Wirtschaft
Bern

Transportunternehmer wegen falsch deklarierter Ladung vor Berner Gericht

Der Steinbruch Mitholz, am Mittwoch, 16. September 2020, in Mitholz. In den Fischzuchtanlagen beim Blausee im Kandertal ist es nach Angaben der Betreiber in den letzten zwei Jahren immer wieder zu gro ...
Der Steinbruch Mitholz im Kandertal.Bild: keystone

Falsch deklarierte Ladungen in Mitholz abgeladen: Transportunternehmer vor Gericht

Der am Mittwoch vor dem Berner Wirtschaftsstrafgericht stehende Transportunternehmer soll 139 Mal mutmasslich verschmutztes Material als «sauberen Aushub» deklariert und im Steinbruch Mitholz abgelagert haben. Er selber äusserte sich vor Gericht eher defensiv und teilweise widersprüchlich.
04.11.2026, 14:3104.11.2026, 14:31

Im Grundsatz anerkannte er, dass er gewusst habe, dass das Material zum Teil leichte Verunreinigungen haben könnte, dass beispielsweise Betonreste darin sein könnten. Die Verschmutzungskategorien, in die das Material eingeteilt werde, habe er zur Tatzeit 2016/17 im Groben gekannt.

Auf den Steinbruch Mitholz sei er im Zusammenhang mit Materialbeschaffungen in der Vergangenheit gekommen, schilderte der Unternehmer. Im vorliegenden Fall habe sich die Zusammenarbeit mit dem Steinbruch Mitholz gelohnt, weil er seine Lastwagen bei der Hin- und Rückfahrt habe füllen können. Dazu sei die Nähe des Standorts gekommen: «Je näher, je günstiger», sagte der Beschuldigte.

Der Beschuldigte machte mehrfach deutlich, dass er sich nicht vorstellen könne, dass das von ihm in Mitholz deponierte Material grossen Schaden angerichtet haben könnte.

Dass der Steinbruch wegen des von ihm deponierten Materials in das Kataster belasteter Standorte aufgenommen wurde und saniert werden musste, könne er sich schlicht nicht vorstellen, sagte er. (sda)

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Explosionskatastrophe von Mitholz
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Explosionskatastrophe von Mitholz
Ein komplett zerstörtes Wohnhaus in Mitholz.
quelle: photopress-archiv / walter studer
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