Wirtschaft
Energie

Keine Dividende: Axpo schreibt 730 Millionen Franken Verlust

Nach Milliardenabschreiber 

Keine Dividende: Axpo schreibt 730 Millionen Franken Verlust

19.12.2014, 07:3719.12.2014, 07:39
In Schieflage: Energiekonzern Axpo.
In Schieflage: Energiekonzern Axpo.Bild: KEYSTONE

Der Energiekonzern Axpo ist im Geschäftsjahr 2013/14 wegen der bereits früher bekannt gegebenen Wertberichtigung tief in die Verlustzone gerutscht. Das Minus beträgt 730 Mio. Franken, wie Axpo am Freitag mitteilte. Das Unternehmen plant nun, keine Dividende auszuschütten.

Im Vorjahr hatte Axpo noch einen Gewinn von 212 Mio. Franken geschrieben. Das Betriebsergebnis 2013/14 dagegen bezeichnet der Stromkonzern der Kantone Zürich, Aargau, St. Gallen, Thurgau und Schaffhausen also solide.

Der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn von 479 Mio. Franken ist gemäss der Mitteilung auf die starke Handelsposition in Europa, die Neuausrichtung des Unternehmens und die bereits umgesetzten Rentabilitätsmassnahmen zurückzuführen.

Mehr Energie verkauft

Der Gesamtumsatz des Konzerns sank dagegen erneut. Mit 6,7 Mrd. Fr. fällt er um 300 Mio. Fr. tiefer aus als im Vorjahr. Gesunken ist vor allem der Umsatz im Energiegeschäft und in der Netznutzung. Der gesamte Energieabsatz jedoch stieg von 77,9 Mrd. auf 79,4 Mrd. kWh.

Grund für die gegenläufigen Entwicklungen sind laut Axpo die nach wie vor sinkenden Grosshandelspreise für Strom auf dem europäischen Markt, was auch zu der bereits im September mitgeteilten Wertberichtigung auf Kraftwerken und Bezugsverträgen von 1,5 Mrd. Fr. geführt hat.

Angesichts des negativen Ergebnisses wird er Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 13. März 2015 vorschlagen, auf die Ausschüttung der Dividende zu verzichten. 2013 zahlte die Axpo den acht beteiligten Kantonen insgesamt 74 Mio. Fr. aus. (kad/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Starbucks schliesst in den USA 250 Filialen – so ist die Lage in der Schweiz
In den USA verschwinden mehrere Hundert Starbucks-Filialen wegen fehlender Umsätze. Und auch in der Schweiz sieht es nicht rosig aus.
Die US-Kette Starbucks will in Nordamerika zahlreiche Filialen schliessen. Die Firma habe ihr «Café-Portfolio in Nordamerika sorgfältig geprüft», hiess es am Donnerstag auf der Unternehmenswebseite in einer Mitteilung. Grund für die Schliessungen seien vor allem fehlende Umsätze. Bis Ende dieser Woche werden nun 250 Filialen geschlossen, das ist rund ein Prozent der über 18'000 Cafés in Nordamerika.
Zur Story