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Über 120 km/h zu schnell: Rennfahrer Amaury Cordeel verliert den Ausweis

Belgian driver Amaury Cordeel pictured during a practice session at the Grand Prix F2 of Belgium race, in Spa-Francorchamps, Friday 26 August 2022. JONASxROOSENS PUBLICATIONxNOTxINxBELxFRAxNED x410298 ...
Amaury Cordeel beim Formel-2-GP von Belgien.Bild: www.imago-images.de

Über 120 km/h zu schnell durchs Dorf: Rennfahrer verliert Ausweis

Mit Tempo 179 durch den Ort: Wegen dieser Aktion muss Formel-2-Pilot Amaury Cordeel den Führerschein abgeben. Es könnte auch sein Karriereende sein.
07.12.2022, 13:4407.12.2022, 13:44
Ein Artikel von
t-online

3600 Euro Strafe, sechs Monate Fahrverbot: So lautet das Urteil des Gerichts für den Rennfahrer Amaury Cordeel. Bereits im Dezember 2020 war der Formel-2-Pilot mit fast 180 km/h durch die Gemeinde Temse, knapp eine halbe Stunde von Antwerpen entfernt, gerast.

Das Kuriose dabei: Der 20-Jährige behauptet, dass er überhaupt nicht am Steuer gesessen habe. Dabei hatte er selbst ein Video der Raserfahrt durch seine Heimatstadt auf TikTok hochgeladen.

Als er das Video kurz darauf löschte, war es allerdings bereits zu spät. Denn die Polizei hatte schon die Ermittlungen aufgenommen. Doch Cordeel betont, er könne gar nicht gefahren sein: «Weil ich zu dieser Zeit noch gar keinen Führerschein hatte.»

Die belgische Tageszeitung HLN berichtet allerdings, dass der hauptberufliche Rennfahrer sich im Internet einen Lappen zugelegt haben soll. 450 Euro legte er dafür angeblich auf den Tisch.

Das könnte jetzt für ihn zum Problem werden: Fahrer in der Formel 2 brauchen zwar noch nicht zwangsläufig einen Führerschein. So konnten bereits in der Vergangenheit junge Talente wie etwa Théo Pourchaire schon mit 17 Jahren in der Rennklasse antreten. Beim Verlust der Fahrerlaubnis könnte es nun allerdings ganz anders aussehen.

Formel-2-Chef Bruno Michel sagte gegenüber dem Portal «Motorsport.com», dass man die Verurteilung von Cordeel nicht ignorieren könne: «Das ist etwas, was wir definitiv mit der FIA besprechen müssen, um zu sehen, wie wir damit umgehen.»

Es bleibt also zunächst unklar, ob die rasante Fahrt des Jungfahrers zum Entzug der Rennlizenz und damit zu einem vorzeitigen Karriereende führen könnte. In der kommenden Saison soll der Belgier eigentlich für das Team Virtuosi fahren. (ram/t-online)

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