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So viel wie bei dieser «Choreografie» passte während dem Spiel selten zusammen.
So viel wie bei dieser «Choreografie» passte während dem Spiel selten zusammen.Bild: AP
Analyse

Vier Erkenntnisse zu Serbien und Costa Rica, die uns positiv stimmen

Serbien schlägt in der «Schweizer» Gruppe E Costa Rica knapp mit 1:0. Die beiden Gruppengegner der Nati zeigten sich äusserst kampfstark, trotzdem lassen uns die Erkenntnisse aus der Partie auf die K.o.-Phase hoffen.
17.06.2018, 18:03

Costa Rica

Navas und seine Fünferkette

An der WM 2014 überraschte Costa Rica mit dem Einzug in die Viertelfinals. Damals kassierten die Mittelamerikaner in fünf Partien gegen Kaliber wie Uruguay, Italien, England und die Niederlande bloss zwei Gegentore. 

Auch vier Jahre später ist – wie es zu erwarten war – die Abwehr das Prunkstück der Mannschaft. Vor Erfolgsgarant Keylor Navas, der auch gegen Serbien wieder eine grossartige Partie ablieferte, verteidigt eine robuste und kompromisslose Fünferkette. 

Dennoch kamen die Serben, vor allem wenn es schnell ging, zu einigen Abschlussmöglichkeiten. Die Costa Ricaner verteidigen zwar leidenschaftlich und solidarisch, sind aber defensiv verwundbar – und alles kann auch ein Keylor Navas nicht halten.

Harmlose Offensive

Wenn hinten eine Fünferkette verteidigt und davor noch zwei defensive Mittelfeldspieler aufgestellt sind, bleibt für den Angriff nicht mehr viel «Manpower» übrig. Eigentlich sorgte heute bloss Nationalheld und Captain Bryan Ruiz für etwas Kreativität und Gefahr. 

Obwohl die Statistiken äusserst ausgeglichen sind (10:10 Schüsse, je 50 Prozent Ballbesitz) hatte man kaum je das Gefühl, dass Costa Rica gegen Serbien etwas reissen könnte. 

Bryan Ruiz hatte gegen Serbien einen schweren Stand.
Bryan Ruiz hatte gegen Serbien einen schweren Stand.Bild: AP/AP

Serbien

Standards vermeiden

Aleksandar Kolarov hat einen unglaublichen linken Fuss. Dies bewies der Aussenverteidiger vor allem bei seinem traumhaften Freisstoss-Siegtor. 

Video: streamable

Doch nicht bloss bei direkten Freistössen ist der Mann von der AS Roma gefragt. Auch die Freistösse aus dem Halbfeld bringt  er sehr gefährlich aufs Tor. Und mit Milenkovic (1,95 m), Matic (1,94 m), Milinkovic-Savic (1,91 m), Mitrovic (1,88 m), Milivojevic (1,86 m), Ivanovic (1,85 m) und Tosic (1,85 m) haben die Serben genügend Spieler, die das Leder auch mal in die Maschen nicken können. 

Mitrovic der Chancentod, aber ...

Der 1,89 m grosse Aleksandar Mitrovic ist ein Sturmtank, wie er im Buche steht. Der bullige Stürmer blieb gegen Costa Rica zwar ohne Torerfolg und vergab zwei hundertprozentige Chancen – bei den Fans wurde er nach der Partie trotz des Sieges als Sündenbock dargestellt. Ähnlich wie dies bei Haris Seferovic in der Schweiz oft der Fall ist. Stürmern, die Chancen vergeben, wird halt nicht gerne verziehen.

Mitrovic scheitert aus bester Position an Keylor Navas. Video: streamable

Doch das ist bloss die halbe Wahrheit zu Mitrovic. Denn als Alleinkämpfer in der Sturmspitze sorgte er für viel Betrieb, holte Freistösse raus und brachte Costa Ricas Defensive oftmals in Verlegenheit. Dass Mitrovic überhaupt grosse Torchancen hatte, hängt auch stark mit seiner Präsenz zusammen.

Die Chance aus dem Video in einer kurzen Analyse:

In der 50. Spielminute kontrolliert Mitrovic einen langen Ball und deckt ihn gut ab. Nach einem Doppelpass mit Milinkovic-Savic ...
In der 50. Spielminute kontrolliert Mitrovic einen langen Ball und deckt ihn gut ab. Nach einem Doppelpass mit Milinkovic-Savic ...bild: screenshot streamable
... läuft Mitrovic plötzlich alleine aufs Tor zu – vier Sekunden nachdem er einen Ball gegen zwei Verteidiger behauptete. 
... läuft Mitrovic plötzlich alleine aufs Tor zu – vier Sekunden nachdem er einen Ball gegen zwei Verteidiger behauptete. bild: screenshot streamable

Fazit

Das Spiel zwischen Serbien und Costa Rica hielt in etwa, was es versprach: Kampf und Spannung dominierten. Während man die beiden starken Defensiven so erwarten konnte, war das spielerische von beiden Teams doch eher enttäuschend. Vor allem den Serben wurde mehr zugetraut.

Stecken nicht zurück: Tosic und Acosta liegen nach einem Luftduell beide am Boden
Stecken nicht zurück: Tosic und Acosta liegen nach einem Luftduell beide am BodenBild: AP/AP

Die Nati hat die Möglichkeiten, gegen beide Gruppengegner zu dominieren. Doch genau da lag in der Vergangenheit oftmals das Problem: Gegen spielerisch unterlegene Mannschaft das Spiel zu machen und das Maximum rauszuholen. Wir trauen der Schweiz aber zu, unter Vladimir Petkovic auch diesen Schritt gemacht zu haben.

Wir sind schon lange im WM-Fieber:

Video: watson/Angelina Graf

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