Du errätst nie, womit Marco Rubio die UFC vor dem Kampf beim Weissen Haus verglichen hat
Am 14. Juni soll anlässlich des 250. Geburtstags der USA und des 80. Geburtstags von Donald Trump ein grossangelegtes Kampfsport-Event stattfinden. Die dem Präsidenten nahestehende Organisation UFC, die das Ganze veranstaltet, hat dazu eigens eine Arena mit gewaltigem Pavillon im Vorhof des Weissen Hauses aufgebaut.
Einen Tag vor dem Anlass kam es zu zwei kuriosen Szenen, wie wir dir im Video zeigen:
An der Veranstaltung mit dem offiziellen Namen «UFC Freedom 250» werden am Abend des 14. Juni auf dem Südrasen des Weissen Hauses 14 Spitzenkämpfer in aufeinanderfolgenden Kämpfen gegeneinander antreten. US-Präsident Donald Trump wird am Anlass, den er im Vorfeld als «grossartigste Show der Welt» bezeichnet hatte, beiwohnen.
Die UFC gibt an, 60 Millionen Dollar für die Ausrichtung der Veranstaltung auszugeben. Die Organisation rechnet nicht damit, einen Gewinn zu erzielen. 700'000 Dollar des Budgets sollen allein dazu dienen, danach den Südrasen des Weissen Hauses wiederherzustellen. Dies, weil die Organisation dort für die Kämpfe eine 28 Meter hohe Arena mit dem Namen «The Claw», übersetzt «Die Klaue», errichtet hat, in der rund 4000 Personen Platz finden sollen.
Das hat für einige Kritik gesorgt. Eine Oppositionsgruppe hat den Anlass sogar mit einer Klage vor einem Bundesgericht angefochten und sprach von einem «schwerwiegenden Missbrauch unserer heiligen Nationaldenkmäler». Trump sah das Ganze etwas anders:
Trump vergleicht UFC-Pavillon beim Weissen Haus mit Eiffelturm – und will ihn vielleicht nie mehr abbauen
UFC steht für «Ultimate Fighting Championship». Es handelt sich bei der Organisation um den Marktführer von Veranstaltungen rund um Mixed Martial Arts (MMA). Ihren Präsidenten Dana White und Donald Trump verbindet eine 25-jährige Freundschaft. White ist immer wieder Gastredner bei Veranstaltungen von Donald Trump. Der US-Präsident besucht im Gegenzug auch immer wieder UFC-Events.
Aussenminister Rubio macht astronomischen Vergleich
Auch der US-Aussenminister Marco Rubio sprach im Vorfeld in den höchsten Tönen von der Organisation. Diese widerspiegle die Ideale von Amerika, so der 55-Jährige. Die USA seien ein Land, das immer wieder allen Widrigkeiten trotze. Immer wieder zeige man Zweiflern und Skeptikern, dass alles möglich sei.
Rubio verglich also gewissermassen die UFC mit der Mondlandung. Er spielte damit auf die Erfolgsgeschichte der Organisation an, die zwischenzeitlich kurz vor dem Ende stand, nachdem die Austragung ihrer Kämpfe in 36 Bundesstaaten der USA verboten war. In dieser Zeit erlaubte Donald Trump in seinen Casinos die Veranstaltung einiger UFC-Kämpfe.
Mit der Einführung strengerer Vorschriften, Regeln und Schutzhandschuhen schaffte es der Sport schliesslich, seinen Ruf als «Outlaw-Sport» abzustossen und in den Mainstream zurückzukehren.
Die Organisation, die 2001 noch circa zwei Millionen Dollar wert war, wird heute auf über zehn Milliarden geschätzt. Die BBC bezeichnet «UFC Freedom 250» deshalb auch als «eine ganz persönliche Siegesrunde» für White und Trump.
UFC-Präsident vor Pressekonferenz ausgebuht
Bevor beim Weissen Haus die Fäuste fliegen, fand am 13. Juni noch eine Pressekonferenz mit UFC-Präsident Dana White und den antretenden Kämpfern dar. Das Ganze wurde öffentlichkeitswirksam vor dem Lincoln Memorial in Washington, D.C. inszeniert.
Auch das führte in den sozialen Medien wieder zu Kritik, wo sich Userinnen und User über ungebührliches Verhalten einiger Kämpfer an solch einer historischen Stätte aufregten. Direkt daneben befinde sich ausserdem die Gedenkstätte «Vietnam Veterans Memorial».
Vor der Pressekonferenz von UFC-Präsident White skandierte ausserdem eine Menschenmasse lautstark «Fuck you Dana!» Ob dies wirklich als Kritik an der Veranstaltung und seiner Person galt oder nur Frust über die wegen des Wetters verspätete Pressekonferenz war, ist unklar.
White selbst ist eine kontroverse Figur und sah sich in den letzten Jahren mit mehreren Vorwürfen konfrontiert, darunter etwa ein Vorfall häuslicher Gewalt, eine FBI-Ermittlung wegen Wettbetrugs und eine Klage wegen Erpressung.
