Nati-Hoffnung trifft gleich beim Debüt für Napoli – YB-Frauen gewinnen 26:0
Das Spiel der Woche
Während die Männer in der Länderspielpause sind, stand das Fussball-Wochenende der Frauen im Zeichen der 2. Runde des Schweizer Cups. Die grossen Überraschungen blieben aus; alle Klubs der Women's Super League, darunter Meister Servette Chênois mit 12:0 gegen den B-Ligisten Gambarogno, setzten sich durch.
Doch nicht alle taten dies gleichermassen überzeugend. St.Gallen etwa musste beim 2:1 n.V. beim FC Schlieren, dem Fünften der Nationalliga B, eine Zusatzschlaufe einlegen, um das Weiterkommen zu sichern. Yael Eberhard erlöste die Ostschweizerinnen mit ihrem Siegtreffer in der 115. Minute. Olivia Edelmanns Führungstor hatte Livia Busin in der 70. Minute noch ausgeglichen.
Die Tore der Runde
Für einmal im Plural. 26:0 – so hoch gewannen die YB-Frauen ihren Cupmatch beim Viertligisten Team Gürbental, der sich über die Fair-Play-Trophy für die Hauptrunde des K.o.-Wettbewerbs qualifizierte. Malaurie Granges lancierte den Torreigen in der ersten Minute und war letztlich viermal erfolgreich. Anja Klingenstein traf sogar siebenmal, Leonie Sophie Köster fünfmal.
Die nächsten Spiele
Am kommenden Wochenende geht es für die Super-League-Klubs wieder in der Meisterschaft weiter. Den Auftakt zur 8. Runde machen am Freitag die Grasshoppers und der FC Zürich im Zürcher Derby zwischen dem Tabellendritten und dem -zweiten. Leader Servette Chênois ist am Sonntag beim FC St.Gallen gefordert, die YB-Frauen empfangen am Samstag Luzern. Basel tritt am Samstag in Yverdon an, während das Schlusslicht Aarau bei Rapperswil-Jona mit dem ersten Saisonsieg den Rückstand zu den Playoff-Plätzen auf einen Punkt verkürzen könnte.
Italien
Für Emelie Mece begann das Leihgeschäft mit Napoli vielversprechend, und das ausgerechnet gegen ihren Besitzerklub. Die Schweizer U19-Internationale, die im Sommer aus dem Nachwuchs von OL Lyonnes zu Juventus Turin wechselte und von den Norditalienerinnen nach Neapel verliehen wurde, war beim Ligaauftakt in Turin nach 16 Minuten bei einem Abpraller zur Stelle und brachte ihr Team in Führung. Mece spielte in der Folge durch und erhielt für das gelungene Serie-A-Debüt gute Noten. Am Ende unterlag Napoli 1:3.
Deutschland
Beim SC Freiburg ist Julia Stierli in der Regel fürs Verteidigen zuständig. Am Samstag trat sie beim 2:1-Sieg beim Zweitligisten Andernach in der 2. Cuprunde auch als Torschützin in Szene. Die 29-jährige Aargauerin war nach einem Corner am langen Pfosten zum 2:0 zur Stelle.
Vor einer Woche erzielte Sabina Jackson ihren ersten Treffer für Mainz. An diesem Wochenende legte die 26-jährige Mittelfeldspielerin nach. Die Ex-Baslerin erzielte beim 6:1-Auswärtssieg gegen Ingolstadt das 3:1. Wie Stierli traf sie nach einem Corner aus kurzer Distanz.
Ebenfalls unter die Torschützinnen reihten sich im deutschen Cup Emanuela Pfister beim 2:0-Sieg von Leipzig in Marburg, Lara Meroni bei Nürnbergs 10:0 beim ATS Buntentor und Lia Kamber bei Hoffenheims 5:0 in Magdeburg.
Niederlande
Mitte August wechselte Mia Schmid von Turbine Potsdam zum niederländischen Europacup-Teilnehmer Feyenoord Rotterdam. Im vierten Ligaspiel in der Eredivisie trat die 21-jährige Innenverteidigerin am Samstag als Torschützin in Szene. Vier Tage vor dem Rückspiel bei Valerenga im Europa Cup (4:1-Sieg im Hinspiel) war sie bei der 2:3-Heimniederlage gegen Zwolle vor der Pause für den 2:2-Ausgleich besorgt. (ram/sda)
