«Es brauchte alle von unserem Verband»: Das sagt Samuel Giger zu seinem grossen Sieg
Wegen einer Verletzungspause konnte Samuel Giger seit über drei Monaten kein Schwingfest mehr bestreiten und ausgerechnet beim wichtigsten Anlass des Jahres gab er sein Comeback, und wie. Mit fünf gewonnenen Gängen sicherte sich der 28-Jährige zum zweiten Mal nach 2021 den Sieg am traditionellen Kilchberger Schwinget.
Im Interview mit dem «SRF» konnte Giger den Sieg zunächst noch nicht ganz realisieren. «Das braucht noch eine gewisse Zeit und ich muss es noch verdauen», gestand der Thurgauer einige Minuten nach dem Sieg im Schlussgang gegen Marcel Bieri.
Hier gewinnt Samuel Giger das Kilchberger Schwinget 2026
Obwohl Giger wegen einer Schulterverletzung lange ausfiel, sprach er von einer super Vorbereitung. Ein grosser Dank ging auch an seine Teamkollegen aus dem NOS-Verband. «Heute hat es alle 16 aus unserem Verband gebraucht und auch alle Betreuer. Es war eine Teamleistung und ich habe meinen Teil dazu beigetragen, indem ich meine Gänge gewonnen habe», erklärte Giger. Ein Vorteil für ihn sei es auch gewesen, dass er bereits zum dritten Mal beim Kilchberger dabei war, welches nur jedes sechste Jahr stattfindet. «Die Routine hilft mir schon, ich war bereits zum dritten Mal hier und weiss, wie es hier funktioniert. Ich wusste, dass ich bereit bin und die Schulter hält.»
Einen kurzen Schock gab es für ihn, als er kurz vor der Mittagspause gegen Michael Ledermann überraschend eine Niederlage kassierte, trotzdem liess sich Giger nicht aus der Ruhe bringen. «Ein verlorener Gang ist immer schlecht, aber ich wusste, ich war gut dabei. Am Nachmittag konnte ich die Zehner machen und es kam schlussendlich gut», bilanzierte der letztjährige Schlussgangteilnehmer vom Eidgenössischen Schwingfest.
Durch den erneuten Sieg am Kilchberger gewinnt Giger zum dritten Mal ein Fest mit eidgenössischem Charakter. Vor drei Jahren gewann Giger auch das Unspunnen-Fest. Einzig ein Sieg beim Eidgenössischen fehlt ihm noch. (riz)
