DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Abfahrt in Kitzbühel
1. Aleksander Aamodt Kilde NOR
2. Johan Clarey FRA +0,42
3. Blaise Giezendanner FRA +0,63
5. Marco Odermatt +0,78
8. Beat Feuz +1,14
9. Niels Hintermann +1,19
19. Urs Kryenbühl +1,83
Überragender Sieger auf der Streif: Aleksander Aamodt Kilde.
Überragender Sieger auf der Streif: Aleksander Aamodt Kilde.Bild: keystone

Schweizer Top-Trio neben dem Podest – Kilde siegt in Kitzbühel nach genialer Fahrt

Erstmals wieder nach 15 Rennen steht bei der Siegerehrung einer Weltcup-Abfahrt kein Schweizer auf dem Podest. Marco Odermatt, Beat Feuz und Niels Hintermann sorgten dennoch für ein gutes Resultat der Swiss-Ski-Equipe.
21.01.2022, 13:34

Eine tolle Serie ist zu Ende: Fast zwei Jahre lang gehörte bei jeder Weltcup-Abfahrt der Männer ein Schweizer zu den ersten drei. Am 1. Februar 2020 verpassten sie in Garmisch-Partenkirchen das Podium zuletzt. Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde triumphierte in Kitzbühel vor zwei Franzosen.

Dem Gesamtweltcupleader Odermatt fehlten in der ersten von zwei Abfahrten in Kitzbühel bloss fünfzehn Hundertstel zu einer weiteren Klassierung unter den ersten drei. In Bormio und im ersten Rennen in Wengen war er Zweiter geworden. Vierter war der Nidwaldner schon am vergangenen Samstag in der Lauberhorn-Abfahrt über die Originaldistanz gewesen, in Wengen hatte er Rang 3 um zwei Hundertstel verpasst.

«Klar, Vierter zu werden, ist nie super schön, gerade auf solch legendären Abfahrten», gab Odermatt im SRF zu, als es nach diesem Schlussresultat aussah. «Wenn man so nahe dran ist, würde man es natürlich gerne schaffen, aufs Podest zu fahren.» Von den Verhältnissen her sei es nicht ganz einfach gewesen, gerade auf den Gleiterabschnitten. «Aber die technischen Passagen habe ich super erwischt.»

Bei Feuz streikte der Körper

Feuz, vor einem Jahr gefeierter Doppelsieger auf der Streif, wurde unmittelbar vor Hintermann Achter. Der Emmentaler wirkte im Interview frustriert. Feuz sprach von einem schwierigen Rennen bei wechselnden Bedingungen. Aufhorchen liess kurz vor Olympia seine Aussage: «Mein Körper streikt derzeit ein wenig in gewissen Kurven, deshalb habe ich etwas mehr Mühe als sonst.»

Hintermann beschrieb, wie sehr sich diese gegenüber den Trainings, wo er brillierte, verändert hätten. «Aber das gehört dazu», fand der Zürcher, «wenn ich mich an Wengen 2017 erinnere, dann war ich damals der Glückliche. Das ist okay, wir machen unseren Sport draussen. Es ist, wie es ist.» Bis zur Hausbergkante sei seine Fahrt sehr gut gewesen, sagte Hintermann. «Dann kam ich über die Kante und jeglicher Plan ging flöten.»

Kilde: «Es läuft einfach»

Aleksander Aamodt Kilde gewann den Klassiker in Kitzbühel erstmals. Der 6. Platz vor sechs Jahren war bisher die beste Klassierung des Norwegers in der Hahnenkamm-Abfahrt gewesen. Im Super-G war er im vorletzten Winter Zweiter. «Es ist schon ein richtig geiler Tag», freute sich Kilde im SRF. Er habe auch keine Ahnung, weshalb er so stark sei derzeit. «Es läuft einfach. Das Selbstvertrauen ist da, das Material passt und ich habe einfach Spass am Skifahren.»

