Sport
Saudi-Arabien

Golf-Liga in Saudi-Arabien: Die LIV-Tour steht vor dem Ende

Bryson DeChambeau watches his tee shot on the fourth hole during the second round of the Masters golf tournament at the Augusta National Golf Club, Friday, April 10, 2026, in Augusta, Ga. (AP Photo/As ...
Bryson DeChambeau ist einer der Top-Stars der LIV-Tour.Bild: keystone

Zukunft von Top-Spielern unklar: Saudische Golf-Liga steht vor dem Ende

Grosse Unruhe im Golfsport: Die professionelle LIV-Tour erhält wohl keine finanzielle Unterstützung mehr vom saudischen Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) und steht somit vor einem grossen Problem.
30.04.2026, 11:4630.04.2026, 11:46

Seit dem Jahr 2022 gibt es die sogenannte LIV-Tour, die vom Staatsfonds von Saudi-Arabien finanziert wird und Topspieler mit hohen Preisgeldern lockt. Viele Top-Golfer wie beispielsweise Dustin Johnson, Phil Mickelson, Brooks Koepka oder Bryson DeChambeau entschieden sich damals für einen Wechsel.

Es war ein Schock für die US-PGA-Tour, die bis dahin die grösste Tour im Golf-Zirkus war. Tour-Commissioner Jay Monahan sagte seinerzeit aufgrund der hohen Saudi-Prämien: «Wenn dies ein Wettrüsten ist und die einzigen Waffen Dollarscheine sind, kann die PGA Tour nicht mithalten.» Die Spieler, welche die Seiten wechselten, wurden von der PGA Tour ausgeschlossen.

Nun gibt es allerdings ein grosses Problem für die Stars, die dem saudischen Geld folgten. Wie das Wall Street Journal berichtet, wird die Finanzierung vom saudischen Staatsfonds nach diesem Jahr eingestellt. Noch in dieser Woche sollen die Spieler und Mitarbeiter der Tour darüber informiert werden. Wie die Zukunft der Liga aussieht, ist unklar, aber es wird darüber berichtet, dass Gespräche mit «externen Investoren» geführt und strategische Alternativen geprüft werden.

Gemäss dem saudischen Staatsfonds passt der Golfbetrieb nicht mehr «zur neuen Phase der eigenen Investitionsstrategie». Bis zum Ende des Jahres soll der Betrieb gesichert sein und die Turniere wie geplant stattfinden. Danach stehen aber auch die abgesprungenen Golfer vor einer mehr als ungewissen Zukunft. Brian Rolapp, Geschäftsführer der amerikanischen PGA Tour, stellte darauf angesprochen bereits klar: «Es gab Regeln, und diese wurden gebrochen. Mit Regeln geht auch Verantwortlichkeit einher.»

FILE - PGA Tour CEO Brian Rolapp speaks before a practice round of the Tour Championship golf tournament, Wednesday, Aug. 20, 2025, in Atlanta. (AP Photo/Mike Stewart, File)
PGA Tour Rolapp Golf
Brian Rolapp, Geschäftsführer der PGA Tour.Bild: keystone

Zwar wurde 2023 ein gemeinsames Rahmenabkommen zwischen der LIV- und PGA-Tour verkündet, aber zu einer definitiven Zusammenarbeit kam es noch nicht. Klar ist, dass Spieler bei einer möglichen Rückkehr zur PGA-Tour mit Bussen und ähnlichen Sanktionen rechnen müssten, da sie damals ihre Verträge missachtet haben. Rolapp sprach in einem Interview mit CBS Sports von «sichtbaren Narben», welche auch bei einer allfälligen Rückkehr der Spieler bleiben würden. (riz)

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24 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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THEOne
30.04.2026 12:04registriert März 2019
Sofort notfallfonds in milliardenhöhe einrichten, damit diese systemrelevante liga weitergeführt werden kann
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Rikki-Tiki-Tavi
30.04.2026 11:56registriert April 2020
Ich schlage vor, dass wir ein Crowd Funding organisieren. Sicherlich finden sich viele Pflegefachleute, Taxifahrer, Coiffeusen, Physiotherapeuten und viele andere, die von ihren überrissenen Salären etwas an diese armen Leute verteilen möchten.
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Therealmonti
30.04.2026 12:21registriert April 2016
Sind schamlos nur der Kohle nachgerechnet,die Typen auf der Saudi-Tour.

Hoffe, sie kommen nicht problemlos wieder auf den regulären Touren unter.

Spieler mit Charakter haben auf die Millionen des Unrecht-Staates verzichtet.
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