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Visit Qatar: Sponsor der Euro 2024 in Deutschland sorgt für Kritik

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Werbeoffensive – Visit Qatar ist an der diesjährigen Euro omnipräsent. Bild: www.imago-images.de

Visit Qatar – EM-Sponsor sorgt für Spott

Die EM 2024 wird unter anderem von Visit Qatar und Qatar Airways gesponsert. Angesichts der heftigen Kritik der deutschen Nationalelf am Gastgeber der WM 2022 sorgt dies bei vielen Fans für Stirnrunzeln.
17.06.2024, 09:4217.06.2024, 18:03
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«Wenn ich EM-Spiele schaue, habe ich plötzlich den Drang, Katar zu besuchen», schreibt ein User auf X. Hinter der etwas zynischen Aussage steckt viel Kritik, die sich im Zusammenhang mit der EM besonders auf Social Media bemerkbar macht. Neben der Deutschen Bahn, AliExpress und Adidas gehören nämlich auch Visit Qatar und Qatar Airways zu den offiziellen Partnern der UEFA und somit auch der EM 2024 in Deutschland.

Munich, Germany. 14th Jun 2024. Torjubel: Jamal Musiala DFB Florian Wirtz DFB Germany - Scotland Deutschland - Schottland 14.06.2024 *** Munich, Germany 14th Jun 2024 Goal celebration Jamal Musiala DF ...
Die deutsche Mannschaft jubelt – vor einem Qatar-Airways-Werbebanner.Bild: www.imago-images.de

Dass die Golfstaaten im Fussball präsent sind, sei es in Form der Saudi Pro League oder durch Werbepartnerschaften, ist an und für sich nichts Neues. Dass der Slogan «Visit Qatar» ausgerechnet bei der Euro in Deutschland überall zu sehen ist, sorgt aber insbesondere deshalb für Spott, weil sich die deutsche Nationalmannschaft vor zwei Jahren vor und während der WM in Katar besonders laut gegen eine Austragung im Golfstaat ausgesprochen hatte.

Wie Norwegen und Dänemark dachte Deutschland damals darüber nach, an der WM in Katar gar nicht erst aufzulaufen. Im Zentrum der Kritik am Gastgeber: Menschenrechtsverletzungen aller Art. Mit Ausnahme von Norwegen, das sich indes gar nicht für die WM qualifizierte, wurde der Boykott aber von keinem Land tatsächlich umgesetzt.

Um für Werte wie Freiheit und Toleranz einzustehen, griff die Nationalelf während des Turniers in Katar zu grossen Gesten. Nachdem das Tragen der One-Love-Captainbinde von der FIFA verboten wurde, posierte die deutsche Mannschaft vor dem Gruppenspiel gegen Japan mit einer Maulkorb-Geste. Angesichts der Tatsache, dass Visit-Qatar- und Qatar-Airways-Banner zwei Jahre später die deutschen Stadien zieren, wird diese Geste von vielen X-Nutzern rückblickend als «scheinheilig» wahrgenommen. (kat)

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39 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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_Marc_
17.06.2024 10:29registriert Juni 2018
Ich nehme nicht an, dass der DFB oder Deutschland irgendetwas mit dem Sponsoring der EM zu tun haben. Das läuft über die UEFA und dass diese einen ethischen Kompass hätte, wäre mir neu.
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TanookiStormtrooper
17.06.2024 11:01registriert August 2015
Die Sponsoren sind nicht Partner vom Gastgeber, sondern von der UEFA. Darum haben auch z.B. die Stadien nicht ihre Sponsoren-Namen, weil die kein Geld an die UEFA überweisen, resp. ein Konkurrenzprodukt es tut. Das Problem liegt also in Nyon, wo man nur allzu gerne Kohle von Katar nimmt.
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Mia_san_mia
17.06.2024 10:29registriert Januar 2014
Wieso sollte das scheinheilig sein? Ich nehme an für die Sponsoren ist die UEFA zuständig und nicht der DFB.
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    Die Gerüchte sind Wirklichkeit geworden: Petteri Puhakka hat in Kloten als Ersatz für Niko Ojamäki unterschrieben. Die Tinte unter dem Vertrag ist trocken. Nun lautet die bange Frage: Ein Leitwolf wie einst Felix und Denis Hollenstein oder bloss ein billiger Schillerfalter?

    Nun gut, der Vergleich mit dem legendären Meister-Captain Felix Hollenstein aus den 1990er Jahren oder seinem aktuell verletzten Sohn Denis Hollenstein bei den ZSC Lions mag schon ein wenig verwegen sein. Petteri Puhakka ist erst 23, hat gerade mal drei Operetten-Länderspiele für Finnland bestritten und noch nie im Ausland gespielt. Ein NHL-Draft ist er nicht. Auch seine Statistiken aus dieser Saison sind überschaubar: 9 Tore und 14 Assists aus 44 Spielen.

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