
Französische Athletinnen mit dem Eiffelturm im Hintergrund.Bild: keystone
Kommentar
Die Olympischen Spiele in Paris sind mit einer spektakulären Eröffnungsfeier lanciert worden. In einer vierstündigen Show zog Regisseur Thomas Jolly sämtliche Register. Das gab zu reden.
27.07.2024, 00:2427.07.2024, 07:18
Der Beginn war etwas träge. Aber mit fortschreitender Dauer wurde die Eröffnungsfeier besser und besser. Sie war äusserst vielfältig, hielt viele überraschende Elemente bereit und bot insgesamt ein grosses Spektakel – auch wenn sie sich etwas gar in die Länge zog.
Man wusste ja nicht so recht, was man erwarten konnte. Erstmals fand eine Eröffnungsfeier nicht in einem Stadion statt, sondern in einer ganzen Stadt. Die Olympia-Teilnehmer wurden auf Schiffen vorgestellt, die auf der Seine fuhren. Nun, da die Show vorbei ist, kann man festhalten: Die Umsetzung dieser Idee war ein einmaliges Spektakel.

Der Blick von oben auf den «Einmarsch» der Nationen.Bild: keystone
Die Antwort auf die Frage, was das wohl alles gekostet hat, kann nur lauten: Völlig egal. Denn mit dieser Feier haben es die Organisatoren geschafft, den Funken zu zünden. Mit einem Mal ist die Vorfreude auf die Olympischen Spiele, so sie noch nicht vorhanden war, gestiegen. Die Feier ist ein Meisterwerk des 42-jährigen Regisseurs Thomas Jolly.
Mögen die Olympischen Spiele von Paris 2024 ein ebenso grosses Feuerwerk werden wie diese Eröffnungsfeier!
Die Parade auf der Seine
Die Athletinnen und Athleten der 205 teilnehmenden Länder wurden den Zuschauenden am Ufer der Seine und vor dem Fernseher auf Schiffen präsentiert. Manches war grösser, etwa jenes der US-Delegation. Andere, die die sechs Kilometer lange Strecke bewältigten, waren klein, aber richtig fein.
Unsere Top 3:
Bhutan

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Gabun

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Eswatini

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Das Schweizer Schiff
«Insolite» hiess das Schiff mit der Schweizer Delegation an Bord. Übersetzt: Aussergewöhnlich. Das muss doch ein gutes Omen sein!

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Der Schweizer TV-Auftritt.Video: SRF
Der Glitzer-Schlumpf
Die vier Stunden lange Show bot unendlich viele Kostüme. Das irrste Element? Eindeutig er hier:

bild: srf
Zizou, Rafa und Serena
Stars durften natürlich nicht fehlen. Zinédine Zidane spielte eine Hauptrolle. Der Fussballer «verlor» am Anfang der Show die olympische Fackel, holte sie sich am Ende zurück. «Zizou» übergab sie an Rafael Nadal, den spanischen Tennis-König der French Open in Paris.

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Nadal fuhr dann mit der Fackel an der Seite von Carl Lewis, Serena Williams und Nadia Comaneci über die Seine. Williams fühlte sich gegen Ende der schaukelnden Fahrt sichtlich unwohl.
Infantino im Regen
Wettertechnisch gesehen hatten die Organisatoren Pech. Phasenweise regnete es in Strömen. Da war der Schweizer FIFA-Präsident Gianni Infantino als geladener Ehrengast ein gefundenes Fressen für die Fotografen:

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Bild: www.imago-images.de
Metal statt Medal
Anfangs verlief die Eröffnungsfeier noch etwas schleppend. Träge, eher ruhige Musik begleitete sie. Das änderte sich mit dem Auftritt von Gojira. Die Heavy-Metal-Truppe heizte so richtig ein und erstmals an diesem Abend verstand man: Regisseur Thomas Jolly ging aufs Ganze. Und das ging auf.
Der Eiffelturm
Tausend Mal gesehen. Schon oben gestanden, schon von unten betrachtet. Ein Wahrzeichen, das unverknüpfbar mit Paris ist. Und so während des ganzen Abends immer wieder im Fokus stand. Oft mit gigantischer Lichtshow. Auch wenn man ihn schon tausend Mal gesehen hat: Der Eiffelturm ist und bleibt ein Star.

