte der 33-jährige Tessiner unmittelbar nach der Partie noch nicht sagen. Am Montag würden die Adduktorenprobleme genauer untersucht, sagte Behrami im SRF nach seinem 80. Länderspiel.

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Auf der Tribüne dabei: Behramis Freundin, Ski-Star Lara Gut.Bild: KEYSTONE

Klar ist: Auf einen Behrami in der Verfassung des Brasilien-Spiels kann die Schweiz nicht verzichten. Nationaltrainer Vladimir Petkovic unterstrich den Wert des «Kriegers» von Udinese Calcio: «Wir brauchen ihn in den nächsten Spielen.»

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Behrami hat seinen Schatz dabei: «Lara #noi» ist auf seinen Schuh gestickt.Bild: EPA/KEYSTONE

Die Schweiz trifft in den weiteren Gruppenspielen auf Serbien (am Freitag) und zum Abschluss auf Costa Rica. Gerade gegen die körperlich robusten Serben wäre Behrami wertvoll, um dagegen zu halten. «Wir müssen mit den Füssen auf dem Boden bleiben und die nächsten zwei Spiele sehr seriös angehen», so Behrami. «Das Spiel gegen Serbien wird zu einer grossen Herausforderung. Das wird physisch ein ganz hartes Duell.»

«Wir haben eine grundlegend andere Art, Fussball zu spielen. Ich liebe den Körperkontakt, er die Finesse in den Dribblings. Ich respektiere ihn als Fussballer. Manchmal hat er aber mehr gelitten, als nötig gewesen wäre.»
Behrami über Neymar

Valon Behrami war vor acht Jahren schon Teil der Schweizer Equipe, die mit einem 1:0-Sieg über den Europameister Spanien in die WM gestartet war. Trotzdem scheiterte die Nati anschliessend bereits in der Gruppenphase. Behrami findet, man könne die beiden Turniere nicht miteinander vergleichen. «Wir sind spielerisch besser als damals und von der Mentalität her reifer.»

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Video: srf
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