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Nations League: Schweiz gewinnt gegen Slowenien mit 2:1

epa13279408 Switzerland's Dan Ndoye (C) celebrates scoring the 2-1 goal during the UEFA Nations League soccer match between Switzerland and Slovenia, in Lucerne, Switzerland, 03 October 2026. EPA ...
Dan Ndoeye jubelt nach dem Treffer zum 2:1.Bild: keystone

Horrorstart bringt die Nati nicht aus der Fassung: Schweiz gewinnt auch gegen Slowenien

Dritte Partie, dritter Sieg: Nach den klaren Auswärtssiegen in Nordmazedonien und Schottland muss die Schweiz im Heimspiel gegen Slowenien etwas mehr kämpfen, gewinnt am Ende aber 2:1.
03.10.2026, 19:1503.10.2026, 23:17

In der 90. Minute müssen die Schweizer plötzlich doch noch um den Sieg bangen. Praktisch aus dem Nichts kommt der eingewechselte Zan Celar aus aussichtsreicher Position an den Ball, sein Schuss ist jedoch zu unplatziert. Gregor Kobel wehrt ab und sichert den dritten Sieg in Serie. Damit dürfen sich die Schweizer Spieler am Ende im ausverkauften Stadion von Luzern für ihr gelungenes Comeback feiern lassen.

Denn begonnen hatte das Spiel mit einem frühen Rückschlag. Nach einem Corner liessen sich die Schweizer von einem zügig vorgetragenen Gegenangriff überraschen. Zachary Athekame rückte zu spät auf und hob damit das Offside auf. Nico Elvedi stand anschliessend etwas zu weit von Zan Vipotnik entfernt, der sich drehte und den Ball mit einem präzisen Flachschuss im Tor unterbrachte.

epa13279313 Slovenia's players celebrate Zan Vipotnik's 0-1 goal during the UEFA Nations League soccer match between Switzerland and Slovenia, in Lucerne, Switzerland, 03 October 2026. EPA/U ...
In der zweiten Minute ging Slowenien in Führung.Bild: keystone

Gut 90 Sekunden waren da erst gespielt. So früh ist die Schweiz unter Murat Yakin noch nie in Rückstand geraten. Beeindruckt oder gar eingeschüchtert zeigten sich die Schweizer dadurch aber nicht. Sie spielten weiter nach vorne und versuchten, umgehend auf das erste Gegentor in der laufenden Kampagne zu reagieren.

Das gelang relativ früh – und auf kuriose Weise. In der 10. Minute wurde Remo Freulers Schuss vom Slowenen Erik Janza so abgelenkt, dass Goalie Jan Oblak sichtlich überrascht war. Er griff zwar noch nach dem Ball, musste diesen aber quasi durch seine Hände gleiten lassen. Ein Fehler, wie man ihn vom Atlético-Goalie und Captain der slowenischen Nationalmannschaft selten sieht.

epa13279323 Slovenia's goalkeeper Jan Oblak (R) recieves the 1-1 goal during the UEFA Nations League soccer match between Switzerland and Slovenia, in Lucerne, Switzerland, 03 October 2026. EPA/U ...
Jan Oblak kann den Ball nicht festhalten.Bild: keystone

Die Taktik der Slowenen schien klar: Mit einem dichten Defensivblock aus fünf Verteidigern und einer harten, mehrmals auch überharten Gangart wollte die Mannschaft des ehemaligen Innenverteidigers Bostjan Cesar die Schweizer Angriffe stoppen. Vor allem Johan Manzambi bekam die Härte der Einsteigen immer wieder zu spüren, während Dan Ndoye auf der Seite ebenfalls eng bewacht wurde.

