Zukunft von Top-Spielern unklar: Saudische Golf-Liga steht vor dem Ende
Seit dem Jahr 2022 gibt es die sogenannte LIV-Tour, die vom Staatsfonds von Saudi-Arabien finanziert wird und Topspieler mit hohen Preisgeldern lockt. Viele Top-Golfer wie beispielsweise Dustin Johnson, Phil Mickelson, Brooks Koepka oder Bryson DeChambeau entschieden sich damals für einen Wechsel.
Es war ein Schock für die US-PGA-Tour, die bis dahin die grösste Tour im Golf-Zirkus war. Tour-Commissioner Jay Monahan sagte seinerzeit aufgrund der hohen Saudi-Prämien: «Wenn dies ein Wettrüsten ist und die einzigen Waffen Dollarscheine sind, kann die PGA Tour nicht mithalten.» Die Spieler, welche die Seiten wechselten, wurden von der PGA Tour ausgeschlossen.
Nun gibt es allerdings ein grosses Problem für die Stars, die dem saudischen Geld folgten. Wie das Wall Street Journal berichtet, wird die Finanzierung vom saudischen Staatsfonds nach diesem Jahr eingestellt. Noch in dieser Woche sollen die Spieler und Mitarbeiter der Tour darüber informiert werden. Wie die Zukunft der Liga aussieht, ist unklar, aber es wird darüber berichtet, dass Gespräche mit «externen Investoren» geführt und strategische Alternativen geprüft werden.
Gemäss dem saudischen Staatsfonds passt der Golfbetrieb nicht mehr «zur neuen Phase der eigenen Investitionsstrategie». Bis zum Ende des Jahres soll der Betrieb gesichert sein und die Turniere wie geplant stattfinden. Danach stehen aber auch die abgesprungenen Golfer vor einer mehr als ungewissen Zukunft. Brian Rolapp, Geschäftsführer der amerikanischen PGA Tour, stellte darauf angesprochen bereits klar: «Es gab Regeln, und diese wurden gebrochen. Mit Regeln geht auch Verantwortlichkeit einher.»
Zwar wurde 2023 ein gemeinsames Rahmenabkommen zwischen der LIV- und PGA-Tour verkündet, aber zu einer definitiven Zusammenarbeit kam es noch nicht. Klar ist, dass Spieler bei einer möglichen Rückkehr zur PGA-Tour mit Bussen und ähnlichen Sanktionen rechnen müssten, da sie damals ihre Verträge missachtet haben. Rolapp sprach in einem Interview mit CBS Sports von «sichtbaren Narben», welche auch bei einer allfälligen Rückkehr der Spieler bleiben würden. (riz)
