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President Donald Trump gestures while speakings to the media on the South Lawn of the White House in Washington, Friday, Oct. 4, 2019, before his departure to nearby Walter Reed National Military Medical Center in Bethesda, Md. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais)
Donald Trump

Bild: AP

Analyse

Warum Trump Putins Propaganda kopiert

Das Chaos in der Informationspolitik des Weissen Hauses hat Methode. Warum das so ist, erklärt der Propaganda-Spezialist Peter Pomerantsev.



Die Fakten scheinen eindeutig: Trump hat vor laufenden TV-Kameras die Ukraine und China aufgefordert, Untersuchungen gegen Joe Biden und seinen Sohn Hunter aufzunehmen. Das ist ein klarer Verstoss gegen das amerikanische Wahlgesetz und ein Vergehen, das ein Impeachment rechtfertigt.

Doch was heisst heutzutage schon «eindeutige Fakten»? Am Wochenende hat Marco Rubio, republikanischer Senator aus Florida, ernsthaft erklärt, das Ganze sei ein Witz gewesen. «Ich weiss nicht, ob das eine reale Aufforderung war», gab er zu Protokoll. «Vielleicht wollte er nur euch Journalisten damit ärgern, weil er weiss, dass ihr dann ausflippt.»

epa05208637 Republican  Presidential Primary nominee Marco Rubio speaks at a rally in Pensacola, Florida, USA on 12 March 2016. Florida, Rubio's home state, holds it's primary election on 15 March.  EPA/DAN ANDERSON

Senator Marco Rubio: Es war alles nur ein Witz. Bild: EPA/EPA

Witz oder Aufforderung? Wer weiss das heute schon. Als Kandidat hat Donald Trump im Wahlkampf Russland aufgefordert, doch bitte die 30’000 verschwundenen E-Mails von Hillary Clinton zu finden und sie zu veröffentlichen. Später hat er dies als Witz abgetan. Seine Aufforderung an China hingegen hat er offensichtlich ernst gemeint. Bis heute hat er dies zumindest nicht dementiert.

Die Kommunikation des Weissen Hauses sei total chaotisch, es sei keine Strategie erkennbar, beklagen Politkommentatoren offen und Republikaner hinter vorgehaltener Hand. Doch vielleicht ist das alles ein Missverständnis, vielleicht hat das alles Methode. Weshalb das so ist, erklärt Peter Pomerantsev in seinem jüngsten Buch «This Is Not Propaganda».

Mit seinem früheren Buch «Nichts ist wahr und alles ist möglich» hat er eine viel beachtete Analyse der Propaganda-Methode von Wladimir Putin geliefert.

abspielen

Vergleicht Putin und Trump: Peter Pomerantsev. Video: YouTube/Politics and Prose

Pomerantsev stellt fest, dass die Russen zwar den Kalten Krieg verloren haben, dass sie jedoch gerade deswegen dabei sind, den Propagandakrieg im digitalen Zeitalter zu gewinnen. Er schreibt: «Das ist das grosse Paradox vom Ausgang des Kalten Krieges: Die Zukunft, oder besser: die zukunftslose Gegenwart, kam zuerst in Russland an. Wir sind bloss am Aufholen.»

Konkret meint Pomerantsev Folgendes: Die Sowjets lieferten sich mit dem Westen ebenfalls einen Propaganda-Krieg. Doch sie achteten dabei streng darauf, dass er auf Fakten – oder zumindest fabrizierten Fakten – basierte. In einem Kommentar in der «New York Times» umschreibt er den Unterschied zu Putins Propagandisten wie folgt:

«Als Präsident Ronald Reagan Michail Gorbatschow der Lüge bezichtigte, war dieser darüber entsetzt. Wenn hingegen der Kreml heute Verschwörungstheorien verbreitet, wenn er etwa behauptet, die CIA habe Ebola oder Zika erfunden, dann werden diese Geschichten online geschaltet, ohne dass es einen ernsthaften Versuch gibt, sie auch glaubwürdig zu machen. Das Ziel besteht darin, zu verwirren, nicht zu überzeugen. Und es ist keine Schande, wenn man dabei erwischt wird.»

Diese Propaganda-Methode ist Trump auf den Leib geschrieben. Seine Lügen sind so zahlreich, dass die Faktenchecker mehr oder weniger resigniert haben, und die Bedeutung von Scham ist ihm gänzlich fremd.