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Der Fauxpas
Dass bei einer vierstündigen Show bis ins kleinste Detail alles aufgeht, ist ein frommer Wunsch. In Paris wurde beim Hissen der olympischen Flagge ein Fehler gemacht. Sie wurde falsch herum aufgehängt: Die drei Ringe müssten oben sein, die zwei Ringe unten.

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Marie-José Pérec und Teddy Riner entzünden das olympische «Feuer», das keines ist.Video: SRF
Céline Dion
Ihr Auftritt war der krönende Abschluss der Eröffnungsfeier. Der Pop-Superstar leidet an einer unheilbaren Nervenkrankheit, trat deshalb seit 2020 nicht mehr auf. Doch die 56-jährige Céline Dion lieferte auf der 1. Etage des Eiffelturms singend eine eindrückliche Performance ab. Die Frankokandierin begeisterte mit ihrer Darbietung der «Hymne à l'amour» von Édith Piaf.
Der Auftritt von Céline Dion.Video: SRF
Der Liveticker zum Nachlesen
Danke fürs Mitlesen, hoffen wir auf wunderbare und aus Schweizer Sicht erfolgreiche Olympische Spiele – et bonne nuit!
Nun ist er da, der lange erwartete Auftritt der Frankokanadierin, die einst für die Schweiz den Eurovision Song Contest gewonnen hat. Céline Dion steht im 1. Stock des Eiffelturms und singt einen Hit von Edith Piaf.



Das ging jetzt etwas gar schnell. Wer hat das Feuer entzündet? Wir wissen es nicht. Und richtiges Feuer ist es offenbar nicht, SRF-Reporter Stefan Hofmänner erzählte grad etwas über Wasser, das beleuchtet wird.

Wir befinden uns im Jardin des Tuileries. Hier wird wohl gleich das olympische Feuer entzündet. Welche Rolle spielt dieser Heissluftballon?

Nun geht es Schlag auf Schlag. Eine Sportlerin nach dem anderen darf für ein paar Meter die Fackel tragen.


Jetzt wird sie an Land von Ex-Tennisspielerin Amélie Mauresmo getragen.

Nach ihr ist Tony Parker an der Reihe, der frühere NBA-Star und ehemalige Ehemann von Eva Longoria («Desperate Housewives»). Weitere französische Sportler, auch paralympische, begleiten sie. Das Grüppchen wird bei der Pyramide des Louvre grösser und grösser.

Serena Williams hat offenbar etwas Mühe mit dem Wellengang auf der Seine.

Wäre auch in Ordnung, wenn man dann mal zum Abschluss kommen würde.

Mit ihm auf dem Boot sind Carl Lewis, Serena Williams und Nadia Comaneci.

Bevor es weitergeht, steht nun einmal mehr der Eiffelturm im Mittelpunkt.



Der spanische Tennisspieler ist der König von Roland Garros, und dazu Fan von Real Madrid, dem Klub, den Zidane geprägt hat.




Zinédine Zidane betritt die Bühne. Was geschieht nun? Wer entzündet das olympische Feuer?

«Im Namen der Athletinnen und Athleten aller Trainerinnen und Trainer und Offiziellen. Wir geloben, an diesen Olympischen Spielen teilzunehmen und die Regeln zu respektieren und einzuhalten, im Geiste des Fairplay, der Inklusion und der Gleichberechtigung. Gemeinsam stehen wir solidarisch und verpflichten uns zu einem Sport ohne Doping, ohne Betrug, ohne jegliche Form von Diskriminierung. Wir tun dies für die Ehre unserer Teams, in Respekt vor den Grundprinzipien des olympischen Geistes und um die Welt durch Sport zu einem besseren Ort zu machen.»

Emmanuel Macron erklärt die Olympischen Spiele offiziell für eröffnet.

Bach schliesst seine Rede mit dem Aufruf «Vive les Jeux Olympiques! Vive la France!»
Er übergibt an Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron, der in wenigen Augenblicken die 33. Olympischen Sommerspiele offiziell für eröffnet erklären wird.
Geschlechterparität heisst, dass er einen Schirmträger hat. Bach spricht zunächst französisch.

