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Eishockey-WM: Tschechien schlägt Schweden und steht im Final

epa11368455 Ondrej Kase of Czech Republic (2-L) celebrates with his teammates after scoring during the semi final match between Sweden and Czech Republic at the IIHF Ice Hockey World Championship 2024 ...
Die Tschechen spielen vor eigenem Anhang um WM-Gold.Bild: keystone

Tschechien stürmt zuhause spektakulär in den WM-Final – Schweden spielt um Bronze

Tschechien wahrt sich an der Eishockey-WM die Chance auf den ersten Titelgewinn im eigenen Land seit 1985. Die Osteuropäer verzücken im ersten Halbfinal das Heimpublikum mit einer 7:3-Gala.
25.05.2024, 13:5025.05.2024, 23:02

In den ersten acht Spielen an diesem Turnier hatten die Schweden bloss zehn Gegentreffer zugelassen, gegen die von den fantastischen Fans aufgeputschten Tschechen kassierten sie die Tore vom 2:2 zum 2:5 (30.) innert 238 Sekunden. Das 3:2 und 4:2 schossen Ondrej Kase respektive Martin Necas in der 27. Minute innert 16 Sekunden.

Das 5:2 erzielte Dominik Kubalik nach einem Konter. Der Stürmer der Ottawa Senators, der von 2017 bis 2019 bei Ambri-Piotta engagiert gewesen war, hatte schon das 1:1 (8.) geschossen sowie das 4:2 vorbereitet. Für die ersten fünf Treffer benötigten die Osteuropäer bloss 17 Torschüsse.

In der Folge konnten die Schweden, die im ersten Drittel zweimal in Führung gegangen waren, dreimal Powerplay spielen. Zwar verkürzte Joel Eriksson Ek im ersten dieser drei auf 3:5 (36.). Der Stürmer der Minnesota Wild zeichnete dann aber auch für jenen Fehler verantwortlich, den Lukas Sedlak zum 6:3 (46.) nutzte. Damit war die Sache klar. In der 54. Minute tauchte Sedlak erneut allein vor dem nach dem 2:5 für Filip Gustavsson eingewechselten schwedischen Keeper Samuel Ersson auf und erwischte diesen abermals zwischen den Schonern.

Die Tschechen stehen erstmals seit ihrem zwölften Titelgewinn im Jahr 2010 an einer Eishockey-WM im Final. Dort bekommen sie am Sonntagabend gegen die Schweiz die Chance, zum ersten Mal seit 1985 vor Heimpublikum die Siegertrophäe zu stemmen. Vor einem Jahr schlossen die Tschechen die WM nur im 8. Rang ab.

Die Schweden auf der anderen Seite müssen nach dem ersten Halbfinalvorstoss seit 2018 weiter auf ihr zwölftes WM-Gold warten. Letztmals erreichten sie vor sechs Jahren den Final, den sie in Kopenhagen nach Penaltyschiessen gegen die Schweiz gewannen.

Schweden - Tschechien 3:7 (2:2, 1:3, 0:2)
Prag. - 17'413 Zuschauer. - SR Ansons/Vikman (LAT/FIN), Briganti/Briganti (USA).
Tore: 4. Marcus Johansson 1:0. 8. (7:48) Kubalik (Necas, Kundratek) 1:1. 9. (8:08) Pettersson (Kempe, Eriksson Ek) 2:1. 10. Kampf (Necas) 2:2. 27. (26:05) Kase (Sedlak) 2:3. 27. (26:21) Necas (Kubalik, Kampf) 2:4. 30. Kubalik (Kempny, Necas) 2:5. 36. Eriksson Ek (Raymond, Dahlin) 3:5. 46. Sedlak (Kase) 3:6. 54. Sedlak 3:7.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Schweden, 6mal 2 Minuten gegen Tschechien.
Pfostenschüsse: 18. Kempe, 33. Zetterlund. (abu/sda)

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Dem «ewigen Schlusslicht» Ajoie bleiben im besten Fall fünf Jahre Zeit, um sich gegen das heraufziehende sportliche Unwetter aus dem Wallis zu wappnen. Mit Chris McSorley kehren die Dinosaurier zurück und bedrohen die NL-Hinterbänkler.
Vielleicht wird es am Ende gar nicht Ajoie sein, das in dieses Unwetter gerät. Es ist keine Respektlosigkeit, sondern bloss eine nüchterne Feststellung: Die Elsgauer – Elsgau ist die altbernische Bezeichnung für die Ajoie – haben die Qualifikation soeben zum 5. Mal hintereinander auf dem letzten Platz beendet. Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sie auch künftig wieder in die Mühlen des Abstiegskampfes geraten. Aber vielleicht wird es auch andere treffen. Wir wollen nicht grübeln.
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