So gesehen ist es kaum Zufall, dass Trumps persönlicher Anwalt Rudy Giuliani wie ein Derwisch durch die amerikanischen Talkshows braust und sich dabei – im wahrsten Sinn des Wortes – innerhalb von Sekunden diametral widerspricht. Selbst Fox-News-Moderatoren verzweifeln mittlerweile ob Giulianis Tiraden und seinen grotesken Auftritten.

FILE - This Aug. 1, 2018, file photo shows Rudy Giuliani, an attorney for President Donald Trump, in Portsmouth, N.H. As Giuliani was pushing Ukrainian officials in the spring of 2019 to investigate one of Donald Trump’s main political rivals, a group of individuals with ties to the president and his personal lawyer were also active in the former Soviet Republic. (AP Photo/Charles Krupa, File)
Rudy Giuliani

Irrlichtert auf allen Kanälen: Rudy Giuliani. Bild: AP

Doch sie erfüllen ihren Zweck: Die Amerikaner sind verwirrt und wissen nicht mehr, wem sie glauben sollen. «Wer die Ukraine-Story verfolgt hat, der wird wahrscheinlich bemerkt haben, dass sich die Realität in zwei vollkommen verschiedene Filme geteilt hat», stellt Scott Adams im «Wall Street Journal» fest.

Die Geschichte von Vater und Sohn Biden in der Ukraine eignet sich ideal für eine Propaganda-Schlacht à la Putin. Offensichtlich ist dabei etwas faul an der Sache, auch wenn keine Straftat vorliegt. Doch weshalb ist Trump so versessen darauf, die Hintergründe aufzudecken? Muss er nicht befürchten, dass man ihm, respektive seinen Kindern, das Gleiche vorwirft?

epa07872759 (FILE) - Then US Vice President Joe Biden (R) tours a Hutong alley with his son Hunter Biden (L) in Beijing, China, 05 December 2013 (reissued 27 September 2019). An impeachment inquiry against US President Donald J. Trump has been initiated following a whistleblower complaint over his dealings with Ukraine. The whistleblower alleges that Trump had demanded Ukrainian investigations into US Presidential candidate Joe Biden and his son Hunter Biden's business involvement in Ukraine.  EPA/ANDY WONG / POOL

Ideale Sündenböcke: Vater und Sohn Biden. Bild: EPA

Oder wie kam etwa Ivanka Trump zur sehr lukrativen Erlaubnis, ihre Modeartikel in China vertreiben zu dürfen? Oder wie kam sein Schwiegersohn Jared Kushner zur Finanzierung seiner maroden Immobilien?

Genau dies ist jedoch der Punkt, den Pomerantsev wie folgt zusammenfasst:

«Mr. Putin hat es geschickt verstanden, die alten Oligarchen loszuwerden, indem er vorgegeben hat, er räume mit der Korruption auf – nur um seine eigene korrupte Elite an die Macht zur bringen. Mr. Trump und seine Anhänger nehmen ebenfalls in Anspruch, einen korrupten Sumpf trockenzulegen, nur um ihn mit eigenen Günstlingen zu bevölkern.»

Die Propaganda-Schlachten zwischen den Sowjets und dem Westen drehten sich um eine Gesellschaftsordnung der Zukunft. Damit haben weder Putin noch Trump etwas am Hut. Nochmals Pomerantsev:

