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LIV Tour meldet Insolvenz an und schuldet Top-Golfern 36 Mio. Franken

Captain Sergio Garcia, of Fireballs GC, hits from the 14th tee during the final round of LIV Golf Bedminster at Trump National Golf Club, Sunday, Aug. 9, 2026, in Bedminster, N.J. (Montana Pritchard/L ...
Sergio Garcia auf dem Trump National Golf Club in New Jersey.Bild: keystone

LIV Tour meldet Insolvenz an und schuldet Top-Golfern nun 36 Mio. Franken

Nach dem Ausstieg des Investmentfonds aus Saudi-Arabien steht die LIV Tour vor dem Aus. Golfer müssen sich womöglich viel Geld ans Bein streichen.
09.09.2026, 09:3109.09.2026, 09:31
Ein Artikel von
t-online

Die Golfserie LIV hat nach dem Rückzug des milliardenschweren Geldgebers aus Saudi-Arabien einen Insolvenzantrag gestellt. Durch den Antrag soll es eine Zukunft für das 2022 gegründete Golfprojekt geben. Diese war zuvor unklar. «Dieser Prozess gibt uns die Struktur und die Zeit, eine wegweisende Transaktion zu verfolgen und das nächste Kapitel von LIV Golf einzuleiten», sagte der Geschäftsführer der LIV-Tour, Scott O'Neil, in einer Pressemitteilung.

Laut der Mitteilung hat die Golfserie eine Vereinbarung mit der Investmentfirma BC Partners Credit geschlossen. «Die nächste Phase von LIV Golf wird auf einem nachhaltigen Geschäftsmodell und einer engeren Verbindung zwischen den Spielern und der Liga basieren», kündigte O'Neil an.

In dem neuen Modell werde es für Spieler möglich sein, Mehrheitseigentümer zu werden, ausserdem soll der Turnierkalender verkleinert werden. 2027 soll der weltweite Spielbetrieb wieder aufgenommen werden, auch wenn dies unter anderem von gerichtlichen Genehmigungen abhänge.

Millionenschulden bei Spielern

Der saudi-arabische Investmentfonds PIF hatte im Frühjahr bekannt gegeben, die Golf-Liga nur noch bis zum Saisonende zu finanzieren. Neben Topstars wie Jon Rahm, Bryson DeChambeau oder Phil Mickelson spielt auch der deutsche Golfprofi Martin Kaymer auf der LIV-Tour.

«Ich fänd es total schade, wenn es aufhören würde», sagte Kaymer im Sommer dem «Golf Magazin». «Ich habe sehr viel Energie in die Liga, in das Projekt und die Vision hineingesteckt.» Er sei fest davon überzeugt, dass die LIV-Tour ein Weg sei, um den Sport grösser zu machen.

Captain Martin Kaymer of Cleeks GC hits his shot from the 12th tee during the second round of LIV Golf Indianapolis at The Club at Chatham Hills onduring the second round of LIV Golf tournament at The ...
Kaymer auf der LIV-Tour in Chatham Hills.Bild: keystone

Wie die BBC berichtet, schuldet die LIV Tour den Spielern insgesamt 45 Millionen Dollar (36 Millionen Franken). Alleine Rahm stehen noch 7,5 Millionen Dollar zu, DeChambeau 5,7 Millionen und Dustin Johnson 5,5 Millionen.

Sportswashing der Ölscheichs

Zum neuen Modus verriet der LIV-Geschäftsführer, dass eine Erweiterung des Teilnehmerfeldes von 57 auf 75 Spieler geplant sei und erstmals ein Cut nach 54 Löchern eingeführt werden soll. O'Neil erklärte, das Teamkonzept werde sich an Nationalitäten orientieren und LIV weiterhin auf einige seiner erfolgreicheren Märkte in Australien, Südafrika und Asien setzen.

LIV startete im Jahr 2022 und warb mit Geldern aus dem saudi-arabischen Investmentfonds viele bekannte Golfer aus der traditionellen US-amerikanischen PGA ab. Die Tour sah sich zum Teil heftiger Kritik von Golfspielern aber auch Menschenrechtlern ausgesetzt.

So werden dem streng religiösen Wahhabiten-Staat Saudi-Arabien schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Auch soll das saudische Regime unter Kronprinz Mohammed Bin Salman seit Jahren sogenanntes Sportswashing betreiben, sich also durch die Veranstaltung grosser Sport-Events von seinem schlechten Image befreien wollen. (t-online/dpa)

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