Ledermann sorgt für die Fairplay-Geste des Tages – kurze Zeit später verletzt er sich
Michael Ledermann gehörte beim Kilchberger Schwinget zur Mittagspause zu den vier Bernern, welche in Führung lagen. Mit dem Sieg gegen Samuel Giger sorgte Ledermann kurz vor dem Mittagessen für ein grosses Ausrufezeichen.
Die Spitzenposition musste der 25-Jährige aber nach einem Gestellten im vierten Gang gegen Martin Roth wieder abgeben. Kurze Zeit später ging es weiter gegen Nick Alpiger, welcher noch realistische Chancen auf den Schlussgang hatte.
Überraschend lag dann tatsächlich Alpiger auf dem Rücken und sorgte somit für die nächste Überraschung. Doch nach kurzer Zeit stiegen die beiden Eidgenossen wieder in den Ring. Wie eine Aufnahme vom SRF einige Minuten später zeigte, war es Ledermann selbst, welcher sagte, dass es kein gültiges Resultat war.
«Ich hatte keinen Griff mehr zu diesem Moment», erklärte der zweifache ESAF-Kranzsieger den zuständigen Kampfrichtern und sorgte somit selbst dafür, dass der Kampf weitergeht. Eine schöne Geste des Berners. Der Gang gegen Alpiger endete schlussendlich mit einem Gestellten und beide durften sich über neun Punkte freuen, nach dem attraktiven Kampf.
Obwohl Ledermann eigentlich für positives Karma gesorgt hat, meint es das Schicksal nicht gut mit ihm. Im sechsten Gang verletzte er sich gegen Domenic Schneider und musste den Platz gestützt verlassen. (riz)
