Sport
Premier League

So viel kostet es, Einlaufkind in der Premier League zu sein

IMAGE DISTRIBUTED FOR INTERNATIONAL CHAMPIONS CUP - AC Milan and Chelsea FC players are escorted onto the pitch by McDonald's Kids ahead of their International Champions Cup soccer match on Wedne ...
Bild: AP Images for International Champions Cup/AP Images

Dreist! So viel kostet es, Einlaufkind in der Premier League zu sein

04.01.2019, 18:3104.01.2019, 18:33

Es ist der Traum eines jeden Kindes: Einmal an der Hand von Stars wie Eden Hazard, Robert Lewandowski oder Marco Reus ins Stadion einzulaufen. In der Bundesliga müssen sich Kinder oder ganze Jugendmannschaften meist für diesen Ehrenplatz bewerben, Verein oder Sponsor losen sie anschliessend aus. Ausgerechnet in der reichsten Liga der Welt, der Premier League, ist das anders: Dort wird mit den Kindern ordentlich Geld verdient.

Die BBC fragte bei den Fussball-Clubs aus England nach und fand heraus, dass ein Einlauf-Erlebnis in der englischen Premier League je nach Club bis zu 770 Euro pro Kind kostet. Ganz schön happig. 

Spitzenreiter des traurigen Rankings ist der Londoner Club West Ham United. Der Verein verlangt umgerechnet 770 Euro für das gesamte Spieltagspaket – also ein Outfit, Ticket, Essen und Trinken, Fotos und Autogramme. Auch bei den Tottenham Hotspur müssen Eltern tief in die Tasche greifen: Der Champions-League-Gegner des BVB fordert für das Erlebnis stolze 448 Euro pro Kind. Mindestens genau so dreist: Der AFC Bournemouth will mehr als 200 Euro für das Einlauf-Erlebnis, darin ist aber nicht mal ein Ticket für das Spiel enthalten. Das Kind muss das Ticket also dazubuchen oder darf beim Anpfiff gleich wieder aus dem Stadion heraus laufen.

Was in England besonders für Empörung sorgte: Selbst bei englischen Zweitligisten kostet so ein Erlebnis mehr als ein Kurzurlaub. Mehr als umgerechnet 528 Euro müssen Eltern zahlen, wenn eines ihrer Kinder unbedingt mit Profis des Zweitligisten Swansea City auf Feld laufen wollen. 

Martyn James von einer Website für Verbraucher brachte es auf den Punkt: «Es ist absolut unverschämt, dass sich einige reichere Kinder effektiv an die Spitze der Maskottchenliste begeben können.» 

Immerhin: Top-Teams wie der FC Liverpool, Manchester City, der FC Arsenal oder Chelsea verzichten auf Kosten für Einlaufkinder. Bei den anderen Clubs wiederum brummt das Geschäft, sodass für diese Saison meist alle Plätze ausverkauft sind.

Und wenn das Kind Pech hat, dann darf es nicht mal mit einem Superstar einlaufen – sondern muss sich mit dem Maskottchen oder dem Schiedsrichter zufrieden geben... (bn)

Fussball-Training im Ziegenstall

Video: srf/SDA SRF

Sie waren «Golden Boys»: Zum besten Talent der Welt gekürt

1 / 25
Sie waren «Golden Boys»: Zum besten Talent der Welt gekürt

2025: Désiré Doué (Paris Saint-Germain).

quelle: keystone / christopher neundorf
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Er gibt nicht auf – Dominique Aegerter auch 2027 in der Supersport-WM
Ein weiteres Kapitel in der Sport-Saga «Der alte Mann und der Töff»: Dominique Aegerter (36) rockt auch nächstes Jahr die Supersport-WM. Er wird im Team der britischen Legende Simon Buckmaster eine Höllenmaschine von Triumph fahren.
Geht eine grosse Karriere zu Ende? Das war nach der Trennung von Kawasaki die bange Frage in den letzten Wochen. Nun ist klar: Es geht doch weiter. Dominique Aegerter bleibt in der Supersport-WM. Er hat heute beim Team der britischen Töfflegende Simon Buckmaster einen Einjahresvertrag für die WM 2027 mit Verlängerungsoption unterschrieben.
Zur Story