Als ziemlich gesichert gilt ein Auftritt der Sängerin Céline Dion.
Und dann wird natürlich das olympische Feuer entzündet, das Highlight jeder Eröffnungsfeier. Wer darf es entzünden? Dem Zeitgeist und diesem Abend entsprechend tippe ich auf Marie-José Pérec, dreifache Olympiasiegerin in der Leichtathletik. Schaun mer mal!
Erst spricht Tony Estanguet, der OK-Präsident, zu den Athleten.

Danach wird die Reihe an IOC-Präsident Thomas Bach sein.





Schade, ist es windstill.
Das Tier hat wieder festen Boden unter den Füssen.

In einem längeren Zusammenschnitt werden unzählige Highlights früherer Spiele gezeigt. Darunter auch für einen kurzen Moment der Gewinn des Tennis-Doppels durch Roger Federer und Stan Wawrinka 2008 in Peking.

Volunteers versammeln sich mit den Flaggen der teilnehmenden Länder.

Es bringt die olympische Fahne.

Grösser könnte der Kontrast kaum sein. Eben noch Technobeats, jetzt die Friedenshymne «Imagine» von John Lennon, brennender Flügel inklusive. Wichtige Botschaft, wunderschönes Lied.

(Randbemerkung: «Imagine there's no countries» will halt irgendwie nicht ganz zu Olympischen Spielen passen, wo Länder gegeneinander konkurrieren …)
War irgendwie logisch, dass der kommt. Die Show im Moment wirklich richtig geil. Besser nicht daran denken, dass nachher noch der trockene IOC-Präsident Bach und andere ihre Reden schwingen.

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Er müsste. Eigentlich. Vielleicht nützt es, wenn wir alle die Daumen drücken. Pray! Freedom!
Und soeben wurde diese Eröffnungsfeier zur besten Eröffnungsfeier in der Geschichte der Olympischen Spiele. Angekündigt wird ein Medley von Eurodance-Hits. Offiziell um die europäische Einheit zu zelebrieren, inoffiziell, weil es keine bessere Musik gibt. Nie gab und nie geben wird. Jetzt ist es raus.
«Freed from Desire» von Gala macht den Auftakt. Na-na-na-na-na-na-na, na-na-na, na-na-na …

Olympia dahoam – für diese französischen Sportlerinnen und Sportler wird dieser Traum Wahrheit. Und damit sind nun alle 205 teilnehmenden Nationen begrüsst worden.



Die Surfwettbewerbe finden am anderen Ende der Welt statt, auf Tahiti. Dorthin wird nun kurz geschaltet, damit auch die Surfer Teil der Eröffnungsfeier sein können. Schöne Geste.


Die USA benötigen beinahe einen Flugzeugträger für ihre vielen Sportlerinnen und Sportler.

Es muss Ngolo Kanté sein!
Wir sehen: Die Delegation aus Vanuatu.

Jetzt läuft grad «Music Sounds Better With You». Super Song!
Da sind wir! Mit Nina Christen und Nino Schurter als Fahnenträger.



Es ist dunkel geworden in Paris, jetzt sieht alles gleich nochmals besser aus. Und dazu trällert «D.I.S.C.O» von Ottawan aus den Boxen. Allez!

Wir sind bei Land Nummer 164, Senegal. Die Schweiz kommt als 176. Delegation in der TV-Übertragung der Eröffnungsfeier.

Die Schweiz hatte ihren Auftritt im TV noch nicht, aber unser Fotograf hat das Schiff schon vor der Linse gehabt:

Bild: keystone

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Die niederländische Delegation übte ihren Auftritt schon mal in Amsterdams Grachten:

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Zwei wichtige Resultate aus der Challenge League. Soeben zu Ende gegangen:
Stade Lausanne-Ouchy – Schaffhausen 0:1
Stade Nyonnais – Bellinzona 2:1
Nun wird eine Modeschau inszeniert. Gehört natürlich zu Paris wie der Eiffelturm.

Schon sehr eindrücklich, was die Franzosen da auf die Beine gestellt haben.

Namibia, Nauru und Nepal teilen sich einen fahrbaren Untersatz.

