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ARCHIVBILD VON TOM LUETHI ZUM BEVORSTEHENDEN WECHSEL IN DIE KOENIGSKLASSE --- Switzerland's Moto2 pilot Thomas Luethi, of carXpert-Interwetten team, waits, during a wind test, at the wind tunnel of Center for Fluid Mechanics and Energetics (CMEFE), in Geneva, Switzerland, Wednesday, January 18, 2017. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Tom Lüthi: Störende Einflüsse müssen nun ausgeblendet werden. Bild: KEYSTONE

Tom Lüthi auf der Jagd nach Ruhm und dem «verlorenen Schatz» von 2017

Auf der Rennpiste kämpft Tom Lüthi um den WM-Titel. Neben der Piste jagt sein Manager Daniel Epp nach wie vor mehr als 300'000 Franken hinterher.

Klauss Zaugg, Assen



Tom Lüthi (32) ist im Training am Limit gefahren. Ständig. Und trotzdem darf er zum GP von Holland «nur» aus der dritten Reihe (8.) losfahren. Der Titelkampf zwischen dem Schweizer und dem Spanier Alex Marquez (als 4. steht er in der zweiten Reihe) wird immer intensiver. Nur sieben Punkte trennen die beiden Führenden im Gesamtklassement.

Störende Einflüsse müssen nun ausgeblendet werden. Fragen, wie es eigentlich um seine ausstehenden Gelder aus der Saison 2017 stehe, beantwortet er nicht mehr. «Das ist Vergangenheit und interessiert mich nicht.»

Wohl aber interessiert sich seinen Freund und Manager Daniel M. Epp um den schon fast verlorenen «Schatz von 2017». Dafür hat man ja auch einen Manager. Da Lüthis Vertrag beim Team des Deutschen Batterien-Herstellers Dynavolt auch für 2020 gültig ist, muss sich Epp dieses Jahr nicht um die Zukunft seines Freundes kümmern und hat etwas Zeit für die Vergangenheitsbewältigung. Für die Suche nach dem «verlorenen Schatz von 2017». So erfolgreich wie Indiana Jones wird er voraussichtlich nicht sein.

Fred Corminboeuf war drei Jahre lang Tom Lüthis Teamchef (2015, 2016 und 2017) und in dieser Funktion auch Herr über die Teamkasse, die Geldströme und damit Vertragspartner von Tom Lüthi und Daniel Epp.

Ende der letzten Saison hat er sich aus dem GP-Business zurückgezogen. Aber nach wie vor erinnern sich viele an den umtriebigen kapitalistischen Paradiesvogel. Wer Schulden hat, wird nicht vergessen. Es ist allerdings schwierig, sich nach seinem Wohlergehen zu erkundigen. Er nimmt das Hosentelefon partout nicht ab.

Gewährsleute erzählen, Fred Corminboeuf schulde Tom Lüthi nach wie vor Salär und Prämien für die Saison 2017 (da war der Emmentaler WM-2.) und stehe auch bei Daniel Epp hoch fünfstellig in der Kreide. Insgesamt gehe es um mehr als 300'000 Franken. Was Daniel Epp gar nicht dementieren mag.

Seine Strategie ist nicht aufgegangen. Letzte Saison, als Fred Corminboeuf mit einem britischen und einem spanischen Fahrer (Sam Lowes, Iker Lecuona) noch im Töff-Geschäft war, wäre vielleicht mit unerbittlichem Vorgehen im Fahrerlager etwas zu holen, die «Schatzsuche» einfacher gewesen.

Aber Daniel Epp mahnte zur Geduld. «Gemach, gemach. Wenn wir die Kuh schlachten, können wir sie nicht mehr melken. Wenn der Fred im Geschäft bleibt, kommen wir eines Tages doch noch zu unserem Geld.»

Aber eben: Fred Corminboeuf ist nicht mehr im GP-Business tätig. Er hat sein Team im letzten Herbst an einen Investor aus den USA weitergereicht. Der Fahrerlager-Boden ist ihm zu heiss geworden. Die Kuh kann nicht mehr gemolken werden.

Und so hat Daniel Epp den «juristischen Feldzug», die «Schatzsuche» inzwischen gestoppt. Der kluge Geschäftsmann, der einst viel Geld im Autoersatzteilhandel in Osteuropa gemacht und seine Vermögensbildung längst abgeschlossen hat, ärgert sich: «Corminboeuf hat seine Geschäfte über eine GmbH in Frankreich abgewickelt. Da ist nichts zu holen.»

Und doch: aufgeben mag er nicht. Das lässt schon sein ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit nicht zu. Er sagt trotzig: «Sagen wir es so: zurzeit ruht die Sache. Aber er soll ja nicht denken, dass wir ihn davonkommen lassen. Wir werden nicht Ruhe geben.»

Die Prognose ist allerdings einfach: Bevor Tom Lüthi und sein tüchtiger Manager vom schlauen Freiburger auch nur einen Franken sehen, zahlen die Franzosen dem Kanton Bern den 1798 geraubten Staatsschatz zurück.

Es gibt allerdings einen Weg, wie Tom Lüthi diese Saison zu rund 300'000 Franken Zusatzeinnahmen kommen und damit den «Verlust» aus dem Jahre 2017 kompensieren kann.

Gewinnt er den Moto2-WM-Titel 2019, so dürften die Prämien gut und gerne 300'000 Franken ausmachen. Wenn das keine Motivation ist.

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