Nach dem 6:0 feiern sie den Finaleinzug – dann schockt sie das Resultat der Konkurrenz
Der Schlusspfiff verhallt. Malaysia hat 6:0 gewonnen. Die Spieler jubeln, als hätten sie gerade das Ticket für den Final des FIFA ASEAN Cup gelöst. Doch sie feiern zu früh, denn das Parallelspiel ist noch nicht zu Ende.
Die Entscheidung um den Finaleinzug gipfelte am Donnerstag in der Gruppe A in einem spektakulären Fernduell. Im Fokus: Indonesien und Malaysia. Ihr Direktduell war torlos ausgegangen. Vor den abschliessenden Gruppenspielen war deshalb klar: Wahrscheinlich wird die Tordifferenz darüber entscheiden, wer als Gruppensieger um den Turniersieg spielen kann.
Beide Favoriten sorgten früh für klare Verhältnisse. Indonesien führte zur Pause schon 6:1 gegen Bangladesch, Malaysia lag gegen Singapur 2:0 voraus.
Damit wäre Indonesien im Final gestanden. Doch Malaysia drehte in der zweiten Halbzeit auf. Als der gebürtige Brasilianer Bérgson in der 93. Minute das 6:0 schoss und das Spiel wenig später fertig war, jubelten die Malaysier ausgelassen.
🇲🇾🇮🇩 INSOLITO: Malasia cerró su grupo en la ASEAN Cup ganandole 6-0 a Singapur. Festejaron pensando que clasificaron a la final.
— Nahuel Lanzón (@nahuelzn) October 1, 2026
Lo que no sabían es que en el otro partido Indonesia le ganó 9-2 a Bangladesh y la terminó eliminando por dif. de gol! pic.twitter.com/ngYSjI6Di1
Doch sie hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Denn in Jakarta wurde die Schlussphase dramatisch. In der 90. Minute stand es immer noch 6:1, ehe ein spätes Feuerwerk einsetzte. Indonesien erhöhte auf 7:1, Bangladesch traf zum 2:7, Kevin Diks von Borussia Mönchengladbach erzielte in der 96. Minute das 8:2.
Scene gila pertandingan FIFA ASEAN Cup 2026 😭😭🤯🤯
— Ball_balan ID (@Ball_balanID) October 1, 2026
Malaysia selebrasi, Indonesia lagi berantem sama Bangladesh 😂
Indonesia ke FINAL 🇮🇩
🎥ig/bong.keila pic.twitter.com/filKKcIR90
«So etwas habe ich noch nie erlebt, dass du so viele Tore geschossen hast und es trotzdem noch nicht reicht. Nach jedem Treffer hiess es: los, weiter», hielt Indonesiens Captain Diks fest. Er habe sich gefragt, wie es sein könne, dass selbst ein 7:2 nicht genug sein könne. «Alles, was sie uns von der Bank zuriefen, war stets: noch eines, noch eines!»
In der 97. Minute wurde Mitchell Baker endgültig zum Matchwinner. Der 19-jährige Stürmer, der in der viertklassigen USL League Two in den USA engagiert ist, schoss sein fünftes Tor an diesem Abend. Es war das 9:2 für Indonesien.
Auf der Zielgeraden überholte Indonesien damit noch Malaysia und zog ins Endspiel ein. Im Final des FIFA ASEAN Cup trifft Indonesien am Montag auf Thailand.