Da kann man schon mal den Hut ziehen vor den mongolischen Designern.

Die Stimmung gerade, als Mauretanien einfährt, macht Lust auf Daft Punk. Ob wir sie sehen? Harder, Better, Faster, Stronger ist schliesslich ein super olympisches Motto!

Nein, der nächste Programmpunkt ist der Auftritt von Jakub Jozef Orlinski. Der Pole ist gleichzeitig Opernsänger und Breakdancer:

Apropos: Breakdance ist in Paris erstmals olympisch.
Der Grossraum Paris wurde – nomen est omen – grossräumig abgesperrt. Eine eindrückliche Grafik:

Bild: flightradar
Darum muss Ghana mit dieser Nussschale Vorlieb nehmen.

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Nun werden mehrere Französinnen vorgestellt und gefeiert, die in ihrem Gebiet Pionierinnen waren.

Eine der schönsten Nationalhymnen, die es überhaupt gibt, wird dargeboten: Jene von Gastgeberland Frankreich.

Muss die nicht auch schon längst im Bett sein?

Schade, ist mein Kleiner schon im Bett, der findet diese dämlichen Kreaturen super.


Hoffentlich hat er einen Strähl dabei.

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Tapfer klimpert er gegen den Regen an.

Neues Lieblingsboot. Jööh!

Eritrea, Fidschi und Finnland teilen sich ein Boot.

Der unvergessene Hans Jucker war nicht nur bei Olympia, sondern auch ein Meteorologe: «Jetzt schiffets glaub unenufe!»
Dänen haben sie zum Glück ein paar Schirme und Pelerinen mitgegeben.

Weiter geht es. Mit der Elfenbeinküste, dem Irland Afrikas.

Aber zuerst kommen jetzt noch Trömmeler. Ja sind wir denn hier an der Basler Fasnacht?

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«Scheint, als hätten sie jede Person in Frankreich, die irgendwie tanzen oder singen kann, aufgeboten», ruft mir Kollegin Hanna vom Newsdesk rüber. Könnte man wirklich meinen …
Eine angesagte französische Heavy-Metal-Band lässt es krachen. Schöner Kontrast zu all der klassischen Musik. Wie sie heissen? Habe nicht aufgepasst. Ich glaube, es sind Métallisé.


Ich glaube nicht, dass es die echte Fackel war. Aber symbolisch fliegt ein Darsteller an einem Drahtseil befestigt über die Seine zur Kathedrale Notre-Dame. Siehst du ihn?

80 Tänzerinnen aus dem Moulin Rouge präsentieren den berühmten Cancan.
Bhutan: Das ist très chic!

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Die kleine Delegation von Bangladesch ist nach Lady Gaga an der Reihe.

Ein erstes Highlight. Lady Gaga singt «Mon truc en plumes» von Zizi Jeanmaire. Mein Geschmack ist es nicht.
Vermutlich wird man Sportler aus Aruba nicht mehr oft sehen nach der Eröffnungsfeier.

Gell, du siehst es mir nach, dass ich nicht jedes einzelne Land, das nun vorgestellt wird, hier präsentiere.
Nach den Griechen wird ein Team von Flüchtlingen willkommen geheissen. Mit dabei ist der im Alltag für die Schweiz startende Leichtathlet Dominic Lobalu.

Als erste der 205 Delegationen eröffnet traditionellerweise Griechenland den «Einmarsch» der Nationen, der Ort der Olympischen Spiele der Antike.

IOC-Präsident Thomas Bach und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron winken zur Begrüssung:

Ein verwirrter Fackelträger steht mutterseelenallein im Stade de France. Wo ist denn hier die Eröffnungsfeier?

Hilfe naht! Im Stil von James Bond übernimmt Fussball-Weltmeister Zinédine Zidane die Fackel und trägt sie durch Paris, um sie zur Seine zu bringen:

Eigentlich sieht er ja eher aus wie Jason Statham:

Wo es einen Apéro gibt, ist Gianni Infantino nicht weit.