«Anstatt einer kohärenten Vision der Zukunft liefern sie Nostalgie. Die Welt wird nicht mit einer Idee, sondern mit Verschwörungstheorien erklärt. Anstatt ein Leuchtturm der Hoffnung zu sein, lautet die Botschaft: Alle sind so korrupt wie wir.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 08.10.2019 08:17
    Highlight Highlight Das ist vielleicht das einzig Gute an der Sache:
    Alle Länder dieser Welt haben die gleichen Probleme mit ihren "Starken Männern", ihren "Organisierten Verbrechen" und ihren "Schweigenden Mehrheiten".
    So können heute die USA und Russland auf einem sehr tiefen Niveau zwar, aber AUF AUGENHÖHE "miteinander reden" (bzw. einander belügen und betrügen).
    Und das fördert doch das gegenseitige Verständnis!
    Irgendwann kommt dann vielleicht der Moment, wo die beteiligten "Supermächte" (dass sich nicht lache!) gemeinsam beschliessen, ein bis zwei Stufen höher zu steigen, von "saumässig" zu "halbstark".
  • Doppelpass 07.10.2019 19:17
    Highlight Highlight Donald Trump hat eine diagnostiziere, schwere, akute Psychose. Es befindet sich in einem äusserst instabilen Zustand und braucht dringend Schonung. Vom inpeachment sollte deshalb unbedingt abgesehen werden. Zusätzlicher Druck kann zu absolut unberechenbaren Reaktionen führen.
    Sollte das trotzdem passieren, müssen die Demokraten die volle Verantwortung für die Folgen übernehmen.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 07.10.2019 19:36
      Highlight Highlight Soll das in irgendeiner Weise lustig sein?
      Die Demokraten sollen Schuld daran sein wenn dieser kleine Möchtegerndiktator ausrastet wenn offengelegt wird, dass er einfach nur ein riesiger Furz ist?
    • Jo Kaj 07.10.2019 19:45
      Highlight Highlight Hahah könnte aus Giuliani seinem Mund stammen! ^^
    • Doppelpass 07.10.2019 21:19
      Highlight Highlight Ha, das war natürlich nur ein Witz ala Giuliani.
      Richtig ist:
      Trump ist kerngesund und keinesfalls in einem instabilen Zustand. Unberechenbare Reaktionen wird er auch unter höchstem Druck niemals zeigen.
      Dafür übernehmen die Republikaner die volle Verantwortung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Vals del Obrero 07.10.2019 18:45
    Highlight Highlight Schon vor langer Zeit gab es ein Medium, in welchem jeder das finden konnte, an was er glauben wollte, wenn er das ignoriert, was dazu nicht passt.

    Heute muss man einfach "Bibel" durch "Youtube" (oder Fox und meinetwegen auch CNN/MSNBC) ersetzen.
  • Skeptischer Optimist 07.10.2019 16:46
    Highlight Highlight Oh, je.

    Noch so ein amerikanischer Pundit, der nicht verkraftet, dass Russland keine Anweisungen aus Washington entgegen nimmt, obwohl es doch angeblich den sogenannten kalten Krieg verloren habe.

    Das amerikanische Weltbild war auch schon vor Busch weitgehend faktenfrei.
  • Raphael Stein 07.10.2019 16:07
    Highlight Highlight Die Amerikaner sind verwirrt und wissen nicht mehr, wem sie glauben sollen.

    Dieser Zustand besteht nicht erst seit Trump & Co.
    • Sophia 07.10.2019 17:58
      Highlight Highlight Ich sehe immer wieder, wie die Amis nach jeder Tagung, jedem Podiumgespräch und auch an anderen Anlässen am Ende beten. Menschen, die glauben, denken eher wenig kritisch, denn wenn wer glaubt, dass einer Tote auferwecken oder gar selbst von den Toten auferstehen kann, der ist meiner Meinung nach auch fähig, den Unsinn der Politiker zu glauben. Ich denke mal, dass die Amis - zumindest sehr viele von denen, voewiegend die Gläubigen - gar sehr anfällig für "alternative Fakten" sind. Da hat der Trump (wie auch der Putin u.a.) leichtes Spiel.
    • Sophia 07.10.2019 18:26
      Highlight Highlight Nicht alle Amis, aber viele!
    • rodolofo 07.10.2019 22:24
      Highlight Highlight Sie schauen zu viel in den "Black Mirror"...
  • Arneis 07.10.2019 16:01
    Highlight Highlight Da wird Hrn. Trump zu viel Ehre zuteil.
    Der Mann wirft einfach wild mit Exkrementen um sich und schaut dann was kleben bleibt. Kein Genie, keine Strategie, nur ein zutiefst wiederwärtiger Mensch.
  • Hans Jürg 07.10.2019 16:00
    Highlight Highlight Hoffentlich fängt Trump jetzt nicht auch noch an, mit nacktem Oberkörper durch die Rockiy Mountains zu reiten und einen auf Braodback Mountain zusammen mit Pense zu machen.

    Iiiiiiihhh, jetzt bringe ich wohl nie mehr diese Bilder aus dem Kopf.
  • Sisiphos 07.10.2019 15:26
    Highlight Highlight Immerhin scheint es eben auch in Amerika zu funktionieren. Lügen, dass niemand mehr weiss was falsch oder richtig ist. Wer weiss denn bitteschön so genau ob der Trump die Chinesen um Hilfe bitten darf oder ob das verboten ist, ob das was der Sohn Bidens macht Relevanz für seinen Vater oder die Wahl hat. Wir müssten ja juristische Spezialisten sein
  • Ökonometriker 07.10.2019 15:22
    Highlight Highlight Da kommt mir immer wieder der Spruch in den Sinn: wenn es dumm aussieht aber funktioniert, so ist es nicht dumm.

