Aebischer über Xhakas Kritik: «Hat uns nicht aus der Ruhe gebracht»
Aebischer sagte an der Pressekonferenz am Montag, dass er die Worte des Captains nachvollziehen könne. «Granit möchte, dass jeder 90 Minuten lang 100 Prozent gibt. Und das war im Testspiel gegen Australien nicht ganz der Fall.» Der Weckruf von Xhaka sei daher angebracht gewesen. Ausserdem widerspiegle die Aussage den hohen Anspruch der gesamten Mannschaft. «Wir wollen ein grosses Turnier spielen. Und dafür braucht es definitiv mehr.»
Nicht ganz einverstanden war der Mittelfeldspieler von Pisa hingegen mit Xhakas Kritik an den Trainingsleistungen. Es gebe auch in dieser Hinsicht unterschiedliche Spielertypen. «Es gibt jene, die im Training manchmal etwas lockerer agieren, am Spieltag aber bereit sind. Und es gibt jene, die schon im Training immer voll gehen müssen», so Aebischer. Aufgrund der langen Reise sei zudem die individuelle Belastungssteuerung ein Thema gewesen. «Aber es ist klar: Der Grundstein für den Erfolg wird im Training gelegt. Da hat Granit vollkommen recht.»
Schlechte Stimmung sei aufgrund des Weckrufs jedoch nicht entstanden, fasste der 29-Jährige zusammen. «Wir kennen uns nun schon lange. Da braucht es mehr, damit bei uns Unruhe aufkommt.»
Das Team bereitet sich in dieser Woche auf das erste Gruppenspiel der WM vor. Dieses findet am Samstag um 21.00 Uhr Schweizer Zeit gegen Katar statt. (hkl/sda)
