Im gemeinsamen Final über 1500 m der Kategorien T53 und T54 setzte sich Catherine Debrunner mit paralympischem Rekord durch. Nach den Siegen über 800 und 5000 m ist es bereits die dritte Goldmedaille für die 29-jährige Rollstuhl-Leichtathletin. «Vorher hat eine Journalistin gesagt, dass es schon fast zur Routine werde, dass ich gewinne. Das ist fast etwas frech», sagte Debrunner im SRF-Interview lachend.
Das Rennen sei überraschend gelaufen, erklärte die Thurgauerin: «Ich hätte nicht gedacht, dass ich die ganze Zeit vorne bin. Das war eigentlich nicht das Ziel.» Deshalb habe sie die Taktik ändern müssen. Auch Plan B klappte jedoch hervorragend, gegen Ende des Rennens zog Debrunner davon und triumphierte überlegen.
Catherine Debrunner zeichnete in Paris für eine Premiere verantwortlich. Noch nie gelang es einer Schweizerin, an einer Paralympics dreimal zu triumphieren. Insgesamt war es für die 29-jährige Thurgauerin die vierte Goldmedaille an der wichtigsten Veranstaltung im Behindertensport – vor drei Jahren in Tokio siegte sie über 400 m.
Erfolgreichste Schweizerin an Paralympics ist Elisabeth Bisquolm, die zwischen 1976 und 1988 in der Leichtathletik und im Tischtennis sechsmal das oberste Podest bestiegen hat. Die Nummer 2 ist nun Debrunner, die in Paris als Favoritin auch noch über 100 m, 400 m sowie im Marathon antritt.
Manuela Schär ging hingegen leer aus, nachdem sie im Rennen um die Medaillen kurz nach Beginn der Schlussrunde mit einer Konkurrentin zusammengestossen und gestürzt war. Weh getan habe sich Schär dabei nicht, wie sie kurz nach dem Rennen im Interview mit dem SRF sagte. Wie es zum Sturz gekommen ist, konnte sich Schär noch nicht erklären. «Die Bahn ist recht rutschig und da mag es nicht viel leiden. Es ist mega ärgerlich und sehr unnötig», so die Goldmedaillengewinnerin über 800 m.
Die dritte Schweizerin im Rennen, Patricia Eachus, wurde mit gut zwei Sekunden Rückstand auf die Medaillen Vierte. (nih)