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FIFA-Präsident Gianni Infantino in Jerusalem.
FIFA-Präsident Gianni Infantino in Jerusalem.
bild: imago-images.de

Infantino vergleicht Fussball-WM mit Super Bowl – und träumt von einer WM in Israel

Gianni Infantino lässt nicht locker. Der FIFA-Präsident kämpft weiter dafür, den Rhythmus der Fussball-WM von vier auf zwei Jahre zu verkürzen. Zudem lancierte der Walliser einen neuen, bestimmt nicht unumstrittenen WM-Gastgeber.
13.10.2021, 16:09

Die nächsten zwei Austragungen der Fussball-Weltmeisterschaft finden 2022 in Katar und 2026 in den USA, in Kanada und Mexiko statt. In fünf Jahren werden erstmals 48 Mannschaften teilnehmen. Das Turnier für das Jahr 2030 ist noch nicht vergeben – und womöglich gar nicht das Nächste in der Reihe. Vielleicht wird die überübernächste WM auch schon 2028 ausgetragen.

Denn FIFA-Präsident Gianni Infantino weibelt trotz grosser Ablehnung weiter für eine WM im Zwei-Jahres-Rhythmus. Das würde den Zauber des Turniers nicht schmälern, zeigte er sich laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters überzeugt. Die Häufigkeit der WM habe keinen Einfluss auf Qualität und Prestige, glaubt Infantino.

«Die WM mit 48 Teams ab 2026 ist bereits beschlossen», sagte Infantino bei einem Besuch in Israel. «Ob die WM alle zwei oder alle vier Jahre stattfinden wird, darüber wird noch beraten. Ich selber bin auf jeden Fall für mehr prestigeträchtige Veranstaltungen, sei dies eine Weltmeisterschaft oder etwas anderes.» Gerade weil die WM so ein «magisches Turnier» sei, sollte sie vielleicht öfter stattfinden, sagte er weiter.

Infantino spricht über die Möglichkeit, den Rhythmus der WM auf zwei Jahre zu verkürzen.

Vergleich mit dem Super Bowl

Der FIFA-Präsident zog einen Vergleich mit anderen sportlichen Grossanlässen. «Das Prestige eines Ereignisses hängt von seiner Qualität ab, nicht von seiner Häufigkeit. Jedes Jahr gibt es den Super Bowl, jedes Jahr Wimbledon oder die Champions League, und alle sind begeistert und warten darauf.»

Ausbau der Klub-WM
Der FIFA-Präsident strebt auch eine alljährlich ausgetragene Klub-WM an, eine Art weltweite Superliga. «Wir möchten den Wert der nationalen Meisterschaften erhöhen», sagte Infantino, dem möglicherweise ein Konkurrenzprodukt zur vom europäischen Fussballverband UEFA durchgeführten Champions League vorschwebt. «Wir müssen das richtige Format finden, das den Kalender und all die anderen Veranstaltungen nicht zu sehr stört.»

Noch ist es nicht so weit, dass eine kürzere Zeitspanne zwischen zwei Weltmeisterschaften Tatsache ist. Und so wird gemäss Plan im Jahr 2024 bestimmt, wer die WM 2030 austragen wird – das Turnier, das genau 100 Jahre nach der ersten Ausgabe in Uruguay stattfinden wird.

Von 1966 bis 2018 – alle Maskottchen der Fussball-WM

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Auch als Erinnerung daran hat eine gemeinsame Bewerbung der südamerikanischen Länder Uruguay, Argentinien, Paraguay und Chile bereits ihr Interesse angemeldet. Grossbritannien und Irland sollen ebenfalls eine Bewerbung planen, dazu Spanien im Tandem mit Portugal sowie China.

WM 2030 in der Nahost-Region?

In Jerusalem wurde Gianni Infantino gefragt, ob auch Israel eines Tages eine Fussball-WM ausrichten könne. Der 51-Jährige kann sich dies vorstellen. «Warum können wir nicht von einer Weltmeisterschaft in Israel und seinen Nachbarnländern träumen? Warum sollten wir sie nicht hier in Israel mit seinen Nachbarn im Nahen Osten und den Palästinensern austragen?», antwortete Infantino. «Man muss Visionen, Träume und Ambitionen haben.»

Stimmung in Tel Aviv: Israel trägt seine Länderspiele aufgrund der politischen Lage im Nahen Osten seit 1991 als UEFA-Mitglied aus.
Stimmung in Tel Aviv: Israel trägt seine Länderspiele aufgrund der politischen Lage im Nahen Osten seit 1991 als UEFA-Mitglied aus.
Bild: keystone

Aus dem Büro von Israels Ministerpräsident Naftali Bennett hiess es später, Infantino denke dabei an eine Kandidatur für die WM 2030. Mit im Boot sollen etwa die Vereinigten Arabischen Emiraten sein.

Israel unterzeichnete im September 2020 mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain Abkommen über die Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Zuvor hatten nur zwei arabische Staaten, die Nachbarländer Ägypten und Jordanien, diplomatische Beziehungen zu Israel unterhalten.

Israel und die Emirate versprechen sich von ihrer Annäherung wirtschaftliche Vorteile, schmieden aber vor allem eine Allianz gegen den gemeinsamen Erzfeind Iran. Mit seinen beiden Nachbarstaaten Syrien und Libanon ist Israel ebenfalls verfeindet. (ram)

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