    Die Frage ist nur: WARUM funktioniert es? Die Antwort auf dieses System wäre wohl direkte Demokratie, da man dann sachbezogen argumentieren müsste
    • reactor 07.10.2019 16:33
      Highlight Highlight Da muss ich doch sehr lachen. Sachbezogen? SVP? Habe ich da was verpasst?
    • Ökonometriker 07.10.2019 17:09
      Highlight Highlight @reactor: im Vergleich zu den Mitteparteien mögen die Polparteien schon manchmal etwas steile Thesen vorlegen. Sie polarisieren eben. Aber wer so offensichtlich lügt wie der Donald wird kein Gesetz durchbringen können.
    • RicoH 07.10.2019 17:30
      Highlight Highlight Ökonometriker,

      "wer so offensichtlich lügt", warum wohl kommt mir da spontan die SVP in den Sinn?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum 07.10.2019 14:53
    Highlight Highlight Was Trump nicht zu begreifen scheint:
    1. Er kontrolliert die relevanten Medien nicht im Ansatz wie sein Bro Crush Putin.
    2. Die Verfassung und die Checks & Balances machen ihn im Unterschied zu Putin anfällig für Untersuchungen. Er ist Rechenschaft schuldig, Vlad nicht. Er steht NICHT über dem Gesetz.
    3. Etablierte GOP-Politiker halten aus Angst vor Trumps Deplorables still - Angst ist kein solides Fundament, egal was Macchiavelli einst geschrieben hat.
    • Fritz N 07.10.2019 16:52
      Highlight Highlight Willst Du mir sagen ich brauche keine starke Hand eines Fürstes??

      Auf der ernsten Seite: Ich hoffe sehr, dass Du recht behältst.. Zur Zeit schaut es ja nicht so aus, als würden die Checks & Balances noch richtig greifen...
    • Magnum 07.10.2019 17:46
      Highlight Highlight Abwarten: Soeben hat ein Gericht den Einspruch von Trump gegen die Offenlegung seiner Steuererklärungen der vergangenen 8 Jahre abgelehnt. Der Rechtsstaat könnte ihm noch einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen - wenn schon mangels Rückgrat die Opportunisten der GOP nicht ihrer Pflicht als Kontrollinstanz nachkommen wollen.
    • rodolofo 07.10.2019 22:20
      Highlight Highlight Wasa noch nicht ist, kann ja noch werden...
      Der US-Amerikanische Präsident ist mit enorm viel Macht ausgestattet. Und das könnte die ganze Demokratie zum Einsturz bringen, weil jetzt das passiert ist, was nicht hätte passieren sollen:
      Ein Demokratie-Abschaffer ist an der Spitze der Demokratie und ernennt laufend weitere Demokratie-Abschaffer in die Schaltstellen der staatlichen Institutionen.
      Wir müssen uns an den Gedanken gewöhnen, dass die USA zu einer faschistischen Supermacht werden könnten, ähnlich wie bereits China und Russland.
      Dann bleibt uns nur noch Europa und die EU...
    Weitere Antworten anzeigen
  • imposselbee 07.10.2019 14:40
    Highlight Highlight „...kohärente Vision der Zukunft...“
    Wäre super, wenn wir so etwas hätten, doch leider scheint zuerst alles zusammenbrechen zu müssen.
  • landre 07.10.2019 14:16
    Highlight Highlight (Wirklich sehr interessanter Artikel. Danke Watson.)

    Diese Methode wird heutzutage nebenbei auch im alltäglich bewirtschaftetem Marketing angewendet...
    Persönlich nenne ich das dann Trash bzw. die Strippenzieher-innen Kingpins of Trash, etc.

    Aber eben, solange wir nicht neutral und massiv mehr in Bildung für alle investieren und parallel die Justiz (Judikative) nicht endlich anfängt nicht fast exklusiv von unten sondern markant auch mehr von oben anzusetzen, werden diese und die nächsten Generationen mit einem wachsendem Tsunami von Trash konfrontiert bleiben...
  • Auric 07.10.2019 14:09
    Highlight Highlight Warum?

    Weil die Amis auch nicht schlauer als die Russen sind?

    Weil sie funktioniert?

