Der erste Weltcupsieg und dann gleich im prestigeträchtigsten Rennen: James Crawford war der Mann des Tages in Kitzbühel.
Seinen Abfahrtssieg feierte der Kanadier entsprechend ausgiebig. Im legendären «Londoner» gab es spätestens bei der inoffiziellen kanadischen Nationalhymne «Summer of '69» von Bryan Adams kein Halten mehr. Crawford tanzte oben ohne und achtete dabei mit seinen Begleitern auf eine gute Hydration:
Neben dem 27-jährigen James Crawford hatte aus dem kanadischen Team noch ein Fahrer Grund zum Jubeln: Cameron Alexander belegte Rang 3.
Im «Sandwich» der Kanadier klassierte sich der Freiburger Alexis Monney. Er sorgte mit seinem zweiten Platz dafür, dass die Schweiz nach vier Doppelsiegen in den ersten vier Saisonrennen auch in der fünften Abfahrt des Winters auf dem Podest vertreten war.
«Das ist alles ein bisschen surreal», meinte James Crawford in einem Interview mit dem kanadischen Fernsehen, bevor er zu den Feierlichkeiten aufbrach. Das Team habe in den letzten Jahren hart gearbeitet und könne nun die Früchte dieser Arbeit einfahren. Kollege Cameron Alexander sagte: «Wir wussten, dass wir es drauf haben. Dass es jetzt gerade hier in Kitzbühel aufgegangen ist, ist natürlich fantastisch.»
Angesprochen auf das «Londoner» bezeichnete Crawford das Lokal als einen «ikonischen Ort». Er kündigte an: «Das könnte eine lange Nacht geben. Das wird lustig!» Er war sich sicher, dass auch Todd Brooker und Ken Read wussten, wie man einen Abfahrtssieg in Kitzbühel feiere.
Der Triumph am Samstag war der erste eines Kanadiers in der Hahnenkamm-Abfahrt seit über 40 Jahren. Anfang der 1980er-Jahre machte die «Crazy Canucks» genannte Abfahrtstruppe auf der Streif die Musik. Von 1980 bis 1983 feierten Read, Steve Podborski (2) und Brooker vier Siege in Folge für Kanada. (ram)
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