Sport
Langlauf

«Sexueller Jubel»? FIS büsst Langlauf-Weltmeister für pikante Geste

«Sexueller Jubel»? FIS büsst Nachwuchs-Weltmeister

Langläufer Mathias Holbäk feierte an der Junioren-WM seinen Zieleinlauf über 20 Kilometer auf besondere Art und Weise. Dem Ski-Weltverband gefiel es ganz und gar nicht.
13.02.2025, 08:1413.02.2025, 08:14
Ein Artikel von
t-online

Mathias Holbäk überragte bei der U23-Skilanglauf-WM im italienischen Schilpario – aber eine Szene hat im Nachhinein Diskussionen ausgelöst. Norwegens Skitalent wurde vom Weltverband FIS zu 250 Franken Geldstrafe verurteilt – wegen «sexuellen Jubels».

Was war passiert? Im Zieleinlauf des 20-Kilometer-Rennens hielt sich der 21-Jährige einen seiner Skistöcke an den Unterleib und richtete ihn dann auf. Offenbar zu vulgär für die FIS. Laut Holbäk habe der Weltverband ihm mitgeteilt, die Geste werde als «sexuell» und «unsportlich» gewertet und deshalb sanktioniert. Dies berichtet Norwegens öffentlich-rechtlicher Sender «NRK».

250206 I denna handout-bild fran Newspower.it syns Mathias Holbaek, Norge under herrarnas masstart
Holbäk und die Jubelgeste des Anstosses.Bild: www.imago-images.de

«Es ist ermüdend»

«Ich hatte nur im Ziel feiern wollen», wird Holbäk vom Sender zitiert. «Danach kamen die von der FIS und wollten sich mit mir und meinem Trainer unterhalten. Wir wurden in den Juryraum gebracht, wo wir darum gebeten wurden, den Jubel zu erklären.» Die Erklärung habe die Funktionäre wohl nicht überzeugt.

Holbäk übte daraufhin scharfe Kritik: «Ich denke, es ist ermüdend, dass sie sich mit solchen Dingen beschäftigen. Zuerst beklagen sie sich, dass Skilangläufer doch mal etwas mehr Persönlichkeit zeigen sollen. Und dann bestrafen sie uns plötzlich für einen Jubel, der meiner Meinung nach nicht mal besonders gewagt war.»

Mehr noch: «Natürlich muss man die Strafe akzeptieren, aber ich denke, es ist seltsam, dass ich dafür bestraft werde.» Sein Jubel sei ein «Spass» gewesen, «mal etwas anderes, als nur die Arme in die Höhe zu recken».

250206 I denna handout-bild fran Newspower.it syns M
Ein Versprechen für die Zukunft: Mathias Holbäk.Bild: www.imago-images.de

Die U23-WM verlief für Holbäk höchst erfolgreich: Er gewann insgesamt drei Goldmedaillen. Die FIS hat sich noch nicht weiter zur Strafe geäussert. (ram/t-online)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Zweideutige Bilder, die dich schmunzeln lassen
1 / 25
Zweideutige Bilder, die dich schmunzeln lassen
Hört ihr, wie die Feuerwehrleute beim Entfernen kichern? Das zwischen den Beinen ist ein Wespennest.
quelle: reddit
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Dr. G-Punkt über den Penis-Mythos
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
11 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Helvetiavia Philipp
13.02.2025 11:57registriert Februar 2018
Ich werde das Gefühl nicht los, dass nicht einmal unsere Eltern derart prüde waren, wie wir.
394
Melden
Zum Kommentar
11
In Lugano darf der hungrige Ajeti wieder essen – der Leader hadert trotzdem
Im mit Spannung erwarteten Duell zwischen dem FC Lugano und den Young Boys gibt es keinen Sieger. Die Tessiner verlieren zwei Leader, wenden aber die erste Saisonniederlage ab. Und die Berner sind froh, wächst der Rückstand immerhin nicht an.
Da steht er also, der Stucki Christian. Mitten in dieser schmucken, neuen Arena in Lugano. Der gelb-schwarze Schal um seinen massigen Kopf verrät, wem der Schwingerkönig von 2019 an diesem lauen Vorherbstabend die Daumen drückt, wenn mit Lugano und den Young Boys die meistgenannten Favoriten auf den diesjährigen Schweizer Meistertitel in der Super League erstmals aufeinandertreffen. Natürlich wird der Berner, der zu seiner Aktivzeit vielleicht auch einigen Ticinesi die «lotta svizzera» hatte näherbringen können, danach gefragt, wie denn nun sein Resultattipp aussehe. Aber der «Chrigu» ist nicht nur König, sondern auch Diplomat. Trotz gelb-schwarzem Herz will es sich der 41-Jährige mit den Bianconeri nicht verscherzen und antwortet: «3:3».
Zur Story