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Die Südkurve der Bayern kritisierte die Klubführung bereits via Choreografie.
Die Südkurve der Bayern kritisierte die Klubführung bereits via Choreografie. Bild: IMAGO / ULMER Pressebildagentur

«Schlimmste Veranstaltung» – an der Bayern-Jahresversammlung hagelt es Kritik wegen Katar

An der Jahresversammlung von Bayern München werden die Klub-Bosse mit Kritik, Buhrufen und Pfiffen eingedeckt. Es ging um das Katar-Sponsoring.
26.11.2021, 13:5226.11.2021, 14:19

Am Donnerstagabend fand die Jahreshauptversammlung des FC Bayern München statt. Und genau wie auch sonst bei den Bayern in den letzten Tagen ging es hitzig zu und her. Während sich bei der Mannschaft derzeit alles ums Thema Corona und ungeimpfte Spieler wie Joshua Kimmich und Eric-Maxime Choupo-Moting dreht, erhitzte an der Versammlung vor allem das Sponsoring von «Qatar Airways» die Gemüter.

Es gab Buhrufe, Pfiffe und Sprechchöre, die Klub-Präsident Herbert Hainer zum Rücktritt aufforderten. Ultras versuchten angeblich, das Podium zu stürmen und Ehrenpräsident Uli Hoeness sprach am Ende von «der schlimmsten Veranstaltung», die er je bei den Bayern erlebt habe.

Katar und die Emotionen bei der Bayern-Jahresversammlung:

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Katar und die Emotionen bei der Bayern-Jahresversammlung
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Aber rollen wir den Fall von hinten auf. Die «Qatar Airways», die staatliche Airline des Wüstenemirats Katar, ist Trikot-Sponsorin bei Bayern München. Der Deal, der noch bis 2023 läuft, soll dem deutschen Rekordmeister bis zu 20 Millionen Euro einbringen. Doch er ist umstritten: Katar steht in der Kritik, weil es Menschenrechte ignoriert, und sich nicht um die Gleichberechtigung von Frauen kümmert und Homosexualität dort unter Todesstrafe steht.

Deshalb will eine Fraktion der Bayern-Fans nun erreichen, dass die Bayern die Zusammenarbeit mit Katar beenden. Vereinsmitglied Michael Ott hat eine entsprechende Aktion lanciert und wollte an der Versammlung auch einen Spontanantrag einbringen, um die Zusammenarbeit zu beenden.

Nachdem die Klubleitung Otts Einwand im Vorfeld wochenlang ignoriert hatte, lehnte sie den Antrag an der Versammlung ab. Die Begründung: Die Vereinsversammlung sei für solche Entscheidungen nicht zuständig. Vizepräsident Dieter Meyer sagte: «Wollt ihr auch darüber abstimmen, ob Audi uns weiterhin sponsern darf? Oder ob wir in blau-weissen Trikots spielen sollen?»

Das und auch die Tatsache, dass die Diskussion über Katar ganz ans Ende der Versammlung geschoben wurde, kam bei den anwesenden Fans nicht gut an. Sie deckten Mayer und wenig später auch Präsident Herbert Heiner mit Pfiffen ein, als dieser sagte: «Es gibt noch keine Entscheidung zur Zukunft des Katar-Sponsorings, aber wir werden den Vertrag erfüllen.»

Vorstandschef Oliver Kahn sprach sich indes für einen Dialog mit Katar aus. Das sei besser als ausgrenzen und ausschliessen. Man habe bei den Bayern «klare Kriterien, an denen wir Partnerschaften ausrichten».

Gegen Mitternacht, als immer noch über das Katar-Sponsoring diskutiert wurde, brach Präsident Hainer die Versammlung abrupt ab. Das wurde wiederum mit Pfiffen kommentiert. Es kam wiederholt zu «Hainer raus, Hainer raus»-Rufen. «Wir sind Bayern – und ihr nicht», riefen die empörten Mitglieder – und auch: «Wir sind die Fans, die ihr nicht wollt.»

Uli Hoeness, der die Versammlung mehrheitlich wortlos verfolgt hatte, stand schon am Rednerpult, schien es sich dann doch anders zu überlegen und zog wortlos davon. Nicht so die Fans: Gemäss Medienberichten weigerten sich auch gegen ein Uhr nachts noch bis zu 400 Leute, den Veranstaltungsort zu verlassen. (abu/t-online.de)

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