    Weil Putin ein ganz gerissener ist?
  • Ticasuk 07.10.2019 14:09
    Highlight Highlight Ich weiss, wir Amerikaner haben - wenn es zu unserer Verfassung und unserem politischen System kommt - den vermutlich naiven Optimismus zu glauben, dass wir auch eine Figur wie Trump überstehen werden und seine Rhetorik irgendwann stumpf wird, weil wir eben nicht Russland, oder China oder irgend ein anderes, authoritäres Regime sind und unsere Verfassung uns davor auch bewaren wird. In den Ohren eines Europäers mag das alles etwas verrückt klingen, aber so ticken wir halt. So verstehe ich manches in Europa auch nicht, man verzeihe mir.
    • sowhat 07.10.2019 15:21
      Highlight Highlight Nun, dann wünschen wir euch das Glück der Tüchtigen, dass euer "naiver Optimismus" wie du ihn nennst, recht behält.
    • Ticasuk 07.10.2019 16:29
      Highlight Highlight Danke! :) Keine einfache Zeit ein DoNothingDem (haha) zu sein. Einerseits müssen sie ein Impeachment einleiten, um nicht Boden bei ihrer Basis zu verlieren. Andererseits wirkt das natürlich alles sehr partisan...
    • Ticasuk 07.10.2019 17:38
      Highlight Highlight *parteiisch, entschuldigung
      partisan, sagt mein Mitbewohner, sei etwas ganz anderes, und jetzt machen sie Parmesanwitze :(
    Weitere Antworten anzeigen
  • grosnaldo 07.10.2019 14:04
    Highlight Highlight Bitte meine Mitbürger, schauen wir dass wir hier in der Schweiz nicht auch auf diese Fallen stolpern... Ich habe Freunde in der SVP, Freunde in der SP, Freunde im Zentrum wo ich mich selber auch einstufen würde. Alle meinen es gut, manchmal mit anderen Sichtweisen. Es liegt an uns allen dass wir weiterhin aufeinander zugehen. Solche Zustände lassen sich nur gemeinsam vermeiden indem alle einen Schritt in Richtung andere gehen. Die Alternativen sind alle "dunkelschwarz".
    • Chrigi-B 07.10.2019 15:13
      Highlight Highlight Es ist halt einfacher alle mit anderer Meinung Rassist und Sexist oder Gutmensch und Kommunist zu nennen...
    • Dong 07.10.2019 15:17
      Highlight Highlight Danke! Ich mag auch diese Fake-News-Diskussion genau deswegen nicht, weil alle behaupten, die Gegenseite lüge vorsätzlich (so auch Pomerantsev).
      Lasst uns bitte akzeptieren, dass es halt verschiedene Standpunkte gibt, und lasst uns die eigenen Werte hochhalten und nicht den Gegner niedermachen - das ist ein riesen Unterschied!
    • Phrosch 07.10.2019 15:30
      Highlight Highlight Im Unterschied zu den USA hat die Schweiz ein Mehrparteiensystem, das uns zwingt, aufeinander zuzugehen und Kompromisse zu finden. In Amerika kämpfen zwei Parteien darum, jeweils für eine Weile die Macht zu ergreifen, was eher zu Extrempositionen und Entzweiung führt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 07.10.2019 14:03
    Highlight Highlight Recht extrem und auch sehr richtig und wichtig, wie man die unzähligen Artikel und Aufreger rund um Trump und Putin in einem einzigen kurzen Artikel zusammenfassen kann.

    Die richtige Konsequenz daraus wäre es eigentlich, dass alle seriösen Medien nur über die Taten und nicht von den Ankündigungen der extremen Rechten berichten würden.

    Das Resultat wären praktisch leere Zeitungen.
    • Auric 07.10.2019 14:51
      Highlight Highlight Wenn die Medien auch noch MEINUNGEN weglassen würden, wären Millionen Tonnen Zeitungspapier und Milliarden Onlinestunden eingespart.
    • Sandro Lightwood 07.10.2019 15:12
      Highlight Highlight Auric: Und das Feld diesbezüglich ganz Twitter und Facebook überlassen? Gute Idee. 🤷‍♂️
    • Lowend 07.10.2019 15:32
      Highlight Highlight Meinungen in Form von Kommentaren der Redaktion sind zum Einordnen der politischen Taten durchaus hilfreich und müssen Teil von guten Medien sein.

      "Spontane" Meinungsäusserungen von Politikern hingegen gehören in das Reich der Märchen und der Propaganda und können durchaus eingespart werden, da hat Auric schon recht.

      Über die Meinungen von Usern kann man stundenlang trefflich streiten. Wenn es persönliche Meinungen sind, sind sie durchaus interessant. Wenn es Parteipropaganda in Kommentarform ist, sind sie überflüssig wie nur irgend etwas.
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