Dan Ndoye war gemäss Sofascore der beste Spieler der Partie.
Dan Ndoye war gemäss Sofascore der beste Spieler der Partie.Bild: sofascore.com

Die Schweizer behielten trotz der Provokationen die nötige Coolness und zeigten auch die erforderliche Geduld. In der 38. Minute beschäftigte der fleissige Zeki Amdouni gleich mehrere Gegenspieler im Strafraum. Der Ball konnte ihm zwar weggespitzelt werden, landete dabei jedoch bei Dan Ndoye, der aus kurzer Distanz zur Führung traf. Damit krönte der 25-Jährige sein 40. Länderspiel mit seinem elften Tor, dem ersten seit dem 1:1-Ausgleich im WM-Viertelfinal gegen Argentinien.

«Die Reaktion der Mannschaft war sehr gut, das zeigt den Charakter. Müssen heute aber auch bescheiden sein, wir haben nicht unser bestes Spiel und unser bestes Potenzial abgerufen. Es ist nicht einfach, Lösungen zu finden. Vor allem haben wir die Konter und Gegenangriffe zu wenig gut gestoppt.»
Remo Freuler im SRF-Interview.

Obwohl nun die Gäste unter Zugzwang standen, war die Schweiz auch in der zweiten Halbzeit über weite Strecken das spielbestimmende Team. Der erlösende dritte Treffer wurde gesucht, aber nicht gefunden. Oblak liess sich kein weiteres Mal übertölpeln und wehrte die Abschlüsse von Remo Freuler und Johan Manzambi ab. Zeki Amdouni, der Torgarant in den ersten beiden Spielen, blieb diesmal ohne Treffer. Dafür machte der Stürmer mit viel Laufarbeit und Balleroberungen auf sich aufmerksam.

Zeki Amdouni, centre, from Switzerland during the UEFA Nations League, Leaegue B, Group 1 soccer match between Switzerland and Slovenia in the Thermoplanarena in Luzern, Switzerland, Saturday, October ...
Für einmal blieb Zeki Amdouni ohne Treffer.Bild: keystone

Beinahe hätte der in der 77. Minute eingewechselte Winsley Boteli in seinem zweiten Länderspiel seinen ersten Treffer bejubelt. Bei einer Hereingabe in der 80. Minute verpasste er den Ball nur knapp. Am Ende brauchte es den dritten Treffer aber auch nicht.

Mit drei Siegen weist die Schweiz nun einen komfortablen Vorsprung von fünf Punkten auf Slowenien und Schottland auf. Noch eine Partie steht in diesem Zusammenzug aus: Am Dienstag spielen die Schweizer erneut in Luzern gegen Nordmazedonien, das sie auswärts mit 3:0 besiegt haben und das noch ohne Punkte dasteht.

«Wenn ich spiele, mache ich mir keine Gedanken um mein Knie. Ich bin glücklich, bekomme ich von Yakin das Vertrauen. Ich fühle mich gut und hoffe, dass ich auch so weitermachen kann.»
Johan Manzambi gegenüber SRF.

Schweiz - Slowenien 2:1 (2:1)
Luzern. - 15'240 Zuschauer. - SR Kruzliak (SVK).
Tore: 2. Vipotnik 0:1. 10. Janza (Eigentor) 1:1. 38. Ndoye 2:1.
Schweiz: Kobel; Athekame (87. Bajrami), Elvedi, Akanji, Rodriguez (67. Britschgi); Jashari, Freuler; Aebischer (67. Sow), Manzambi, Ndoye (87. Rieder); Amdouni (77. Boteli).
Slowenien: Oblak; Karnicnik, Drkusic (46. Brekalo), Bijol, Zec, Janza; Matko (65. Begic), Zabukovnik, Lovric (65. Gnezda Cerin), Sturm (89. Horvat); Vipotnik (78. Celar).
Bemerkungen: Schweiz ohne Itten (überzählig).
Verwarnungen: 23. Vipotnik, 27. Zec, 29. Drkusic, 40. Aebischer, 58. Bijol, 80. Janza. (riz/sda)

Die Tabelle

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