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Sie waren noch kurz vor dem SRF-Mikrofon.
Nina Christen: «Alle freuen sich mega darauf, diese besondere Eröffnungsfeier erleben zu dürfen.»
Nino Schurter: «Mir wird noch gesagt, was ich zu tun habe. Ich freue mich mega und bin gespannt.»
Nicht Charles von Grossbritannien, sondern «King» Carl Lewis, vierfacher Olympiasieger 1984 in Los Angeles und mit insgesamt 9 Goldmedaillen einer der erfolgreichsten Leichtathleten der Geschichte.

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Sie wird beim «Einmarsch» an 62. Stelle sein. Dauert also noch ein bisschen.

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Die Schweiz trägt übrigens die «Startnummer» 176 von 205 teilnehmenden Ländern.
Snowboard-Ikone Shaun White ist ebenso in Paris …

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… wie «Bum-Bum-Bobbele» Boris Becker.

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Olympia-Bobfahrer Fürst Albert von Monaco mit Gattin Charlene an seiner Seite:

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Dass Ex-Skirennfahrerin Lindsay Vonn mit von der Partie ist, dürfte kaum jemanden überraschen:

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Der Regenradar zeigt an, dass wohl weite Teile der Eröffnungsfeier nicht nur auf dem Wasser stattfinden, sondern auch mit Wasser von oben.

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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (links) und Gattin Brigitte posieren mit Prinz Dasho Jigyel Ugyen Wangchuck von Bhutan.

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Zuschauer säumen bereits die Strecke, die massiv gegen allfällige Terrorangriffe gesichert wird.

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Natürlich werden auch sehr viele Ehrengäste die Eröffnungsfeier mitverfolgen. Etwa Leichtathletik-Legende Michael Johnson …

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… oder die hochdekorierten Briten Rebecca Adlington und Chris Hoy …

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… und auch viele Einheimische wie die Schwimmerin Laure Manadou.

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Die Schweizer Delegation wird von Nino Schurter und Nina Christen angeführt.
Schurter hat bei Olympischen Spielen schon fast alles erlebt. Gold, Silber, Bronze, ein 4. Platz – und nun kommt erstmals die Aufgabe als Fahnenträger dazu. «Das ist natürlich eine riesige Ehre», freut sich der 38-jährige Bündner. Bislang kam er nie als Fahnenträger in Frage, weil die Mountainbike-Rennen jeweils am Ende der Spiele stattfanden und er erst später anreiste.

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Für Christen beinhaltete die Zusage als Fahnenträgerin eine je dreistündige An- und Rückreise von Châteauroux, wo die Schützen ihre Wettkämpfe austragen. «Dass ich an der Eröffnungsfeier die Schweizer Fahne tragen darf, macht mich enorm stolz, und ich freue mich sehr auf diesen Moment», teilte die 30-jährige Nidwaldnerin mit. «Die Rolle als Fahnenträgerin ist eine Ehre für mich und gleichzeitig für die 130'000 Schützinnen und Schützen in der Schweiz.»
Sie wird nach der Eröffnungsfeier noch im olympischen Dorf übernachten und am Samstag nach Châteauroux zurückreisen. Christen bestreitet ihren ersten Wettkampf, die Qualifikation über 10 Meter mit dem Luftgewehr, am Sonntag.

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Olympia erlebt am Freitagabend eine Eröffnungsfeier der Superlative. Das Programm zählt jedoch zu den bestgehüteten Geheimnissen. Klar ist: Es ist das erste Mal, dass eine olympische Eröffnungsfeier nicht in einem Stadion stattfindet.
Mehrere tausend Sportlerinnen und Sportler sollen auf knapp hundert Booten die Seine herunterfahren, von der Austerlitz-Brücke im Osten der Stadt vorbei an Notre-Dame und Louvre bis zum Eiffelturm.
Die Eröffnungsfeier solle «kein Macho- und Heldenspektakel» werden, sondern mit Humor französische Klischees auf die Schippe nehmen und dabei Multikulti feiern, sagen die Organisatoren. «Diversität existiert. Die rund 325'000 Zuschauer verteilen sich an den Ufern und auf den Brücken. Ein Drittel hat die Plätze teuer bezahlt, zwei Drittel der Zuschauer wurden eingeladen.

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Hoffentlich liegen die falsch!
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Die Motzer sollen halt abschalten, herrje...