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WM 2026: Schweiz gegen Australien endet Unentschieden

Australia's Aziz Behich, Lucas Herrington and Switzerland's Johan Manzambi, from left, fight for the ball during a friendly soccer match between Switzerland and Australia at the Snapdragon S ...
Die Schweiz zeigte gegen Australien eine mässige Leistung.Bild: keystone

Nach einem starken Start lässt die Nati nach und spielt gegen Australien nur Unentschieden

Die Schweiz verpasst es, bei der WM-Hauptprobe in San Diego ein Erfolgserlebnis zu feiern. Das Testspiel gegen Australien endet 1:1 unentschieden.
06.06.2026, 20:0006.06.2026, 23:11
Michael Lehmann / Keystone-SDA

Es war ein seltsames Spiel im «Snapdragon Stadium». Eine Halbzeit lang waren die Schweizer klar besser, liessen defensiv kaum etwas zu, kamen dann aber wie verwandelt aus der Pause. Dies, obwohl Trainer Murat Yakin für einmal in einem Testspiel nur zwei Wechsel zur Halbzeit vorgenommen hatte.

Statt wie bisher mit Ballbesitzfussball zu dominieren, liessen sich die Schweizer immer mehr zurückdrängen. Eine erste Warnung lieferte Nestory Irankunda in der 49. Minute. Der 20-Jährige, der in der letztjährigen Rückrunde 21 Spiele für die Grasshoppers absolvierte, zog aus der Distanz ab und traf die Querstange.

Statt dies als Weckruf zu sehen, blieben die Schweizer passiv. So reichte in der 56. Minute ein langer Ball, um die gesamte Defensive zu überspielen. Zu dritt rannten die Australier auf Goalie Gregor Kobel zu, und Tete Yengi erzielte nach einem Querpass den Ausgleich. Damit krönte der 25-Jährige sein Länderspieldebüt mit einem Treffer.

Zu diesem Zeitpunkt dürften sich die Schweizer auf dem Spielfeld gefragt haben, wie das denn nur passieren konnte. Denn in den 45 Minuten davor waren sie nicht ansatzweise in Gefahr geraten. Stattdessen brachte Dan Ndoye sein Team in der 14. Minute verdient in Führung. Nach einem Traumpass von Captain Granit Xhaka vollendete der 25-Jährige souverän.

Damit bleibt es dabei: Im Nationalteam blüht Ndoye, der bei Nottingham Forest eine schwierige Saison erlebte und zuletzt meist nur noch Joker war, regelmässig auf. Der Flügelspieler erzielte in seinen letzten elf Einsätzen mit dem Nationalteam sieben Tore.

Er war es auch, der die erste gute Chance des Spiels hatte, nachdem Michel Aebischer die Lücke in der Abwehr gefunden hatte. Aebischer spielte wie bereits in der Vorwoche gegen Jordanien von Beginn an, dieses Mal in einer offensiveren Rolle. Er fiel mit einigen Pässen auf, aber wenn es gefährlich wurde, geschah dies meistens über die Seite von Ndoye.

Ebenfalls in der Startaufstellung stand Zeki Amdouni, der Breel Embolo nach dessen verspäteter Ankunft in San Diego im Sturmzentrum ersetzen sollte. Dies gelang dem Genfer, der gegen die defensiv eingestellten Australier einen schweren Stand hatte, aber nur bedingt.

«Australien hat es auch gut gemacht. Am Anfang hatten wir mehr den Ball. Wir müssen einfach weitermachen. Ich startete jetzt zweimal, aber das bedeutet noch gar nichts. Wenn ich bei der WM in der Startelf bin, wäre ich natürlich glücklich. Wenn nicht, werde ich das Team trotzdem anfeuern. Mit Granit und Remo zu spielen, macht mich sehr glücklich. Es sind Spieler mit sehr guter Qualität.»
Johan Manzambi gegenüber SRF.

Der für Amdouni eingewechselte Cedric Itten hatte in der zweiten Halbzeit die besten Chancen auf einen zweiten Schweizer Treffer. Zweimal ging sein Kopfball nur knapp über das Tor. Danach liessen die beiden Teams die Partie ausklingen. Die letzte Intensität fehlte.

Nun können sich die Schweizer noch eine Woche vorbereiten, ehe für sie die WM richtig beginnt. Am Samstag, 13. Juni, steht in San Francisco gegen Katar das erste Gruppenspiel auf dem Programm (21.00 Uhr Schweizer Zeit). In diesem dürfen sich das Team und die Spieler einen Leistungsabfall dieser Art nicht erlauben.

Schweiz - Australien 1:1 (1:0)
San Diego. - 6107 Zuschauer. - SR Koroleva (USA).
Tore: 14. Ndoye 1:0. 56. Yengi 1:1.
Schweiz: Kobel; Widmer (71. Zakaria), Elvedi (71. Amenda), Akanji (80. Cömert), Rodriguez (71. Muheim); Freuler (80. Okafor), Xhaka (80. Fassnacht); Aebischer (46. Rieder), Manzambi (71. Jashari), Ndoye (46. Sow); Amdouni (71. Itten).
Australien: Beach; Circati (46. Geria), Souttar (82. Degenek), Herrington (46. Burgess); Trewin (82. Devlin), O'Neill (46. Italiano), Okon-Engstler (71. Irvine), Behich (71. Bos); Volpato (46. Metcalfe), Yengi (71. Toure), Irankunda (71. Leckie).
Bemerkungen: Schweiz ohne Embolo (spätere Ankunft) und Vargas (angeschlagen).
Verwarnungen: 32. Akanji, 33. Yengi, 45. Xhaka, 69. Irankunda, 82. Okafor. (riz/sda)

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