Bei seinem bereits sechsten Sieg in der laufenden Saison, mit dem er auch wieder die Führung in der Disziplinen-Wertung übernahm, war Kilde 42 Hundertstel schneller als der zweitplatzierte Johan Clarey. Der vor kurzem 41 Jahre alt gewordene Franzose baute seinen Rekord als ältester Podest-Fahrer weiter aus.

Dritter wurde völlig überraschend ein weiterer Franzose: Blaise Giezendanner raste mit Startnummer 43 noch weit nach vorne und schubste Matthias Mayer vom Siegerpodest, weshalb auch die Einheimischen keinen in die Top 3 brachten. «Unglaublich, dass ich das auf der schönsten Abfahrt der Welt geschafft habe, das ist verrückt», sagte Giezendanner. 30 Jahre alt musste er werden, um erstmals auf ein Podest steigen zu dürfen.

Giezendanner macht im Ziel den Cuche: Der Franzose fuhr sensationell aufs Podest.
Giezendanner macht im Ziel den Cuche: Der Franzose fuhr sensationell aufs Podest.Bild: keystone

Kilde macht Boden gut

Im Gesamtweltcup hat Kilde dank seinem Sieg heute 55 Punkte auf den Führenden Odermatt gut gemacht. Der Schweizer liegt nach wie vor komfortabel in Führung, 335 Zähler beträgt sein Vorsprung.

Äusserst spannend bleibt der Kampf um die kleine Kristallkugel in der Abfahrt. Kilde bringt es auf 405 Punkte, dahinter folgen Matthias Mayer (352), Beat Feuz (337), Marco Odermatt (321), Dominik Paris (320) und Lauberhorn-Sieger Vincent Kriechmayr (305). Noch drei Abfahrten sind in diesem Winter angesetzt.

Am Samstag der Slalom, am Sonntag hoffentlich die zweite Abfahrt

Die Abfahrt heute wurde auf leicht gekürzter Strecke ausgetragen. Wegen zu starkem Wind im Startbereich begann das Rennen oberhalb der Mausefalle.

Die zweite Abfahrt ist am Sonntag vorgesehen. Nach der aufgrund der erwarteten Wetterverhältnisse vorgenommenen Programmänderung findet am Samstag der Slalom statt. (ram/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Alle Schweizer Sieger am Hahnenkamm in Kitzbühel

1 / 17
Alle Schweizer Sieger am Hahnenkamm in Kitzbühel
quelle: keystone / christian bruna
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Diese Villa in Rom kostet 353 Millionen Franken – das ist der Grund

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

11 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Oigen
21.01.2022 13:40registriert August 2018
ach die norweger, keine Ahnung wie die das anstellen. ein top Fahrer sobald der Vorgänger geht. erst lasse kjus, jetil andre amodt dann scindal jansrud und jetzt kilde. und sympathisch sind sie alle auch noch
670
Melden
Zum Kommentar
avatar
Hallwilerseecruiser
21.01.2022 13:35registriert Juli 2019
Johan Clarey ist einfach ein Phänomen! Mit 41 Jahren nochmals auf das Podest. Nur gewonnen hat er leider noch nie.
460
Melden
Zum Kommentar
11
So will die Bundesliga die digitalste Fussball-Liga der Welt werden
Der neuen DFL-Chefin Donata Hopfen ist die Bundesliga nicht modern genug. In den kommenden Jahren soll das Fussball-Erlebnis zuhause und im Stadion deshalb neu erfunden werden – mit «einer Verbindung von Tradition und Innovation».

«So ursprünglich der Kern des Spiels ist und bleibt, so sehr verändert sich die Rolle des Fussballs mit der Zeit.» Davon ist die neue DFL-Geschäftsführerin Donata Hopfen überzeugt. Während ihrer Eröffnungsrede an der Sport- und Technologiemesse «Sports-Innovation 2022» in Düsseldorf stellte die 46-jährige Digitalberaterin deshalb ihre Zukunftsvision für die Bundesliga und für den deutschen Fussball vor.

Zur Story