«Es ist der richtige Moment» – Widmer tritt aus der Nati zurück
In einer Mitteilung des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) begründet Widmer seinen Entscheid: «Auch wenn ich die Emotionen und das Nati-Umfeld vermissen werde, spüre ich, dass es der richtige Moment ist, um mich nur noch auf den Klub zu konzentrieren und meinem Körper mehr Pausen zu gönnen.» Er sei stolz, 65 Länderspiele bestritten zu haben und an je zwei EM- und WM-Endrunden dabei gewesen zu sein.
An der WM in Nordamerika war Widmer als nominell einziger Rechtsverteidiger aufgeboten worden. Er kam in fünf der sechs Spiele zum Einsatz, stand allerdings nur einmal in der Startaufstellung. Trainer Murat Yakin setzte auf seiner Position vor allem auf Denis Zakaria, einmal auch auf Luca Jaquez.
Leistungsträger über viele Jahre
«Mit Silvan Widmer sagt ein Spieler dem Nationalteam adieu, der über Jahre Leistungen auf konstant hohem Niveau gezeigt hat. ‹Sile› war mit seiner positiven Art und seiner stets hochprofessionellen Einstellung ein belebendes Element im Team. Wir danken ihm von Herzen dafür, dass er mit Leib und Seele Natispieler war, und wünschen ihm für seine Karriere im Klub alles erdenklich Gute», lässt sich der Nationaltrainer zitieren.
Widmer kam im Oktober 2014 beim 4:0-Sieg gegen San Marino zum Debüt im Nationalteam. Sein erstes der fünf Tore erzielte er 2020 im Nations-League-Duell gegen Deutschland (1:1), das aufgrund der Corona-Pandemie vor leeren Rängen stattfand. An den Europameisterschaften 2021 und 2024 sowie den Weltmeisterschaften 2022 und 2026 gehörte er zu den Leistungsträgern. (ram/sda)
