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Swiss Ski: Claude-Alain Schmidhalter wird seiner Ämter enthoben

Claude-Alain Schmidhalter, president du comite directeur de Crans-Montana 2027, pose lors de la rencontre medias pour les prochain Championnats du monde de ski alpin 2027 le mercredi 26 aout 2026 a Cr ...
Claude-Alain Schmidhalter war unter anderem OK-Präsident der Ski-WM in Crans-Montana.Bild: keystone

Nach Betrugsvorwurf: Swiss-Ski-Boss Schmidhalter wird seiner Ämter vorläufig enthoben

07.10.2026, 09:0907.10.2026, 09:51

Claude-Alain Schmidhalter muss seine Posten bei Swiss-Ski und im OK der alpinen Ski-WM in Crans-Montana vorläufig niederlegen. Er wird dieser Ämter temporär enthoben.

Den Entscheid zu Schmidhalters temporärer Amtserhebung haben das Präsidium von Swiss-Ski und der WM-Vorstand gefällt. Schmidhalter steht dem Organisationskomitee der alpinen Ski-Weltmeisterschaft im kommenden Februar in Crans-Montana als Präsident vor, beim nationalen Skisport-Verband ist er Vizepräsident.

Der WM-Vorstand wird interimsmässig von Vizepräsident Sébastien Rey, dem Vorstandsvertreter der Association des Communes de Crans-Montana, und von Diego Züger, dem Vorstandsvertreter und Co-CEO von Swiss-Ski, angeführt.

Wegen Betrugs angeklagt

Die Walliser Staatsanwaltschaft hat Schmidhalter Betrug und untreue Geschäftsführung vorgeworfen. Der Swiss-Ski-Vize und Präsident des Organisationskomitees der alpinen Ski-WM 2027 wird sich am 27. Oktober vor Gericht verantworten müssen.

Zusammen mit einem Komplizen soll Schmidhalter seinen ehemaligen Geschäftspartner um eine hohe Abfindungssumme gebracht haben. Gemeinsam hatten die beiden ein Ingenieurunternehmen im Oberwallis geführt, wie die Zeitung «Blick» berichtete und die Walliser Justiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte.

Im Falle, dass einer in Rente geht, hatten die beiden Geschäftsführer miteinander vereinbart, dass der verbleibende Inhaber dem anderen eine Abfindung bezahlt. Laut der Walliser Staatsanwaltschaft ist diese Zahlung auch erfolgt, allerdings tiefer, als vereinbart.

Um die Zahlung der gesamten Summe zu umgehen, sollen Schmidhalter und sein Komplize die Gewinne des Unternehmens geschmälert haben, indem sie diese auf eine andere Gesellschaft übertragen hätten. Der pensionierte Geschäftspartner habe so laut Anklageschrift einen Schaden von über 300'000 Franken erlitten.

Gemäss der Anklageschrift fordert die Walliser Staatsanwaltschaft eine bedingte Freiheitsstrafe von 23 Monaten, eine Geldstrafe von 10'000 Franken und eine Wiedergutmachung an das Opfer von 55'000 Franken. Die beiden Beschuldigten müssen sich deshalb am 27. Oktober vor dem Bezirksgericht Brig-Glis wegen Betruges verantworten.

Swiss-Ski würdigt Schmidhalters Arbeit

Swiss-Ski stellte am Mittwoch weiter fest, dass das Strafverfahren in keinem Zusammenhang stehe mit Schmidhalters Ämtern im Präsidium von Swiss-Ski und als OK-Präsident von Crans-Montana 2027. Als Vizepräsident von Swiss-Ski und WM-Vorstandsmitglied habe Schmidhalter seit Jahren hervorragende und tadellose Arbeit geleistet, lassen sich Swiss-Ski-Präsident Peter Barandun und Sébastien Rey, Vizepräsident von Crans-Montana 2027, gemeinsam in der Mitteilung zitieren. Mit dem Schritt solle die Integrität und Handlungsfähigkeit der beiden Organisationen gewahrt werden.

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Schmidhalter bei einem Event für die Ski-WM in Crans-Montana zwischen Franjo von Allmen und Didier Défago.Bild: keystone

Schmidhalter weist, wie Swiss-Ski weiter schreibt, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe entschieden zurück. Er sehe der Gerichtsverhandlung mit Zuversicht entgegen. Es gilt die Unschuldsvermutung. (abu/sda)

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